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Bock E-Paper 2022 KW03

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22 FoKus

22 FoKus Bock Kirchen Sie mal wieder. Jetzt auch via Livestream. www.pfimi-sh.ch since 1980 Service & Reparaturen aller Marken SH_bock_2021_Auto_83 x 45 mm.indd 1 11.01.2021 16:00:22 «Hilari es bitzeli andersch» Wegen der aktuellen Situation konnte der Hilari nur bedingt stattfinden. Der «Bock» machte sich auf die Suche und befragte Personen aus Feuerthalen, wie sie das traditionelle Dorffest dieses Jahr trotzdem feiern konnten. In eigener Sache Auf schaffhausen24.ch sind die neusten Nachrichten der Region zu finden. LETZTE FEUERTHALEN Salome Zulauf Einmal im Jahr ist in den vier Dörfern Langwiesen, Feuerthalen, Flurlingen und Laufen-Uhwiesen Ausnahmezustand angesagt. Es wird sich verkleidet, musiziert oder einfach in guter Gesellschaft die Zeit genossen. Der Hilari ist ein traditionelles Dorffest, welches jeweils in der Woche des 13. Januars in den vier nördlichsten Dörfern des Kantons Zürich gefeiert wird. Entstanden ist der Hilari der Sage nach aufgrund einer Begebenheit, welche sich vor langer Zeit am Rheinfall abspielte. Hilfe von den Bauern erhalten Das Burgfräulein Bertha von Laufen, so die Sage, lebte vor einigen Jahrhunderten im Schloss-Laufen am Rheinfall. Sie war bei ihrem Volk sehr beliebt, da sie sich sehr für dieses einsetzte und sich darum kümmerte, dass es den Bewohnerinnen und Bewohnern immer gut ging. Der Ritter Hugo von Hohen-Krähn aus dem nahen Hegau begehrte Bertha und wollte sie zu seiner Frau nehmen. Bertha wies den Antrag des Ritters jedoch dankend ab, da ihr bewusst war, was für ein grausamer Mensch dieser Raubritter war. Am Geburtstag von Bertha wagte Hugo von Hohen-Krähn mit seinen bewaffneten Soldaten nochmals einen Versuch, um das Fräulein für sich zu gewinnen, jedoch ohne Erfolg. So schwor er Bertha Rache, dass er ihr Schloss anzünden werde und somit auch ihr ganzes Volk. Bertha war bewusst, dass sie etwas unternehmen musste, so stellte sie überall in ihrem Schloss Wachen auf, welche dafür sorgen sollten, den Feind möglichst schnell zu entdecken. E ines Tages sass Bertha mit ihren Dienern im Schlossgarten, ihr treuester Diener, Otto, hielt bei der Pforte Wache. Als sie plötzlich ein Klirren von Waffen hörten, versuchten sie die anderen noch rechtzeitig zu warnen, doch es war schon zu spät. Die Feinde stürmten aus den Büschen hervor, zuvorderst Ritter Hugo von Hohen-Krähn. Der Diener Otto hatte sich bestechen lassen und öffnete dem Ritter und seinen Untertanen die Pforten. Die Wachen des Burgfräuleins konnten glücklicherweise dem Gegner ziemlich lange Widerstand leisten, so dass die Bauern aus den umliegenden Gemeinden zu Berthas Hilfe eilen konnten. Mit Mistgabeln und Fackeln besiegten die Bauern den Ritter von Hohen-Krähn und seine Anhänger. Als Dank für die tatkräftige Unterstützung der Bauern übergab Bertha den vier Gemeinden eine Schenkungsurkunde auf Pergament, wonach die ganze Waldung am Kohlfirst den Rettern am Namenstag des Hilarius, dem 13. Januar, übergeben wurde. So feiern die vier Gemeinden als Erinnerung an dieses Ereignis jedes Jahr den Hilari. gen oder in den Bars für gute Stimmung sorgen», fügt Myriam Ott weiter hinzu. Eine bunt gemischte Truppe von den unterschiedlichsten Persönlichkeiten. «Wir kommen alle aus den unterschiedlichsten Berufsfeldern und haben daher verschiedene Sichtweisen auf die Themen des Lebens, das finde ich sehr spannend und bereichernd», erzählt die Feuerthalerin weiter. «Musik machen ist das eine, aber ein weiterer wichtiger Punkt in unserem Verein ist das Gesellige.» Zusammen Zeit verbringen und dabei gute Erfahrungen sammeln, das macht es für Myriam Ott umso schöner, in einem solchen Verein mitzuwirken. Auch viele weitere Personen haben sich den Hilari nicht nehmen lassen und haben eine eigene Hilari-Feier organisiert. So war am Wochenende die eine oder andere verkleidete Person anzutreffen, welche einen mit «Hüsch Hilari» und Konfetti begrüsste. Trotz Corona fand der Schüler-Hilari in Feuerthalen statt. Mit den aufwendigsten und kreativsten Kostümen nahmen die Schülerinnen und Schüler sowie deren Lehrpersonen am Schülerumzug in Feuerthalen teil. Bilder: Salome Zulauf Abaz Rragamaj organisierte für seine Gäste ein Alternativprogramm. Im kleinen Rahmen konnte der Hilari trotzdem ein wenig gefeiert werden. Von einem fixen Standort aus konnten die Hilari-Wiiber am vergangenen Freitag den Schülerumzug musikalisch begleiten. Die Hilari-Wiiber sind dabei Auch dieses Jahr wurde Hilari gefeiert, jedoch wegen der Pandemie nur in einem kleinen Rahmen. Der «Bock» fragte unter anderem bei den Hilari-Wiibern aus Feuerthalen nach, was sie für dieses Jahr geplant hatten: «Wir versuchten so gut es ging, ein wenig Hilari zu feiern», erklärt Myriam Ott, Musikleiterin des Vereins. «Ausserdem machten wir dieses Jahr an der Tagwache mit, an welcher wir sonst nicht dabei wären.» Die Gruppe war unter anderem beim Restaurant Schwarzbrünneli sowie an einem fixen Standort am Schülerumzug dabei, um für die vorbeilaufenden Schülerinnen und Schüler Musik zu machen. «Ich bin seit 23 Jahren Mitglied im Verein und bin damit gross geworden. Wir sind eine motivierte Truppe bestehend aus 13 Frauen, welche immer am Hilari in den Festzelten, auf dem Wagen, an den Umzü- Das Alternativprogramm «Das abgespeckte Programm für den Hilari 2022 in Feuerthalen sah vor, dass wir wie gewohnt um 4 Uhr am Freitagmorgen mit der Tagwache gestartet haben», erklärt Luca D’Ascanio, Präsident des Hilarivereins Feuerthalen. Zudem fand für die Schülerinnen und Schüler die Haussammlung am Morgen sowie der Schülerumzug am Nachmittag statt. «Die jüngeren Kinder durften anschliessend an einem Spielnachmittag teilnehmen, während für die Sekundarstufe eine Art Schnitzeljagd und eine Hilari-Disco vorgesehen waren», fügt Luca D’Ascanio weiter hinzu. Es war für alle etwas dabei Auch das Restaurant Schwarzbrünneli in Feuerthalen dachte sich ein Alternativprogramm für den Hilari aus. «Damit wir alle unsere Gäste bedienen konnten, habe ich mich dafür entschieden, die Innengastronomie zu schliessen», erklärt der Gastronom Abaz Rragamaj. Mit Take-Away für Getränke und heisse Gerichte konnte der Besitzer seine Gäste am Wochenende verköstigen. Das Angebot wurde rege genutzt, am Freitag sowie am Samstag gab es einige Gäste, die so bei guter Gesellschaft und der musikalischen Unterstützung von der Hilarimusik die Zeit geniessen konnten. «Wir feiern trotzdem» Trotz der aktuellen Situation haben sich die jungen Feuerthaler den Hilari nicht nehmen lassen, so fanden überall im Dorf kleine Anlässe statt. Auch die «Hilaribuebe» haben sich innerhalb der Gruppe etwas einfallen lassen und verkleideten sich als Wikinger. «Wir wollten der Tradition treu bleiben und organisierten etwas eigenes in unserer Gruppe», so ein Mitglied von den «Hilaribuebe». Auch die drei Freunde Tobias Fischer, Marla Fehlmann und Marlon Schweizer (im Bild v. l.) haben sich als Rennfahrer verkleidet, um an den kleinen Veranstaltungen teilzuhaben. Live im Meetingpoint: Champions League Achtelfinals 15.02.2022: Paris Saint-Germain – FC Real Madrid 16.02.2022: Inter Mailand – FC Liverpool 22.02.2022: FC Villareal – Juventus Turin 23.02.2022: Atletico Madrid – Manchester United Türöffnung: 19.30 Uhr / Matchbeginn: 20.45 Uhr Eintritt: CHF 10.– inkl. Willkommensgetränk, ohne Anmeldung (Für Gäste ab 16 Jahren mit gültigem Covid-Zertifkat gilt 2G mit Masken- und Sitzpflicht) Meetingpoint | Herrenacker 15 | 8200 Schaffhausen Telefon 052 550 26 16 | info@meetingpoint-sh.ch | meetingpoint-sh.ch

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