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Bock E-Paper 2022 KW25

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4 Anzeigen Anzeigenannahme: Verlag Bock AG | Telefon: 052 632 30 30 www.schaffhausen24.ch | Mail: info@bockonline.ch Bock | Dienstag, 21. Juni 2022 veranstaltungen GESCHICHTEN HÖREN – ZUM ANKOMMEN Mittwoch 22. Juni, 18 Uhr Hofackerzentrum Buchthalen Arabisch, Deutsch, Französisch, Persisch, Spanisch, Tibetisch. Eine Flamenco Tanzinszenierung von Flamenco LaDina flamenco-alpha.ch 19 Uhr Musik und Apéro. Gratis, Für Erwachsene & Schulkinder. Stadttheater Schaffhausen 02.07. Bernhard Theater Zürich 27.08. Theater National Bern 03.09. Schaffhauser Menschenrechtstage ALPHA_Ins_112x45mm.indd 1 31.05.22 12:57 Diverses FÜR VIELFALT IN KLASSISCHER MUSIK – VOM KLAVIERREZITAL BIS ZUM SINFONIEKONZERT. NEUE SAISON 22/23 Sichern Sie sich jetzt Ihr Konzertabonnement für die neue Saison. Alle Infos und Konzert-Highlights finden Sie unter: www.schaffhausen-klassik.ch NÄCHSTES KONZERT ROMEO & JULIA 7. SCHAFFHAUSEN KLASSIK KONZERT SO | 26. JUN | 19.30 UHR St Johann, Schaffhausen COLLEGIUM MUSICUM BASEL Fazil Say, Klavier Annedore Neufeld, Leitung www.schaffhausen-klassik.ch SAPHIR Ankauf von Goldschmuck, Münzen, Vreneli, Altgold, Zahngold, Luxusuhren, Besteck, Silber, Zinn Obergasse 29, 8400 Winterthur Tel. 052 203 09 78 shop@altingold.ch www.altingold.ch seit 2001 Mittagsgespräche zwischen dem Schaffhauser Moderator und Comedian Yves Keller sowie Schweizer Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Kultur oder Sport Der schönste Bio-Bauer der Schweiz: Renzo Blumenthal, seines Zeichens Mister Schweiz 2005, Model, Moderator, Landwirt und Unternehmer. So produziert Renzo zum Beispiel auch Bio-Strom: Die Dächer seiner Wirtschaftsgebäude sind vollflächig mit Solarpanels belegt, ebenso ein Teil des Dachs seines Wohnhauses. Mit dieser Photovoltaik-Anlage liefert Renzo aktuell Strom für 15 Haushalte. Als Bio-Bauer legt Renzo Blumenthal Wert auf nachhaltige Landwirtschaft und respektvolle Tierhaltung. Die wertvollen Rohstoffe verarbeitet er nach der Ernte eigenhändig zu delikaten Produkten. Datum: 7. Juli 2022 ab 11.45 Uhr Programm: 12 bis 12.30 Uhr Talk Ab 12.30 Uhr Mittagslunch und Networking Eintritt: CHF 15.– inkl. Lunch und Getränke Meetingpoint Schaffhausen Haus zur Wirtschaft Herrenacker 15 8200 Schaffhausen Anmeldungen unter: info@meetingpoint-sh.ch

Bock | Dienstag, 21. Juni 2022 5 wirtschaft Virtuelle welt als Hilfsmittel Anhand von Mixed Reality Brillen den Arbeitsablauf effizienter gestalten, die BBC Bircher Automation (BBC Group) stellte eine neue Technologie vor. INDUSTRIE BERINGEN Salome Zulauf Mit sogenannten Mixed Reality Brillen den Arbeitsalltag in der Industrie vereinfachen – diesen Ideenansatz stellte die BBC Bircher Automation (BBC) am vergangenen Mittwoch in Beringen vor. Unter dem Thema Einsatz von Mixed Reality Brillen in der Industrie informierten Manuell die Teile in die Schranksysteme einzubauen ist mit der neuen Technologie und den nötigen Hilfsmitteln um einiges einfacher. die Verantwortlichen die Mitglieder der Industriegruppe Klettgau (IGK) über ihr Projekt und dessen aktuellen Status. Mit insgesamt 160 Mitarbeitenden, darunter 140 in Tschechien, deckt die BBC Bircher Automation von kundenorientierten Beratungen bis zur Inbetriebnahme von komplexen Produktionsanlagen diverse Dienstleistungen in insgesamt 15 Ländern ab. Nach einer kurzen Vorstellung des Unternehmens wurden anschliessend zwei Arbeitsprozesse präsentiert, welche es den Mitarbeitenden ermöglichen sollen, ihre Tätigkeiten effizienter und einfacher auszuführen. Mit einer sogenannten Hololens, einer Brille mit integrierter Hologramm- Funktion, und dem Label Processing Center wurden anschliessend die fortgeschrittenen Technologien vorgestellt und in zwei darauffolgenden Workshops direkt vorgeführt. schwierige lage am finanzund immobilienmarkt Die Schaffhauser Kantonalbank lud vergangene Woche zu ihrem traditionellen Immobilien-Event ein. Ziehen nun Gewitter am Finanz- und Immobilienhimmel auf? IMMOBILIEN SCHAFFHAUSEN Gabriella Coronelli Vergangene Woche fand der 14. Immobilien-Event der Schaffhauser Kantonalbank statt. Die Gastgeberin begrüsste im Stadttheater Schaffhausen über 350 Immobilieninteressierte. Der Anlass mit dem Motto «Wetterleuchten am Horizont. Droht ein Unwetter an den Finanz- und Immobilienmärkten?» schien auf eine grosse Nachfrage zu stossen. Martin Vogel, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Schaffhauser Kantonalbank, band den Leitgedanken der Veranstaltung in seine Begrüssungsrede ein und bekräftigte: «Am Horizont braut sich einiges zusammen». Mögliche Erklärungen für die aktuellen Wetterphänomene am Finanz- und Immobilienhimmel, aber auch denkbare Zukunftsaussichten überliess Martin Vogel den drei referierenden Experten. Wandel zu einer klimaneutralen Welt Mirjam Staub-Bisang, Länderchefin BlackRock Schweiz, ging als erste Referentin auf das Thema Nachhaltigkeit im aktuellen Anlageumfeld ein. Insbesondere auf die Frage, welche Chancen in diesem Kontext anzutreffen sind. «In diesem Umfeld zu navigieren, ist momentan sehr schwierig. Erstaunlich ist jedoch, dass der Zug der Nachhaltigkeit, der vor wenigen Jahren losgefahren ist, nicht mehr stillsteht», so die promovierte Juristin. Das Netto-Null- Ziel 2050 sei ehrgeizig und mittlerweile gehe es nicht mehr darum, ob diese Verpflichtung erreicht werden soll, sondern wie sie erreicht wird. Klimarisiken würden genauso wie eine Inflation als Anlagerisiko gewichtet werden. Unternehmen würden sukzessive ihre Prozesse den definierten Klimazielen anpassen müssen. Für die Erreichung dieser Klimaziele seien viele Investitionen notwendig. Und in diesem Zusammenhang würden sich auch enorme Anlagechancen ergeben. Steuersenkungen in Sicht? Unterschiedlicher Auffassung war der zweite Referent. Reiner Eichenberger ist Professor für Finanz- und Wirtschaftspolitik an der Universität Freiburg und Forschungsdirektor des CREMA (Center for Research in Economics, Management and the Arts). Das von seiner Vorrednerin erläuterte Klimarisiko interpretierte Reiner Eichenberger anders: Nicht das Klimarisiko sei das Problem, sondern die damit verbundene schlechte und teure Klimapolitik. «Es braucht einen vernünftigen Mit sogenannten «Airtaps» kann die arbeitende Person die Arbeitsschritte mit der Brille bestätigen und mit dem nächsten Arbeitsschritt fortfahren. Bilder: Salome Zulauf Arbeitsprozess vereinfachen «Wir wollen unseren Kundinnen und Kunden ein komplettes Paket an Dienstleistungen anbieten, dazu gehört auch ein effizienter Arbeitsablauf unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter», erklärt Stefan Meier, Verkaufs- und Marketingleiter. Früher mussten diese Arbeitsschritte alle manuell ausgeführt werden, was sich als sehr mühsam und zeitaufwendig erwies. «Suchen, einsetzen und in der Tabelle abstreichen – das war das frühere Prinzip, welches den Arbeitsalltag prägte», ergänzt der Verantwortliche weiter. Heute können mit Hilfe des realisierten Projekts diese Arbeitsschritte in der Industrie vereinfacht und effizienter umgesetzt werden. Mit einem Projektor, welcher ein Raster auf die Arbeitsfläche projiziert, einem Scanner, mit welchem die Bauteile gescannt werden, und dem entsprechenden Schaltkasten, in welchem anschliessend alle Teile verbaut werden, kann heute mit Unterstützung von Software die Arbeit einfacher verrichtet werden. Das Label Processing Center als neuster Bestandteil ist für die effiziente Etikettierung der Bauteile konzipiert. Mit Hilfe von Laserlinien kann genau positioniert werden, das LPC druckt die benötigte Etikette und klebt sie mit einem Applikator auf das Bauteil. «Ein Ziel der Innovationen ist, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und das Wachstum durch Automation und prozessoptimier- te Arbeitsabläufe zu bewältigen.», so der Verantwortliche am Anlass. Virtuelle Unterstützung Mit dem Einsatz einer Mixed Reality Brille soll das Einsetzen von Bauteilen in den Schaltkasten einfacher und effizienter gestaltet werden. «Das Spezielle an diesen Brillen ist, dass sie nicht wie eine gewöhnliche VR-Brille funktionieren», erklärt Rolf Vetter, Leiter Operations Schweiz. «Die reale Umgebung wird trotz der aufgesetzten Brille immer noch wahrgenommen. So wird die Realität mit dem Virtuellen verknüpft und nicht voneinander getrennt.» Mit den verschiedenen Anweisungen der programmierten Brille weiss der Mitarbeitende genau, welche Arbeitsschritte als nächstes drankommen und kann die Komponente korrekt in den Schaltkasten einsetzen. Mit einfachen Handbewegungen kann anschliessend der Arbeitsprozess nach jedem eingesetzten Bauteil bestätigt und mit dem nächsten Schritt fortgefahren werden. So soll in Zukunft die Möglichkeit bestehen, mit Hilfe der virtuellen Welt spezifische Arbeitsschritte in der Industrie zu unterstützen, zu fördern und effizienter zu gestalten. Die Vortragenden Donato Scognamiglio, Mirjam Staub-Bisang und Reiner Eichenberger (v. l.) beantworten am Immobilien-Event Fragen aus dem Publikum. Bild: Gabriella Coronelli Preis für CO2-Emissionen. Gleichzeitig müssen die anderen Steuern herabgesetzt werden», so der Experte in seiner Rede. Im weiteren Verlauf ging er auf die Immobilienwirtschaft ein. «Die Meinung, dass eine grosse Zuwanderung für die Immobilienwirtschaft gut sei, ist falsch», so Reiner Eichenberger weiter. Grosse Zuwanderungen würden zu einem Überfüllungseffekt führen und die Kosten in die Höhe treiben. Das Bevölkerungswachstum sei generell eines der grössten Risiken und müsse in der Schweiz dringend angegangen werden. Verlagerung in ländliche Regionen Donato Scognamiglio ist der Chef der Immobilienberatungsfirma IAZI AG und Titularprofessor der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Bern. «Die Immobilienpreise sind während der Pandemie mangels Alternative durch die Decke gegangen. Corona war die beste Standortförderung für ländliche Regionen», macht Donato Scognamiglio deutlich. Im Kanton Schaffhausen sei das Preis-/Leistungsverhältnis nach wie vor sehr attraktiv. Er gehe davon aus, dass im Kanton Schaffhausen Wohneigentum nach wir vor ein gefragtes Gut bleibe. Doch nicht nur die Corona-Situation, sondern auch weitere Faktoren wie Inflation und steigende Zinsen hätten bedeutende Effekte auf die Immobilienbranche, und nicht nur: weitere zahlreiche Lebensbereiche wären ebenso betroffen. Bock-SPLITTER Anzeige Richard Altorfer Kari, etwas neidisch: Freie Marktwirtschaft ist, wenn Indien bei den Russen billig Öl einkauft (weil es niemand sonst abnimmt) und es teuer an die Europäer verhökert (weil die sonst zu wenig davon haben). Das Schwierigste bei guten Ideen und Taten: Erst mal darauf kommen! (Das Zweitschwierigste: sie umsetzen.) Beispiel? Eine Altersheimleitung («Wiesli»), die für ihre Bewohner und Bewohnerinnen einen Harley-Davidson-Ride organisiert und Bikern, Oma (oder Opa) und sich selber Freude bereitet. Putinwitze sind erstaunlich selten. Aber voilà: Putin ist gestorben, darbt in der Hölle, erhält aber nach einem Jahr wegen guter Führung Ausgang. Er reist sofort nach Moskau, bestellt in einer Bar einen Wodka und fragt den Barkeeper: Gehört die Krim uns? – Sicher. – Und der Donbas? – Auch unser. – Und Kiev? – Gehört ebenfalls uns. Wladimir Putin grinst zufrieden, trinkt aus und fragt: Wieviel macht’s? – Fünf Euro! (Übrigens: Onkel Hugo hat den Witz auch nicht auf Anhieb begriffen …) «Geiz ist geil» ist die Heilsbotschaft der Konsumentenvertreter. Politisch wird sie ergänzt durch die Losung «Neid ist geil». Sie wird allerdings nicht so genannt. Bei den Linken verwendet man dafür lieber den Begriff «Gerechtigkeit». Kennen Sie «Dust Bowl»? Der Begriff beschreibt den Zustand des fruchtbaren Mittleren Westens, der Kornkammer der USA, Mitte der Dreissigerjahre, die Jahre 1935 bis 1938 nach der katastrophalen Weltwirtschaftskrise, als eine anhaltende Dürre die Gegend verwüsten liess und – daher der Name – in eine riesige Staubschüssel verwandelte, in der Stürme die ehedem fruchtbare Erde tausendtonnenweise nach Osten verfrachteten. 15 Prozent der Einwohner Oklahomas und anderer Staaten flüchteten – in Regionen, in denen es auch keine Arbeit gab. Die Dürre war teils selbstverschuldet (Umpflügen des Präriegrases), teils meteorologischer Zufall. Könnten auch aus Teilen Europas «dust bowls» werden? Es wird schliesslich rekordheiss und trocken. Manche befürchten bereits einen Sommer wie 2003. Sie erinnern sich: man konnte den Rhein an manchen Stellen zu Fuss überqueren, Ventilatoren und Klimageräte waren ausverkauft, die Äschen verendeten zu tausenden. Droht uns wieder so eine Hitze? Und dazu eine neue Omikron-B-irgendwas- Welle? Als Zugabe ein Mangel an Öl, Gas, Strom? Und obendrauf eine Inflation, die unser Geld wegfrisst? Nicht unmöglich. Schliesslich besagt Murphys’s Law, dass alles, was schief gehen kann, auch wirklich schief geht. Aber seien wir mal optimistisch. Vielleicht wird’s einfach ein schöner warmer Sommer und wir geniessen keine Staub-, sondern die eine oder andere Beeren-, Kiwi- oder Bier-Bowle. Der dumme Spruch am Ende: Tote Vögel fliegen nicht. IHR TOYOTA & LEXUS SPEZIALIST Beringen-Enge • 052 630 10 10 • engebrunnen.ch

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