Aufrufe
vor 7 Monaten

Beilage Fahrbereit KW40_21

  • Text
  • Fahrzeuge
  • Oktober
  • Schaffhausen
  • Fahrzeug
  • Volvo
  • Opfertshofen
  • Marcel
  • Tresch
  • Auto
  • Hyundai
  • Fahrbereit

4 FAHRZEUGE AKTUELL 5.

4 FAHRZEUGE AKTUELL 5. Oktober 2021 Erst das Modell und dann kommt der Antrieb PR – Peugeot-208-Fans aufgepasst. Neben Benzin- und Dieselantrieb bietet das e208-Modell einen zu 100 Prozent elektrischen Antrieb. Mit dem e-208 macht Peugeot seit Juni 2019 dem Renault Zoe Konkurrenz. Der Elektrokleinwagen lädt mit bis zu 100 Kilowatt und kommt mit einer Akkuladung 340 Kilometer weit. Der e-208 bietet mehrere Lademöglichkeiten. Je nach Infrastruktur dauert das Laden unterschiedlich lang. An einer 230-Volt-Haushaltssteckdose ist der Akku nach 16 Stunden vollständig geladen. Richtig schnell geht das Laden, wenn eine 100-Kilowatt-Säule bereitsteht. An dieser saugt sich der Akku in 30 Minuten von 20 auf 80 Prozent voll. Das entspricht einer Reichweite von 200 Kilometern. Der Elektromotor leistet 100 Kilowatt, das sind 136 PS. Damit beschleunigt der kleine Elektriker in 8,1 Sekunden von null auf 100 Kilometer pro Stunde. Drei Fahrprogramme (Eco, Normal und Sport) und eine zweistufig einstellbare Rekuperation erlauben es, die Charakteristik des Antriebs und die Stärke der Energierückgewinnung beim Bremsen anzupassen. Peugeot erklärt seine Philosophie so: Der Kunde solle sich zuerst für das Modell und erst dann für den passenden Antrieb entscheiden. Das Peugeot-Team will also in erster Linie 208-Interessenten für den Elektroantrieb begeistern und nicht unbedingt Kunden, die ein Elektroauto wollen – egal welche Marke, Hauptsache die Eigenschaften und der Preis stimmen überein. Dabei stützt sich Peugeot auf eine eigens durchgeführte Umfrage. Folglich entspricht auch der Innenraum des e-208 praktisch jenem aus den Verbrennermodellen. Diese sind durchgehend modern gezeichnet, unterscheiden sich aber in der einfacheren Active-Ausstattung und den teureren Optionen Allure und GT deutlich. Während die günstigere Variante ein Cockpit mit klassischen Rundinstrumenten enthält, haben die beiden höheren Ausstattungen ein 10-Zoll-Display mit 3D-Effekten als digitales Kombiinstrument. (shb.) garagegasser.ch Der Peugeot e-208 ist zu 100 Prozent elektrisch betrieben. Mit bis zu 340 Kilometern Reichweite und einem optimierten Schnellladesystem taugt der Peugeot e-208 auch für längere Strecken. Bilder: zVg. Silvio Ulrich | Markenverantwortlicher Peugeot IHR PEUGEOT- PARTNER FÜR DIE REGION SCHAFFHAUSEN. Telefon 052 687 22 22 www.garagegasser.ch

5. Oktober 2021 FAHRZEUGE AKTUELL 5 Die Zweiräder haben als Transportmittel und Freizeit- oder Fitnessgerät an Beliebtheit zugenommen Ein absolutes Rekordjahr auf zwei Rädern ZWEIRAD – Die Zweiradsaison 2021 ist bis auf die Durchfahrer bald vorbei. E-Bikes haben diese mitgeprägt. Der Töff bleibt dem Motor weiter treu. Marcel Tresch Schaffhausen. Im Jahr 2020 sind in der Schweiz 501 828 neue Fahrräder verkauft worden. Fast ein Viertel davon waren E-Bikes. Im Vergleich zu 2019 waren es noch 363 497. Das Fahrrad hat, nicht zuletzt aufgrund der Krise, als Transportmittel und Freizeitoder Fitnessgerät weiter an Beliebtheit gewonnen. Für das aktuelle Jahr und darüber hinaus zeigen sich die Veloimporteure zuversichtlich, die nach wie vor ungebremste Nachfrage decken zu können. Auch die Langzeitmieten, touristische Velo- und E-Bike-Angebote und der Occasionsverkauf haben deutlich zugelegt. Damit wuchs aber auch der Bedarf an Neufahrzeugen, Ersatzteilen, Service- und Reparaturarbeiten. E-Bikes weiter klar im Vormarsch Anders als beim Elektrofahrzeug auf vier Rädern stimmt beim Elektrofahrrad das Verhältnis von Reichweite, Nutzen und Kosten. Die Käuferschaft schätzt den äusserst leisen, unterhaltsarmen sowie zuverlässigen Elektroantrieb. Velosuisse rechnet damit, dass das E-Citybike das normale Citybike in der Käufergunst überholen wird. Damit blieben auch im vergangenen Jahr die E-Bikes, deren Verkaufszahlen erneut um rund einen Drittel auf 171 132 Stück zunahmen, das Zugpferd. Diese Verkaufszahlen dürften sogar effektiv noch höher liegen, da bei Händlern und Zulieferern die Lager restlos leergekauft wurden, so die Schweizerische Fachstelle Velo & E-Bike SFVE in einem Communiqué. Höchstwert bei den Unfallopfern So erfreulich die steigenden Zahlen beim E-Bike sind, um so betrüblicher präsentiert sich die Seite beim sicheren Fahren und bei der Unfallstatistik. Im Jahr 2016 starben auf den Schweizer Strassen 227 Menschen. Das sind 40 mehr als im Vorjahr. Laut Bundesamt für Strassen (Astra) blieb die Zahl der Schwerverletzten 3793 praktisch gleich hoch. Keine Abnahme gab es auch bei den Unfällen mit Motorrädern und bei den Fussgängern. Leider im Trend verläuft auch die Unfallentwicklung bei den E-Bikes. Mit 521 Schwerverletzten hat die Anzahl Unfallopfer einen Höchstwert erreicht, 15 E-Bike-Fahrende verloren ihr Leben. Die vermehrte E-Bike-Nutzung in den letzten Jahren hat zu diesem deutlichen Anstieg geführt. Rund ein Drittel schon verunfallt Die Unfallstatistik zeigt, dass sich zwischen 2011 und 2020 die Unfälle mit E-Bikes fast vervierfacht haben. Mit ein Grund dafür ist die Unsicherheit beim Umgang mit dem neuen Fahruntersatz. Die durchgeführte Befragung von mehr als 4000 E-Bike-Fahrenden durch die Beratungsstelle für Unfallverhütung zeigt, dass rund ein Drittel bereits einmal verunfallt ist. Bei 17 Prozent der Befragten handelte es sich dabei um einen Selbstunfall im Strassenverkehr, bei acht Prozent um eine Kollision. Das grösste Risiko für einen Selbstunfall im Strassenverkehr weisen erwartungsgemäss diejenigen auf, die häufig mit dem E-Bike unterwegs sind. Besonders gefährdet sind jene, die das E-Bike auch im Winter nutzen. Das Alter spielt dabei keine grosse Rolle, denn alle Altersgruppen sind gleichermassen davon betroffen. Durchbruch E-Töffs in weiter Ferne Das Motorrad als Hobby- und Freizeitgerät bleibt weiterhin beliebt. Mit 49 783 Motorrädern und 18 129 Rollern wurde laut der schweizerischen Fachstelle für Motorrad und Roller im vergangenen Jahr bei den Neuzulassungen das Allzeit-Rekord-Ergebnis erzielt. Besonders auffallend ist, dass sich immer Frauen für ein Motorrad entscheiden. Das E-Motorrad kann aber die bisherigen Hoffnungen auf gute Verkaufszahlen nicht erfüllen. Entsprechend wird es noch lange dauern, bis diese Technik die Verbrennungsmotoren ablösen wird. Bei den E-Motorrädern wurden nur gerade 1437 Stück verkauft. Der Aufschwung bei den Elektrofahrrädern hält weiterhin an. Bilder: Marcel Tresch Die Motorrad- und Roller-Fans bleiben emotional und wollen den Motorenklang. Der Rückblick auf die Statistik zeigt es: Bis die E-Technik auch im Motorrad- und Rollersektor eine wichtige Rolle spielt, wird es noch eine lange Zeit dauern.

weitere Ausgaben