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Bock E-Paper 2022 KW12

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4 Anzeigen Anzeigenannahme: Verlag Bock AG | Telefon: 052 632 30 30 www.schaffhausen24.ch | Mail: info@bockonline.ch Bock | Dienstag, 22. März 2022 diverses Gemeinsam stärker. prosenectute.ch | IBAN CH91 0900 0000 8750 0301 3 GRÜN SCHAFFHAUSEN RHEINHARDSTRASSE 6 GRÜN SCHAFFHAUSEN GRÜN SCHAFFHAUSEN RHEINHARDSTRASSE RHEINHARDSTRASSE 6 GRÜN SCHAFFHAUSEN Christbaumverkäufe RHEINHARDSTRASSE 6 (solange Vorrat) Christbaumverkäufe (solange Vorrat) Christbaumverkäufe (solange Vorrat) Samstag, 16. Dezember 2017 (solange Samstag, Vorrat) Samstag, 16. 16. Dezember Dezember 2017 2017 2009_Füller_210x25.indd 1 Magazin Engeweiher: 11.09.20 16:44 GRÜN SCHAFFHAUSEN Samstag, 8.30 bis 11.30 Magazin Engeweiher: 16. Uhr RHEINHARDSTRASSE Dezember 2017 6 Magazin (mit Verkauf GRÜN Engeweiher: von SCHAFFHAUSEN Deck- und 8.30 bis GRÜN 11.30SCHAFFHAUSEN Uhr 8.30 RHEINHARDSTRASSE Magazin Dekorationsästen bis 11.30 Uhr (mit Verkauf Engeweiher: sowie RHEINHARDSTRASSE von Deck- und 6 (mit GRÜN SCHAFFHAUSEN 8.30 Brennholz) Verkauf von Deck- und bis 11.30 Uhr HÖRGERÄTE, BRILLEN + SERVICE Ihr Meisteroptiker und Hörakustiker in Jestetten Hauptstraße 15 | D-79798 Jestetten | Tel: +49 77 45 - 927 13 45 Parkplätze direkt am Haus 1:1 BEZAHLEN 1 SFr. = 1 € www.held-hoeren-sehen.de Mi, 23. und Freitag, Do, 25. 24. März März von 10.00 bis 18.00 Uhr Samstag, 26. März von 10.00 bis 16.00 Uhr Stadthalle Bülach Veranstaltungsort: Vienne House zur Bleiche Allmendstr. 8, 8180 Bülach Bleicheplatz 1, 8201 Schaffhausen Dekorationsästen sowie Dekorationsästen Christbaumverkäufe Brennholz, RHEINHARDSTRASSE sowie Dekora-6 (mit Brennholz) Verkauf von Deck- und Brennholz) (solange Dekorationsästen Oberhalb Brennholz, Forsthaus Vorrat) sowie Dekorations und Neutal, Christbaumverkäufe und Deckäste Brennholz) (solange Herblingen Oberhalb Verkauf Forsthaus Vorrat) Neutal, Christbaumverkäufe Brennholz direkt (Finnenbahn): Deckäste ab Magazin (solange Oberhalb 9 bis 11.30Forsthaus Vorrat) Uhr Neutal, Verkauf Samstag, Herblingen Enge beim direkt 16. (Finnenbahn): Engeweiher Dezember ab Magazin 2017 (solange Herblingen Oberhalb Verkauf (ab Verkauf Forsthaus Enge Samstag, bis 11.30 beim direkt direkt Vorrat) (Finnenbahn): Forsthaus ausgeschildert) 16. Uhr Engeweiher Dezember ab ab Magazin Magazin Neutal, Samstag, 9 2017 Herblingen Verkauf Enge (ab Verkauf Enge bis 11.30 Forsthaus beim beim direkt direkt 16. 26.09.2020 Uhr (Finnenbahn): Engeweiher Dezember ausgeschildert) ab ab Magazin Magazin 2017 (ab 9 Blockhütte Samstag, 8.30 Forsthaus Enge Enge bis 11.30 bis beim beim 11.30 16. 26.09.2020 Uhr Bargen: ausgeschildert) Engeweiher Uhr Dezember März Uhr 2022017 (ab 10 Blockhütte (mit Samstag, bis Forsthaus Verkauf 14 Uhr 26.09.2020 bis 28. Bargen: von ausgeschildert) Uhr November Deck- und Uhr 2020 Blockhütte 08.30 (Zufahrt 10 Dekorationsästen Auskunft (mit bis Verkauf - ab 14 unter A4 Bargen: Uhr Ausfahrt Uhr sowie Bargen Samstag, 8.30 bis 11.30 26.09.2020 von 28. November Uhr 10 Deck- und 2020 Blockhütte (mit Telefon ausgeschildert) (Zufahrt Brennholz) bis Verkauf 14 Dekorationsästen Auskunft ab 052 Uhr unter A4 Bargen: von 632 Deck- Uhr Ausfahrt 54 04 und sowie Bargen (Zufahrt 8.30 bis 11.30 Uhr 10 Dekorationsästen Auskunft: ab unter A4 Ausfahrt (mit Telefon ausgeschildert) Brennholz) bis Verkauf 14052 Uhr sowie Bargen von 632 Deck- 54 04 und Telefon ausgeschildert) (Zufahrt Brennholz) Dekorationsästen Auskunft Tel.-Nr. Oberhalb Auskunft ab 052 Forsthaus unter unter A4 632 Ausfahrt 54 sowie 04 Neutal, Bargen Telefon ausgeschildert) Brennholz) Herblingen Oberhalb Auskunft Telefon 052 052 Forsthaus unter (Finnenbahn): 632 54 04 632 54 04 Neutal, Oberhalb 9 Herblingen Telefon bis 11.30 052 Forsthaus Uhr (Finnenbahn): 632 54 Neutal, 04 Herblingen Oberhalb (ab Forsthaus (Finnenbahn): bis 11.30 Forsthaus ausgeschildert) Uhr Neutal, 9 bis 11.30 Uhr Herblingen (ab Forsthaus (Finnenbahn): ausgeschildert) (ab 9 Blockhütte Forsthaus bis 11.30 Uhr Bargen: ausgeschildert) (ab 10 bis Blockhütte Forsthaus 14 Uhr Bargen: ausgeschildert) Blockhütte (Zufahrt ab A4 Bargen: Ausfahrt Bargen 10 bis 14 Uhr 10 Blockhütte ausgeschildert) bis 14 Uhr (Zufahrt ab A4 Bargen: Ausfahrt Bargen (Zufahrt ab A4 Ausfahrt Bargen 10 ausgeschildert) bis 14 Uhr ausgeschildert) (Zufahrt ab A4 Ausfahrt Bargen ausgeschildert)

Bock | Dienstag, 22. März 2022 Heizungen im Vergleich Gesellschaft Bock-SPLITTER 5 Letzte Woche informierte der Hauseigentümerverband Schaffhausen im Meetingpoint auf dem Herrenacker über die Herausforderungen und Chancen beim Ersatz von Heizungen. Ein Wechsel von fossilen zu erneuerbaren Energien lohne sich nicht nur aufgrund der gegenwärtigen Unruhen in der Ukraine. Richard Altorfer Das Energieförderprogramm des Kantons Schaffhausen sieht nicht nur beim Ersatz von bestehenden Heizsystemen finanzielle Unterstützung vor. Symbolbild: Henrik Gerold Vogel / pixelio.de ENERGIE SCHAFFHAUSEN Gabriella Coronelli «Als wir den Termin für diese Veranstaltung festlegten, ahnten wir nicht, dass das Thema so aktuell werden würde», begrüsste der Präsident des Hauseigentümerverbandes Schaffhausen Gion Hendry im Meetingpoint auf dem Herrenacker die rund 100 anwesenden Teilnehmenden. Die Veranstaltung «Ersatz von Heizungen» stiess bei den Zuhörerinnen und Zuhörern auf grosses Interesse. Die Erdgaspreise haben sich innerhalb weniger Wochen vervielfacht, die Erdölpreise befinden sich auf einem Höchststand. Es scheint, als zeige die Preisentwicklung nur noch in eine Richtung. Nach oben. Die gestiegenen Energiepreise seien nicht erst seit Beginn des Kriegs in der Ukraine zu NEUES ZU NAMEN Im zweiten Wahlgang für die Ersatzwahl in den Gemeinderat von Neunkirch wurde Christian Schütz mit 360 Stimmen gewählt. Dieter Kunz erreichte bei der Abstimmung 347 Stimmen und wurde somit nicht gewählt. Der Schaffhauser Regierungsrat hat im Rahmen eines Besuchs des Baden-Württembergischen Staatssekretärs Florian Hassler sowie des Schweizer Botschafters in der Bundesrepublik Deutschland, Paul Seger, deren Engagement für die Grenzregion während der Pandemie verdankt. Anlässlich des Besuchs wurde zudem besprochen, was aufgrund der gemachten Erfahrungen in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit bei einer künftigen Krisenbewältigung verbessert werden sollte. Auf dem Bild sind Botschafter Paul Seger, Regierungsrat Patrick Strasser, Staatsse- Anzeige verzeichnen. Der aktuelle Konflikt könnte jedoch die Preise noch einmal markant steigen lassen. Das Überdenken der momentanen Heizsituation dürfte in vielen Haushalten ein aktuelles Thema sein. kretär Florian Hassler und Regierungsrat Martin Kessler (v. l.) zu sehen. Am letzten Konzert der Saison 2021/22 des Vereins der Freunde der Klosterkirche Paradies mit dem Trio Anderscht konnte der Verein die zehntausendste Besucherin, Barbara Pochon, ihrer Konzertreihe Kultur Paradies begrüssen. Sie erhielt vom Verein einen Tulpenstrauss überreicht. Die Geschwister und langjährigen Coop-Mitarbeiterinnen Albane Shala (Bild links) und Agnesa Berisha (Bild unten) haben kürzlich die Geschäftsführung in zwei Coop-Supermärkten übernommen. Albane Shala leitet seit dem 1. März den Coop Beringen. Ihre Schwester und Vorgängerin im Coop Beringen, Agnesa Berisha, hat per 1. März die Leitung im Coop Neuhausen Posthof übernommen.(shb.) Kosten richtig berechnen Der Hauptreferent der Veranstaltung, Dominik Müller von der Energiefachstelle des Kantons Schaffhausen, zeigte auf, dass sich ein Wechsel von fossilen auf erneuerbare Energieträger nicht nur ökonomisch, sondern auch ökologisch lohne. Bei der Berechnung der Heizkosten sei jedoch Vorsicht geboten. Eine Gesamtbetrachtung aller Kosten sei sinnvoll. Diese inkludiere nicht nur die Investitions-, sondern auch die Betriebskosten der neuen Heizung. Mit der zusätzlichen Betrachtungsweise der ökologischen Komponente sei das Bild der Gesamtkosten komplett. Mit der Berücksichtigung der zustehenden Fördergelder, die je nach Heizsystem preislich unterschiedlich ausfallen können, sei die Wahl von erneuerbaren Energieträgern über die Jahre gerechnet kostengünstiger als die fossile Variante. Anhand eines praktischen Beispiels zeigte Dominik Müller auf, dass bei einem Einfamilienhaus die jährlichen Energiekosten von ursprünglich etwa 5800 Franken auf 2200 Franken reduziert werden konnten. Dies dank dem Wechsel von Ölheizung auf Wärmepumpe, dem teilweisen Ersatz von Fenstern, der Thermostatventile an den bestehenden Radiatoren und kleinen Dämmmassnahmen am Estrich. Die Wirkung der MuKEn Ein weiterer Diskussionspunkt der Veranstaltung war der Rückblick zum Thema MuKEn, den Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich. Da die Kantone für Vorschriften im Energiebereich zuständig sind, streben die MuKEn eine Vereinheitlichung der Vorschriften innerhalb der Schweiz an. Diese Erlasse stellen wesentliche Bestandteile für die Erreichung der energieund klimapolitischen Ziele der Schweiz dar. Die MuKEn wurden in den Jahren 2008, 2014 und letztmalig im 2021 revidiert. Ein Vergleich zwischen 2008 und 2014 zeigt auf, dass aufgrund der verschärften Massnahmen bei Neubauten bereits mit einer Dämmung der Gebäudehülle von zwei bis vier Zentimetern Dicke eine Energieersparnis von 15 Prozent erreicht werden konnte. Der ausgewertete Faktor «gewichtete Endenergie Wärme», der nebst der Heizung auch Warmwasser, Lüftung und Klimaanlage miteinbeziehe, sei mit der Obergrenze von ursprünglich 48 Kilowatt pro Stunde auf den Quadratmeter mit den MuKEn 2008 auf 35 gesenkt worden. Somit sei zusammenfassend bei Neubauten eine Ersparnis von 25 Prozent erreicht worden. Giorgio Behr führte vergangenen Freitag durch die 102. IVS-Generalversammlung. Optimistisch in das Jahr 2022 blicken Vergangenen Freitag fand die 102. Generalversammlung der Industrie- und Wirtschaftsvereinigung (IVS) in Stein am Rhein statt. Rund 160 Mitglieder hatten sich in der Mehrzweckhalle Schanz versammelt. Giorgio Behr, Präsident der IVS, begrüsste die Anwesenden mit den einleitenden Worten: «Durch die Pandemie und den schrecklichen Krieg in der Ukraine realisieren wir immer mehr, dass andere Fragen Priorität haben. Dass diese dringend angegangen, vor allem auch rasch beantwortet und die Ergebnisse dann auch umgesetzt werden müssen.» Per Ende Jahr zählte die grösste Wirtschaftsvereinigung der Region Schaffhausen trotz der aktuellen Situation 240 Mitgliederfirmen, welche die Vernetzung, den Erfahrungsaustausch sowie die zukunftsorientierten Projekte der IVS Nachgefragt «Bock»: Was raten Sie Eigentümern, die Heizkosten senken möchten, sich aber keine neue Heizung leisten können? Gion Hendry: Der Kanton Schaffhausen kennt bereits seit 2018 ein weitreichendes Energieförderprogramm, das Investitionshilfen bei Gebäudesanierungen anbietet. Die aktuellen Fördersätze und Bedingungen sind in der Förderbroschüre vom 3. Januar zu finden. Die Energiefachleute Schaffhausen sowie die kantonale Energiefachstelle verfügen über das nötige Wissen, um beratend zur Seite zu stehen, wenn es darum geht, mit möglichst einfachen baulichen und energetischen Massnahmen, Heizkosten zu sparen. Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass der Kanton Schaffhausen zurzeit kein Verbot von Öl- und Gasheizungen kennt; zudem sind für Härtefälle Lösungen vorgesehen. Ist es realistisch, dass die Schweiz per 2050 ohne fossile Energieträger auskommt? Hendry: Die Zielsetzung ist sehr ambitiös und viele Fachleute bezweifeln, ob sie wirklich realistisch ist. So dauern beispielsweise die Verfahren zum Ausbau der bestehenden Wasserkraftwerke oder der Bau neuer Windkraftanlagen aufgrund komplizierter Verfahrensvorschriften viel zu lange. Vor den Gerichten sind mehrere Dutzend Beschwerdeverfahren pendent. Zudem: Selbst der Bund ist offenbar der Meinung, dass zur Vermeidung einer Stromknappheit als Übergangslösung Gaskraftwerke nötig seien. Bild: sz von Bedeutung wahrgenommen haben. Gemeinsam mit rund 70 ehrenamtlichen Führungskräften, welche sich für die IVS engagieren, konnte auch im vergangenen Jahr für ein wirtschaftlich attraktiveres Umfeld in der Region Schaffhausen gesorgt werden. Die IVS trieb unter anderem die Entwicklungsstrategie 2030 des Kantons Schaffhausen weiter voran, betreute wichtige, etablierte Projekte wie den Konjunkturbericht oder engagierte sich mit Erfolg in politischen Themen (wie bei der 99%-Initiative) für die hiesigen Unternehmen. Im Jahr 2022 wird sich die IVS unter anderem mit kantonalen und internationalen Steuerthemen auseinandersetzen oder sich für die Bekämpfung des Fachkräftemangels und für flächendeckende und bezahlbare Tagesstrukturen einsetzen. (sz.) Kari, mahnend: Jeder Mensch, der sich für Gott hält, tötet am Ende Menschen. (Elie Wiesel) Wer in Coronazeiten gegen den Mainstream war und an Verschwörungstheorien glaubte, neigt dazu, sich weiterhin so zu verhalten. Um «den Mainstream» zu ärgern, misstraut man westlichen TV-Berichten, der NATO sowieso, glaubt lieber notorischen Lügnern und Trollen und zeigt «ein gewisses Verständnis» für Herrn Putin. In Intellektuellenkreisen geht man nicht so weit, aber man fühlt sich doch ziemlich unwohl angesichts einer Situation, die keine Schattierungen und Relativierungen zulässt, weil völlig klar ist, wer die Bösen sind, selbst wenn «die Guten» sich durchaus etwas unschuldiger geben als sie es in der Vergangenheit waren. Intellektuelle halten Eindeutigkeit schlecht aus. Einfache Gemüter flüchten sich in den üblichen «Whataboutismus» und weisen darauf hin, dass bei der Totalzerstörung von Grosny oder Aleppo kaum jemand ernsthaft protestiert hat und Menschenrechtsverletzungen anderer Staaten uns nie davon abgehalten haben, mit ihnen Geschäfte zu machen. Und doch: Selbst wenn die Ehrlichkeit unserer Empörung nicht über alle Zweifel erhaben ist, die Empörung ist echt und berechtigt ist. Nicht mal unser Umgang mit den Migranten und Asylanten in den Jahren 2015 /2016 will sich so recht für Kritik eignen. Zu offensichtlich sind die Unterschiede: Aus der Ukraine kommen Frauen und Kinder, deren Männer kämpfen müssen (und wollen, s.u.); damals kamen die jungen Männer, ohne Frauen. Und auf einmal beginnt man über Sätze nachzudenken wie «Wie kann ich von anderen erwarten, zu kämpfen, wenn ich fliehe?» Oder: «Es gibt Dinge, für die es sich zu sterben lohnt.» Oder: «Natürlich habe ich Angst, zu sterben. Einfach so, ohne Grund.» Der das sagt, ist Georgiy Vaidanych aus Lwiw, 46, verheiratet, drei Kinder, zu Beginn des Ukrainekriegs nach Berlin geflohen, mit schlechtem Gewissen. Nach einem Hilferuf aus der Ukraine packt Vaidanych einen Subaru Forester voll mit Hilfsgütern und fährt zurück in die Ukraine. «Ist das bescheuert?» fragt er. Und antwortet selber: «Es ist auch bescheuert, in Berlin zu bleiben.» Und plötzlich schämt man sich ein wenig, weil man sich so lange mit Luxusproblemen wie Gendersternchen und Glutenunverträglichkeit herumschlug und Waffen, Krieg, die Verteidigung des Vaterlands und Heldentum für antiquierte Macho-Vorstellungen aus Heldenepen und Fantasysfilmen hielt. Whataboutism ist die kindliche oder kindische Art, etwas Böses mit dem Zeigefinger zu verteidigen – «Aber dä het au …». «Willkommen in der Realität!» möchte man besserwisserisch rufen, angesichts von Bildern brennender Wohnblocks, zerstörter Spitäler, verzweifelter Menschen und toter Kinder statt herziger Tierlibilder auf Facebook. Oder umgekehrt: Scheissrealität, die Illusionen waren schöner! Der tröstliche Spruch am Ende: Auch in Teefabriken gibt’s Kaffeepausen. Anzeige IHR TOYOTA & LEXUS SPEZIALIST Beringen-Enge • 052 630 10 10 • engebrunnen.ch

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