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Bock E-Paper 2022 KW19

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4 Anzeigen Anzeigenannahme: Verlag Bock AG | Telefon: 052 632 30 30 www.schaffhausen24.ch | Mail: info@bockonline.ch Bock | Dienstag, 10. Mai 2022 Stellenangebote Immobilien Der «Bock» ist die Gratis-Wochenzeitung des Kantons Schaffhausen, die sich ausschliesslich auf die Geschehnisse in der Region fokussiert. Sie ist politisch und konfessionell unabhängig, orientiert sich am Ideal einer freien Gesellschaft und ist einer liberalen Grundhaltung verpflichtet. Dazu gehören Toleranz und Fairness sowie das Bekenntnis zur Demokratie. Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir per August 2022 oder nach Vereinbarung eine/einen Praktikantin/Praktikanten Redaktion & Social Media Deine Aufgaben • Selbständiges Verfassen und Bearbeiten von Texten für die Printausgabe und unsere Webseite schaffhausen24.ch • Erstellen und Bearbeiten von Kundenartikeln inkl. PR-Arbeiten • Fotoarbeiten und Redigieren von eingesandten Beiträgen • Mithilfe bei der Produktion des Printproduktes • Kreation und Durchführung von Social-Media-Kampagnen • Sicherstellen eines Dialogs auf unseren Social-Media-Plattformen Dein Profil • Du verfügst über eine abgeschlossene Berufslehre oder eine Matura, oder befindest dich im Abschlussjahr der Fachmittelschule • Du kannst Dich schriftlich einwandfrei ausdrücken, bist kommunikativ und arbeitest selbständig • Du begeisterst Dich für das Thema Social Media und bist erfahren mit Plattformen wie FB und Instagram • Du bist pflichtbewusst und zuverlässig Bei uns bekommst Du Einblick in die moderne, crossmediale und digitale Verlagswelt. Wir bieten Dir die Möglichkeit, in einer spannenden, dynamischen Werbewelt Neues zu bewegen. Das Praktikum ist auf die Dauer von mindestens sechs Monaten festgelegt. Interessiert? Dann sende uns Deine Bewerbungsunterlagen bitte in elektronischer Form an redaktion@bockonline.ch. Hast du noch Fragen? Nathalie Homberger, Chefredaktorin, gibt Dir gerne Auskunft: Telefon 052 632 30 30. Wir freuen uns auf Deine Bewerbung! Zu kaufen gesucht: Einfamilienhaus oder auch Mehrfamilienhaus darf auch sanierungsbedürftig sein. F. Obermeier 079 378 0504 Achtung Rentner: Büsingen ist nach wie vor Interessant. Diverse schöne Wohnungen und Häuser – Vermietung/Verkauf, 1– 6 Zimmer, zum Teil direkt am Rhein mit Badeplatz, Bootspfahl möglich. Beispiel: 2-Fam.-Haus im Zentrum an erhöhter Lage, Rheinnähe CHF 2200.–, sehr grosse 4½-Zi-Whg. mit neuer Insel Küche CHF 1850.– +NK, Verkauf Maisonette-Whg. mit Garage nur € 288 000.–. Vereinbaren Sie einen Besichtigungstermin mit uns. Auskunft: Immos Immobilien Büsingen Tel. +49 7734934331, H. +41 792254311, info@immos-immobilien.ch Büsingen; Ideal für Investoren Mehrfamilienhaus mit 3 Wohnungen, schöne Hanglage mit Rhein Sicht, Garage, 4 Stellplätze VB € 1 380 000.– 4-Zimmer-Maisonette-Wohnung im DG mit Garage € 288 000.–. Zentral mit Stellplatz. Stemmer 2-Zimmer-Wohnung, Altbau mit Kochnische nur € 175 000.–, mit Stellplatz. 2-Familienhaus am Rhein, 2× 3-Zi.-Whg. mit Einbauküche sowie eine 2-Zi-Einliegerwohnung mit schönem Garten, mit 2 Boots-Pfählen. Ca. 880 m 2 Land, exklusive Hanglage über dem Rhein, zu verkaufen, Preis Verhandlungsbasis € 880 000.–. Auskunft: Immos Immobilien Tel. +49 7734934331, H. +41 792254311, info@immos-immobilien.ch Da für alle. Jetzt Gönner werden: rega.ch/goenner Neue Street View Bilder! Dank Street View können Sie sich ganz einfach an unbekannten Orten zurechtfinden, die spannendsten Gegenden erkunden oder ein Unternehmen im Web finden. Wir sind ständig bemüht, die Bilder zu aktualisieren und neue Inhalte hinzuzufügen. Vom 6. Juni 2022 an werden wir in der Schweiz wieder in allen Kantonen unterwegs sein: In Zürich, Bern, Luzern, Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwalden, Glarus, Zug, Freiburg, Solothurn, Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Schaffhausen, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, St. Gallen, Graubünden, Aargau, Thurgau, Tessin, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf, Jura. Insbesondere in Städten wie Zürich, Genf, Lausanne, Bern, Basel, Thun, Lugano, Winterthur, St. Gallen, Luzern, Uster, Dübendorf, Dietikon und weiteren kleineren Ortschaften sowie teilweise auch auf Rad- und Wanderwegen oder in Skigebieten. Auf www.google.ch/streetview/understand halten wir Sie hierzu stets auf dem aktuellsten Stand. Die in 2021 in der Schweiz aufgenommenen Bilder werden im Juni 2022 veröffentlicht, während die 2022 aufgenommenen Bilder ab ca. November 2022 veröffentlicht werden. Hinweis: Wir setzen oberste Priorität auf den Schutz Ihrer Privatsphäre. Auf allen Aufnahmen machen wir Gesichter und Autokennzeichen vor der Veröffentlichung unkenntlich. Zudem können Sie jederzeit Widerspruch gegen einzelne Aufnahmen einlegen, indem Sie einfach auf den Link «Bild unkenntlich machen etc.» klicken. Oder schreiben Sie uns: Google Switzerland GmbH, Street View, Brandschenkestrasse 110, 8002 Zürich.

Bock | Dienstag, 10. Mai 2022 Ein freiwilliger Entscheid? Gesellschaft Bock-SPLITTER 5 Bis anhin gilt: Wenn eine Person stirbt, muss sie vor ihrem Tod der Organentnahme explizit zustimmen. Mit der Änderung des Transplantationsgesetzes soll nun die Widerspruchsregelung eingeführt werden, bei der jede Person, die zu Lebzeiten nicht widerspricht, automatisch zum Organspender wird. Ein Blick auf die Abstimmung vom 15. Mai. Richard Altorfer ABSTIMMUNGEN SCHAFFHAUSEN Lara Gansser Rund 450 Menschen jährlich haben in den vergangenen fünf Jahren in der Schweiz eines oder mehrere Organe einer verstorbenen Person erhalten. Der Bedarf an Organen ist jedoch deutlich grösser. Dieser Problematik soll eine Änderung des Transplantationsgesetzes entgegenwirken: Wer nach dem Tod keine Organe spenden will, muss dies noch zu seinen Lebzeiten explizit festhalten (Widerspruchslösung). Pro: Randy Ruh PRO NEUHAUSEN Randy Ruh (glp), Einwohnerrat Neuhausen «Bock»: Jährlich sterben Menschen, darunter auch Kinder, weil nicht genug Organe gespendet werden. Wie kann die Änderung des Transplantationsgesetzes dem entgegenwirken? Randy Ruh: Die Änderung des Transplantationsgesetzes führt neu eine Widerspruchslösung ein, welche die aktuelle Zustimmungslösung ersetzt. So werden die rechtlichen Grundlagen ganz klar zugunsten des Organspendens ausgerichtet und damit mehr Leben gerettet. Auch wenn dies nur ein kleiner Schritt ist, bin ich überzeugt davon, dass es das Bewusstsein für die Wichtigkeit eines Organspendeausweises vieler Bewohnerinnen und Bewohner der Schweiz steigert. Die Entscheidungsgewalt mit der neuen Lösung zur Organspende würde weiterhin bei jeder Person selbst bleiben. Der Wille von Personen ist nach deren Tod häufig nicht bekannt. Welche Vorteile bringt die Widerspruchslösung für die Angehörigen mit sich? Ruh: Ja sagen ist aktuell deutlich schwerer als Nein. Verstirbt eine Person, welche sich nicht für oder gegen eine Organspende ausgesprochen hat, NEUES ZU NAMEN Nach fünf Semestern Weiterbildung hat Melanie Decrausaz, Handlungsbevollmächtigte bei der Bovadis Partner Treuhand AG, die Berufsprüfung Fachfrau/Fachmann im Finanz- und Rechnungswesen mit eidgenössischem Fachausweis bestanden. «Wir sind stolz auf Melanie und freuen Anzeige Hindernis Organspendeausweis? Bei der Zustimmungslösung, die aktuell gilt, dürfen einer verstorbenen Person Organe, Gewebe und Zellen nur entnommen werden, wenn von ihr explizit das Einverständnis dazu gegeben wurde. Doch obwohl rund 80 Prozent der Schweizer Bevölkerung einer Organspende positiv gegenüber stehen, füllen nur wenige tatsächlich einen Organspendeausweis aus. Das Hauptziel der Gesetzesänderung: Mehr Leben retten. Das Parlament stimmt der Änderung des Transplantationsgesetzes deutlich zu. Den Nachbarländern folgen? Neu soll also, wie in den meisten Nachbarländern, auch in der Schweiz die Widerspruchslösung gelten: Hat eine Person der Organspende zu Lebzeiten nicht widersprochen, wird davon ausgegangen, dass sie ihre Organe spenden möchte. Die Angehörigen können eine Organspende aber weiterhin ablehnen, wenn sie wissen oder vermuten, dass die betroffene Person sich dagegen entschieden hätte. Sind keine An- werden aktuell und zukünftig deren Angehörige in die Pflicht genommen. Sich im Schock- und Trauerzustand für eine Organspende auszusprechen ist sehr schwer, denn die Organspende ist gesetzlich nicht der Normalfall und niemand möchte allenfalls gegen den Willen der verstorbenen Person entscheiden. Mit der Änderung wird der Normalfall auf ein Ja angepasst. Das entlastet die Angehörigen, wenn die verstorbene Person ihre Haltung zur Organspende nicht deutlich ausgedrückt hat. Im Zweifel würde zukünftig mit Annahme des Transplantationsgesetzes für das Leben entschieden und nicht wie heute gegen das Leben. Das Gegenkomitee argumentiert damit, dass die entsprechenden Informationen nicht an die ganze Bevölkerung gelangen würden und Menschen ohne ihren Willen Organe entnommen würden. Wie kann gewährleistet werden, dass das Recht auf Selbstbestimmung nicht verletzt wird? Ruh: Einer ungewollten Organentnahme wird mittels zwei Punkten vorgebeugt. Erstens wird eine erweiterte Widerspruchslösung eingeführt. Dadurch ist es möglich, dass sich die Angehörigen in unklaren Fällen weiterhin gegen eine Organspende aussprechen können. Die zweite Absicherung besteht darin, dass in einem unklaren Fall, ohne das Ausfindigmachen von Angehörigen, auch keine Organe entnommen werden dürfen. uns mit ihr auf eine weitere langjährige und kompetente Zusammenarbeit», sagt der geschäftsführende Partner Beat Pfistner. Der Schaffhauser Regierungsrat hat Sahana Elaiyathamby als Mitglied des Kantonsrates für den Rest der Amtsperiode gehörigen erreichbar, dürfen keine Organe entnommen werden. Für die Gegnerinnen und Gegner sei die Widerspruchsregelung ein inakzeptables Mittel, weil sie medizin-ethische und verfassungsrechtliche Grundsätze verletze, heisst es im Argumentarium des Abstimmungskomitees «Nein zur Organentnahme ohne Zustimmung». Laut dem Referendumskomitee werde es mit dem neuen Gesetz immer Personen geben, die nicht wissen, dass sie sich gegen eine Organspende aussprechen müssten. So würde hingenommen, dass Menschen gegen ihren Willen Organe entnommen würden, da die entsprechenden Informationen nicht mit Sicherheit an die ganze Bevölkerung gelangen. Dies verletze gemäss den Gegnerinnen und Gegnern das Recht auf Selbstbestimmung und körperliche Unversehrtheit. Kontra: Regula Salathe KONTRA SCHAFFHAUSEN Regula Salathé (EVP), Kantonsrätin «Bock»: In den meisten Ländern Westeuropas gilt die Widerspruchslösung. Warum sollte diese nicht auch in der Schweiz eingeführt werden? Regula Salathé: Wir entscheiden souverän als Schweizerinnen und Schweizer, in deren Verfassung steht, dass der Staat unsere körperliche Unversehrtheit schützen muss. Dieses bisher staatlich garantierte Recht müsste nun aktiv eingefordert werden. Bei einer Annahme der Initiative wäre die Organentnahme nur zulässig, wenn sich die verstorbene Person zu Lebzeiten nicht dagegen ausgesprochen hat. Grundsätzlich kann also weiterhin jeder Mensch frei entscheiden. Wo sehen Sie die Problematik? Salathé: Wie kann der Staat sicherstellen, dass diese Informationen zu jedem Bewohner gelangen und dass wirklich alle diese Thematik verstehen sowie die Möglichkeit hatten, ihren Willen kundzutun? Es kommt mir vor, als müsste ich vor meinem Haus ein Schild aufstellen: Bitte keine Möbel aus meinem Haus nehmen. Aber ich muss keine schriftliche Erklärung abgeben, damit niemand meine Sachen einfach mitnehmen darf – egal, wie 2021 bis 2024 ab 16. Mai als gewählt erklärt. Sahana Elaiyathamby ersetzt den per 15. Mai zurücktretenden Kantonsrat Matthias Frick im Wahlkreis Schaffhausen. Sahana Elaiyathamby war auf der Liste der AL für die Kantonsratswahlen 2020 angetreten und gehört neu der SP-Fraktion an. Per 1. April hat der Wagenhauser Gemeinderat Kaspar Birrer, Ressort Sicherheit, seinen Rücktritt als Präsident der Feuerschutzkommission und somit als zuständige Person für die Wagenhauser Feuerwehr eingereicht. Gemeinderätin Mirjam Leibinger hat sich bereit erklärt, das Amt bis Neu würde bei der Organspende die erweiterte Widerspruchslösung gelten. Bild: lg. Im «Bock» nehmen Randy Ruh (Pro, glp) und Regula Salathé (Kontra, EVP) Stellung zu der Abstimmung vom 15. Mai. viele Leute dringendst mein Sofa oder Bett brauchen. Wenn ich meine Möbel verschenken will, stelle ich sie vor das Haus: Gratis abzugeben. Ich persönlich habe einen Spenderausweis, das war mein Entscheid. Ein gesetzlicher Ablauf, bei dem ich bewusst den Fuss dazwischen halten muss, hat nichts mit Spende zu tun. Rund 80 Prozent der Schweizer Bevölkerung stehen einer Organspende positiv gegenüber, doch nur wenige füllen einen Organspendeausweis aus. Welche Alternative gäbe es Ihrer Meinung nach, die Anzahl an Organspenderinnen und -spendern zu erhöhen? Salathé: Dass sich nur wenige als Spender eintragen lassen, liegt nicht nur an Bequemlichkeit oder Unwissenheit. Dass Schweigen als Ja gewertet wird, ist sehr fragwürdig, da Schweigen juristisch gesehen als Nein gilt. Schweigen kann viele Gründe haben. Zum Beispiel Unsicherheit. Wer weiss denn schon, wo das Leben aufhört und der Tod anfängt? Sterben ist ein Prozess, der nicht einfach mit dem Hirntod abgeschlossen ist. Diese Frage darf man nicht nur medizinisch beantworten. Als Alternative sehe ich, wie von der nationalen Ethikkommission empfohlen, das Erklärungsmodell. Dieses sieht vor, dass die Menschen in der Schweiz regelmässig dazu aufgefordert werden, sich mit der persönlichen Organspende auseinanderzusetzen und ihren Willen in einem Spendenregister kundzutun, wie bei der ID-Verlängerung oder einem Arztbesuch. zum Beginn der neuen Legislaturperiode im Juni 2023 zu übernehmen. Der Gemeinderat wählte sie kürzlich als neue Präsidentin der Feuerschutzkommission. Nach fast zwei Jahrzehnten kann die Kulturbeiz im Haus zur Oberen Stube, gemeinsam mit dem Kulturhaus, im September wiedereröffnet werden. Die neuen Wirtsleute heissen Christa Schneider und Sammy Baer.(shb.) Kari, zwischen demütig und übermütig nach knapp überlebtem Gesundheitscrash: Er habe ein neues Lebensmotto: Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen! Wenn der Staat (Kanton) zu wenig Geld hat (und er hat, wie wir alle, subjektiv immer zu wenig), hat er zwei Möglichkeiten. Eine problematische: Steuererhöhungen, und eine einfache, für die er niemanden fragen muss: Fallen – «Radarfallen». Mit oder ohne bezeichnende Eigennamen wie Klau(s), Nepp(i), Raff(a) oder Mops(i). Schaffhausen hat sich für den einfacheren Weg entschieden. Nein, natürlich hat der Nepp einen seriösen Namen: «Verkehrssicherheit» oder «Lärmbekämpfung». Oder so. Eigenartig: die Eltern biedern sich immer stärker ihren Kindern und Kindeskindern an. Sie reden von Klimaschutz und Migration, lassen sich zum Veganismus bekehren, entdecken die Bedeutung von Sexismus, Genderismus, Feminismus, lernen was LGBQT heisst und kennen das Jugendwort «cringe», selbstverständlich ohne es zu nutzen, weil ihre Teenies das wiederum voll «cringe» fänden. Von daher ist das Stimmrechtsalter 16 eigentlich nur folgerichtig. Andererseits auch überflüssig. Die Eltern stimmen und wählen ohnehin, was ihnen ihre Kinder – oder Enkel – vorgeben. Apropos 16: Warum eigentlich nicht 15? Oder 14? Warum sollen nicht auch Kinder über Kampfjet-Beschaffung, Organtransplantation, Stempelabgaben, eine Schweiz ohne Pestizide und dergleichen Themen mitbestimmen dürfen? Weil sie nichts davon verstehen? Ein mageres Argument, denn das könnte man von 40 Prozent der Erwachsenen ebenso sagen. Aber vielleicht sollten wir die jungen Leute deshalb bis 18 mit dem Politkram in Ruhe lassen, weil sie mit Schule, Lehrern und Berufswahl, mit der Wahl der Disco, des Smartphones, des geilsten Tiktok-Kanals, der angesagtesten Sneakers, mit Mobbing, Gaming, Shopping, Ferien, Freundschaften und erster (und zweiter) Liebe schon genug zu tun haben und wir sie mit Fragen zu Steuergesetzen, Mindestumwandlungssätzen, «Vollgeld» oder Billag-Gebühren getrost verschonen könnten. «Waffen liefern, bis die ganze Welt brennt? Was für ein Wahnsinn!» Sahra Wagenknecht bringt auf zwei Sätze, was 28 prominente Deutsche in einem offenen Brief etwas ausführlicher beklagen. Dass man nicht endlich tut, was ohnehin am Ende jedes Krieges steht: Waffen liegen lassen und verhandeln. Dabei ist die Antwort an Frau Wagenknecht und die besorgten deutschen Intellektuellen, so intellektuell sie auch sein möchten, relativ einfach: «Waffen ja, wenn sie dazu dienen, denjenigen, der die Welt Tag für Tag neu in Brand setzt, genau daran zu hindern.» Denn nicht weil der böse Westen Waffen liefert, brennt die Welt, sondern weil da einer ist, der ums Verrecken nicht aufhören wird zu zündeln, bis eben … die ganze Welt brennt. Der dumme Spruch am Ende: Man sollte nicht alles über eine Schere kämmen. Anzeige IHR TOYOTA & LEXUS SPEZIALIST Beringen-Enge • 052 630 10 10 • engebrunnen.ch

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