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Bock E-Paper 2022 KW24

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wir gratulieren den kadetten schaffhausen Bock | Dienstag, 14. Juni 2022 Die Kadetten reisen mit und fahren sehr gut! Rattin AG Tel. 052 633 00 00 Zollstrasse 95 8212 Neuhausen am Rheinfall www.rattin.ch info@rattin.ch Fax 052 633 00 01 scheffmacher scheffmacher www.scheffmacher.com www.scheffmacher.com Die Kadetten verstehen es meisterhaft, mit Teamwork ihre Ziele zu erreichen – wir gemeinsam mit Ihnen auch! Büro Altstadt: Herrenacker 15 Büro Breite: Hohlenbaumstrasse 157 052 624 11 02 | www.bovadis.ch WIR GRATULIEREN DEM SCHWEIZERMEISTER 2022. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH AN DIE KADETTEN SCHAFFHAUSEN. Hutter Dynamics AG Schaffhausen 8207 Schaffhausen hutterdynamics.ch Hutter Dynamics AG 8404 Winterthur hutterdynamics.ch

Bock | Dienstag, 14. Juni 2022 wir gratulieren den kadetten schaffhausen «Wechsel bringen neue Chancen» Im Interview spricht Kadetten-Präsident Giorgio Behr über die Überlegenheit der Kadetten sowie die Relevanz der Nachwuchsförderung. HANDBALL SCHAFFHAUSEN «Bock»: Giorgio Behr, die Kadetten Schaffhausen sind zum 12. Mal Schweizer Meister. Darüber sind Sie sicher sehr erfreut? Giorgio Behr: Nach viel Pech mit Verletzungen und Punkteverlusten in letzter Sekunde trotz starken Leistungen im Herbst in der EHF European League kam unser Team immer besser in Fahrt. 14 Punkte mehr als der Zweite der Qualifikationsrunde Winterthur, Sprung in die Top-8 Teams der EHL, die ein höheres Niveau aufweist als früher die C/D Gruppen der Champions League, haben die Stärke der Kadetten Ausgabe 2021/22 eindrücklich unterstrichen. In der Finalserie hat mich der starke Auftritt vor 2000 Zuschauern (ausverkauft) in Winterthur beeindruckt. Top international und dominierend national waren die Kadetten schon lange nicht mehr. Wie erklären Sie sich diese Überlegenheit? Behr: Die langjährige Aufbauarbeit mit den vielen Elite-Teams bei den Kadetten Junioren und dem extrem jungen Espoirs Team in der NLB, mit Marco Lüthi als wichtigem Trainer und Koordinator der Nachwuchsförderung, haben die Anzahl an Talenten, die den Sprung in die Spitze dann auch schaffen, stark erhöht. Nächstes Jahr spielen übrigens Spieler aus der Kadetten Schule in sieben oder acht von zehn NLA- Teams – unglaublich, was wir hier für den Schweizer Handball leisten! Dieses Jahr konnten wir mit den vielen Schaffhausern im NLA-Team selber davon profitieren. In der Kombination mit ausländischen Cracks ergab dies eine unschlagbare Mischung. 12 Meistertitel und seit 1999 insgesamt 34 nationale Titel – das kann nicht nur an der Talentförderung liegen? Behr: Wir haben in den letzten Jahren darauf geachtet, dass jede Position mit mindestens zwei starken Spielern besetzt werden «Top international und dominierend national waren die Kadetten schon lange nicht mehr», so Kadetten-Präsident Giorgio Behr mit Blick auf die vergangene Saison. Bild: Daniel Küttel konnte, Schlüsselpositionen wie der Innenblock der Abwehr sogar mit drei oder vier. Wir haben schlanke Strukturen auf der Geschäftsstelle, wo Tanja Knoblauch seit Jahren sehr eigenständig Administration und Gesamtorganisation meistert, Vittoria Prince das Marketing diszipliniert und konsequent handhabt und David Graubner so – zusätzlich zu seiner Rolle als Geschäftsführer der Gemeinnützigen Stiftung Schweizersbild mit dem Campus und den Trainingsanlagen für eine Vielzahl von Sportarten, für Jugend- und Breitensport in der BBC Arena – genügend Zeit für seine Aufgabe als Manager der 1. Mannschaft hat. Da Vanessa Lüthi als Leiterin der Geschäftsstelle der Stiftung und eine Vielzahl von Helferinnen und Helfern bei den vielen Events, den oft bis zu 30 Heimspielen je Saison mit anpacken, können wir den grössten Teil der Gelder unserer Werbepartner, Sponsoren und Mitglieder der verschiedenen Gönner-Vereinigungen direkt für die NLA- und die NLB-Mannschaft einsetzen. Zudem bezahlen wir nicht einigen Cracks viel, den andern nichts – wir haben ein Salär-Konzept, das der Erfahrung und dem Leistungsausweis, national sowie international, Rechnung trägt. Die Abwehr, im Verbund mit dem Torwart, und die Führung des Angriffsspiels sind gemäss Experten wichtige Erklärungen für die überragenden Leistungen in dieser Saison. Nun gehen aber sechs Akteure – muss man nun wieder bei Null beginnen? Behr: Der Abgang unserer Eigengewächse Küttel, Gerbl, Schelker und Zehnder tut natürlich weh – wir sind aber auch stolz auf diese Entwicklung. Zusammen mit Lucas Meister und Nikola Portner, der ja erst bei den Kadetten den grossen Sprung schaffte, haben wir neu fünf «eigene» Spieler in der deutschen Bundesliga – kein anderer Schweizer Verein hat das je geschafft. Aber klar – unser Trainer hat eine grosse Herausforderung zu meistern. Die Erwartungen sind nicht kleiner geworden. Doch die neuen Regeln, nur noch vier Zuspiele bei angesagtem «Zeitspiel» sowie die Möglichkeit, neu irgendwo im Mittelkreis mit drei Meter Durchmesser nach einem erhaltenen Tor wieder anzuspielen, sprechen für Veränderungen im Kader. Einerseits wird das Auswechseln zwischen Angriff und Abwehr fast unmöglich. Andererseits benötigen wir andere Eigenschaften der Rückraumspieler für die nur noch kurze Phase im Zeitspiel. Daher haben wir bei den Neuverpflichtungen darauf geachtet, dass wir Spieler holen, die vorne und hinten stark sind. Zudem hatten wir auf der rechten Angriffsseite «Luft nach oben». Spieler wie Marvin Lier oder Nacho Biosca zeigten in ihren früheren Vereinen Pfadi Winterthur und Ademar Leon hervorragende Leistungen über ganze Saisons – sie werden die Chance mit dem Wechsel des Partners auf ihrer Position nutzen. Gut möglich also, dass nach einer gewissen «Einlaufphase» die Mannschaft noch stärker sein wird. Sie feiern in ihrem 30. Jahr als Präsident den 34. Titel – man nennt sie auch Denker und Lenker der Kadetten Handballbewegung. Was dürfen wir in den nächsten Jahren noch erwarten? Behr: Mit Bezug auf das NLA-Team arbeiten David Graubner und ich bereits am Kader der Saison 2023/24 und auch darüber hinaus. Wir haben viele junge Spieler, die zum Teil nur leihweise in anderen Top-Vereinen Erfahrung sammeln. David Hrachovec, eine der Entdeckungen der NLA in dieser Saison gehört dazu, der Hüne Mats Hirt, der nach Bern wechselt, Nicolas Waldvogel, der neu im NLA-Kader der Kadetten steht, die beiden Rechtsaussen Levin Wanner in Kriens, Sadok Ben Romdhane neu bei Otmar, On Langenick bei Kriens, Mehdi Ben Romdhane – zurück bei uns – und andere mehr. Zudem wird das NLB-Team auf einige neue, ganz junge Talente zählen können, die für die Zukunft viel versprechen. Ich bin überzeugt, dass der eine oder andere nun im Ausland tätige Kadetten Spieler wieder zu uns stossen wird. Die tollen Zuschauerzahlen gegen Plock und im letzten Spiel gegen Winterthur mit 2500 und mehr Fans in der BBC-Arena sind erst ein Beginn – wir hoffen, dass die Begeisterung für den attraktiven Handballsport mit den vielen Live-Übertragungen im SRF wächst. Zusammen mit erfolgreichen Schaffhauser Teams wie dem FCS, dem VC Kanti, dem Tischtennis Club oder dem EHCS, auch dem SCS – Clubs mit denen wir gut zusammenarbeiten, beispielswiese auch im Meetingpoint – sind wir wichtige und erfolgreiche Botschafter für die Randregion im Norden der Schweiz. Das wollen wir weiter vorantreiben, wenn immer möglich mit tollen Leistungen bei den Junioren, neu – auch hier zusammen mit den anderen Schaffhauser Clubs Gelb-Schwarz, Pfader Neuhausen, KJS und HV Thayngen – bei den Juniorinnen und Damen und mit den Espoirs sowie dem Team in der Quickline Handball League. Schön wäre es natürlich, wenn wir nicht nur den Titel als Schweizer Meister verteidigen, sondern erneut international für Furore sorgen würden. Die Unterstützung durch die Schaffhauser Medien wird auch viele Leute zurück oder neu in die BBC-Arena bringen. Der kostenlose Eintritt für Leute unter 25 Jahren sowie die Besuche von Schulen und Vereinen bei den Kadetten-Spielen sorgen für immer mehr Fans in der BBC-Arena und somit für tolle Events, die man nicht verpassen darf! (shb.) Kadetten-Präsident Giorgio Behr (l.) bei der Verabschiedung von Dimitrij Küttel. Bild: lg. Herzliche Gratulation zum Meister-Titel Wir freuen uns auf die nächste Saison Herzlichen Glückwunsch zur gewonnen Schweizer Meisterschaft

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