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Bock E-Paper 2022 KW39

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Schaffhausen 12

Schaffhausen 12 Fellnasen & CO. Bock | Dienstag, 27. September 2022 Naturphänomen Vogelzug im Wandel In diesen Wochen findet der Zug von Milliarden von Vögeln statt. Kaum ein Phänomen zeigt uns deutlicher, wie sehr wir mit der Welt verbunden sind. Am Wochenende vom 1. und 2. Oktober erhalten Interessierte unter fachkundiger Leitung von BirdLife-Sektionen Einblick in das faszinierende Naturwunder. Beobachtungsstände gibt es an über 50 Orten in der ganzen Schweiz. SONDERSEITE SCHWEIZ Birdlife Schweiz Der Vogelzug hat schon im Sommer begonnen. Zu den ersten Arten, die unser Land verlassen, gehören die Mauersegler, der Kuckuck oder auch der Schwarzmilan. Aktuell sind es gerade viele Kleinvögel wie Finken oder Drosseln, die in Schwärmen unser Land überfliegen. Noch bis vor wenigen Jahren zählten auch die Stare zu den Arten, die sich ab September wieder auf die Reise gegen Süden aufgemacht haben. Viele von ihnen tun es immer noch – allerdings haben sie im Zuge der stetig milderen Winter ihre Routen gekürzt; einige bleiben gar über Winter in ihrem Brutgebiet, hier bei uns in der Schweiz. Verschiebungen ganzer Artenvorkommen Anpassungen an die sich rasch ändernden Bedingungen sind auch bei anderen Vogelarten zu beobachten. Die Mönchsgrasmücken ziehen heute statt nach Spanien oder Nordafrika nach Grossbritannien, wo eine erfolgreiche Überwinterung dank des immer milderen Klimas möglich ist. Wärmeangepasste Arten wie der Bienenfresser oder der Wiedehopf breiten sich mit einer Geschwindigkeit von 2 bis 20 Kilometern pro Jahr immer weiter nach Norden aus. Dabei vergrössert sich nicht zwangsläufig das Verbreitungsgebiet. Inwiefern Trockenheit im Süden und Osten ein Ausweichen notwendig macht, wird sich in den kommenden Jahrzehnten zeigen. Sicher ist, dass es langfristig zu massiven Verände- rungen der Verbreitungsgebiete aller Arten kommen wird. Viele Arten werden dabei einstige Lebensräume verlieren. Die Klimaveränderung betrifft derzeit bereits ein Drittel der weltweit bedrohten Arten. Eine Literaturstudie von BirdLife International zeigt, dass knapp ein Viertel von 570 untersuchten Vogelarten negativ und nur 13 Prozent positiv vom Klimawandel beeinflusst werden. Beobachtungsstände in rund 45 Ländern Fast so unbemerkt wie die Flugbewegungen von Milliarden von gefiederten Individuen finden in der breiten Wahrnehmung auch die klimabedingten Veränderungen statt. Mit den internationalen Zugvogeltagen EuroBirdwatch will BirdLife Internati- onal auf den Vogelzug und die Bedürfnisse und Nöte der Vögel aufmerksam machen. In rund 45 Ländern veranstalten die Bird- Life-Partner am Wochenende vom 1. und 2. Oktober hunderte Veranstaltungen und Beobachtungsstände. An letzteren werden die durchziehenden Vögel auch bestimmt und gezählt. In der Schweiz stehen rund 50 solche Beobachtungsstände dem breiten Publikum offen; organisiert werden sie von den lokalen BirdLife-Sektionen. Die Vogelbeobachtung ist für viele Menschen ein eindrückliches und unvergessliches Erlebnis, das helfen kann, Zusammenhänge zu verstehen. Alle BirdLife-Beobachtungspunkte in der Schweiz sind unter birdlife.ch/birdwatch zu finden. Der Bienenfresser wandert immer weiter gegen Norden, da seine ursprüngliche Heimat zu heiss und zu trocken wird. Bild: Michael Gerber Am EuroBirdwatch können sich Interessierte unter fachkundiger Leitung ein eigenes Bild vom Naturphänomen Vogelzug machen. Bild: Eva Inderwildi Ihr Haustier wird es lieben: Die Fressnapf-Fachmärkte in Erzingen und Jestetten 10% Rabatt auf Ihren Einkauf* Die Fressnapf-Fachmärkte der Wieland GmbH Laufenburg Tiengen Erzingen Jestetten Laufenpark 10, 79725 Laufenburg Carl-Zeiss-Straße 8, 79761 WT-Tiengen Am Güterbahnhof 2, 79771 Klettgau Schaffhauser Str. 43, 79798 Jestetten *Rabatt-Coupon ausschneiden und bitte vor dem Kassiervorgang an der Kasse abgeben, da sonst der Rabatt nicht gewährt werden kann. Rabattwerte sind nicht addierbar und gelten nicht auf anderweitig rabattierte Waren. Pro Person kann nur ein Coupon eingelöst werden. Ausgenommen vom Rabatt sind Zeitschriften, Bücher, längerfristige Coupon-Aktionen, bereits reduzierte Waren, Geschenkkarten, Pfand. Rabatt-Coupon nur bis zum 30.10.2022 in den o. g. Fressnapf-Fachmärkten der Wieland GmbH einlösbar. Hund und Herbst PR/KOLUMNE SCHAFFHAUSEN Chantal Dossenbach Wenn der Herbst sich von seiner goldigen Seite zeigt, die Temperaturen sinken und die Luft frischer ist, kann man mit dem Hund stundenlang auf den mit Blättern bedeckten Wegen laufen. Vielleicht plant man noch einen kleinen Zwischenstopp an einer Grillstelle ein, und da sollte auch an den Hund gedacht werden. Am besten nimmt man eine wasser- oder feuchtigkeitsresistente Decke mit. Die Hunde können schnell auskühlen, wenn sie auf dem Waldboden liegen. Natürlich kann man auch in den Bergen wandern gehen. Die richtige Ausrüstung ist auch da das A und O. Ein gut sitzendes Hundegeschirr wäre empfehlenswert. Eine Überlegung wert ist auch ein Erste-Hilfe-Set für kleinere Verletzungen. Und wenn einem schon alle Wanderrouten zum Hals heraushängen, wäre vielleicht ein Hundemilitary etwas. Ein Hundemilitary ist eine Art Postenlauf für Hund und Halter. In der Regel geht der Weg durch den Wald und übers Feld. Dabei kommt man an diversen Posten vorbei, die entweder der Hund oder der Halter bestreiten muss. Für jeden Posten bekommt man Punkte. Am Schluss gibt es dann einen Einheitspreis. Falls Sie Interesse hätten, in diesem Herbst an solch einem Military mitzumachen, findet am Sonntag, 16. Oktober eines auf dem Griesbach in Schaffhausen statt. Anmeldungen sind unter www.wau-effekt.ch/Anmeldung möglich. In den Herbstferien kann man mit dem Hund auch verreisen, aber man sollte sich frühzeitig informieren, was das Bestimmungsland für Vorschriften hat. In den meisten Ländern braucht es eine Tollwutimpfung und zum Teil auch einen Maulkorb. Auch die Reise will sorgsam geplant sein. Am besten sichert man den Hund während der Fahrt in einer Aluhundebox. Am Ferienort angekommen ist es wichtig, dem Hund das «Zuhause auf Zeit» so angenehm wie möglich zu gestalten. Das heisst, ein Hundebett, welches er schon kennt, aufzustellen und eventuell noch sein Lieblingsspielzeug dazuzulegen. Wird dann noch an die vorher richtig abgestimmte Menge Futter gedacht, kann den entspannten Ferien nichts mehr im Wege stehen. Wau-Effekt, Lochstrasse 14, 8200 Schaffhausen Tel. 052 640 11 11, Mail: info@wau-effekt.ch wau-effekt.ch Wau-Effekt Schaffhausen 24h ONLINESHOP Die Hunde- und Katzenboutique wau-effekt.ch Nachhaltig. Persönlich. www.wau-effekt.ch/shop Wau-Effekt • Lochstrasse 14 • 8200 Schaffhausen Telefon +41 52 640 11 11 • info@wau-effekt.ch • www.wau-effekt.ch @WauEffektSchaffhausen @waueffektschaffhausen Wau-Effekt

Publireportage altra Schaffhausen, Mühlenstrasse 56, 8200 Schaffhausen Tobias Schlagenhauf (links), ehemals altra, arbeitet heute bei der Phoenix Mecano AG. Bilder: zVg. Wahlmöglichkeiten schaffen Menschen mit einer Beeinträchtigung Teilhabe im ersten Arbeitsmarkt zu ermöglichen, ist ein Angebot der altra schaffhausen. Ein Job-Coaching bietet neu für alle Involvierten die notwendige Betreuung während des gesamten Prozesses. PUBLIREPORTAGE SCHAFFHAUSEN Die Schweiz hat 2014 die UNO-Behindertenrechtskonvention (UNO-BRK) ratifiziert und in Kraft gesetzt. Mit der Unterzeichnung der Konvention verpflichtet sich die Schweiz, die Gewährleistung der im Abkommen enthaltenen Menschenrechte umzusetzen. Konkret: Hindernisse beheben, mit denen Menschen mit einer Beeinträchtigung konfrontiert werden, die Menschen gegen Diskriminierung zu schützen und ihre Gleichstellung in der Gesellschaft zu fördern. Für die Umsetzung der Konvention sind in der Schweiz der Bund, die Kantone und die Gemeinden zuständig. Dabei spielen die Kantone eine führende Rolle. In der UNO-Behindertenrechtskonvention ist unter anderem auch die Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigung im ersten Arbeitsmarkt enthalten. Daraus resultiert das Angebot des Job-Coachings der altra schaffhausen. Aus Pilotprojekt entstand festes Angebot Jens Förster ist Job Coach für Inklusionsarbeitsplätze bei der altra schaffhausen. Als Inklusionsarbeitsplätze werden geschützte Arbeitsplätze auf dem ersten Arbeitsmarkt für IV-Rentenbeziehende bezeichnet. In Zusammenarbeit mit dem kantonalen Sozialamt unterstützt die altra ihre Mitarbeitenden mit IV-Rente (nachfolgend Mitarbeitende genannt), die den Wunsch äussern, im ersten Arbeitsmarkt Fuss zu fassen, jedoch weiterhin auf einen geschützten Rahmen angewiesen sind. «Als Job Coach unterstütze ich unsere Mitarbeitenden und Arbeitgebende vom Erstgespräch bis zur Integration während des gesamten Arbeitsprozesses und darüber hinaus», erklärt der Arbeitsagoge. Er ist die erste Ansprechperson, wenn altra-Mitarbeitende den Wunsch nach einer Veränderung am Arbeitsplatz äussern oder Arbeitgebende einen Inklusionsarbeitsplatz anbieten möchten. «Mit diesem Angebot wird eine Wahlmöglichkeit offeriert. Mitarbeitende, die sich für eine Stelle im ersten Arbeitsmarkt interessieren, können auf freiwilliger Basis dieses Angebot nutzen». 2017 startete das Angebot als Pilotprojekt und seit 2019 ist es ein fester Bestandteil der altra. Damit das Angebot in der altra noch weiter ausgebaut werden kann, wurde ab Januar 2022 zusätzlich die Stelle «Job Coach Inklusionsarbeitsplätze» geschaffen. Begleitung und Betreuung Das Angebot richtet sich an altra-Mitarbeitende, die sich eine Anstellung auf dem ersten Arbeitsmarkt wünschen. «In einem Erstgespräch wird gemeinsam mit dem Mitarbeitenden ermittelt, in welche Richtung es gehen könnte», klärt Jens Förster auf. Die zentralen Fragen bei diesem Gespräch drehen sich um Vorstellungen, Wünsche, Erfahrungen und Fähigkeiten des Mitarbeitenden. Der Job Coach sucht anhand der Erkenntnisse aus dem Erstgespräch nach einer passenden Stelle. Sobald er fündig geworden ist, kommt es zu einem Erstkontakt zwischen Arbeitgebendem und Job Coach. «Gemeinsam mit dem Arbeitgebenden werden Rahmenbedingungen vor Ort besprochen und die zu erledigende Arbeit auf ihre Machbarkeit für unsere Mitarbeitenden überprüft». Ist die Stelle geeignet, findet in einem weiteren Schritt das Vorstellungsgespräch statt. Auch hier wird der Mitarbeitende von Jens Förster begleitet. «Beim Vorstellungsgespräch wird auch geklärt, ob Anpassungen am Arbeitsplatz notwendig sind. Damit sich Arbeitgebende und Mitarbeitende persönlich besser kennenlernen können, folgt in einem weiteren Schritt ein Schnuppereinsatz von 1-2 Wochen. Erst wenn für alle Involvierten die Voraussetzungen stimmig sind, werden Ziel- und Arbeitsvereinbarungen durch den Job Coach aufgesetzt und danach gegenseitig unterschrieben. Soweit es geht, entlastet der Job Coach auch den Arbeitgebenden in administrativen und abklärenden Aufgaben. Im kontinuierlichen Gespräch «Ich bin auch nach Unterzeichnung der Vereinbarung im regen Kontakt mit Arbeitgebenden und Mitarbeitenden», so der Arbeitsagoge weiter. Die nach Arbeitsbeginn regelmässig festgelegten Standortgespräche, die Begleitung vor Ort und die Unterstützung in arbeitsagogischen Fragen sind ein wichtiger Bestandteil des Angebotes und im Arbeitsprozess. In den Gesprächen, die mindestens einmal pro Monat zwischen altra, Arbeitgebenden und Arbeitnehmenden stattfinden, wird sichergestellt, dass die vereinbarten Ziele für alle involvierten Parteien nach wie vor passend sind. Es ist wichtig, dass für Arbeitnehmenden und Arbeitgebenden eine Win-Win Situation entsteht. Im laufenden Jahr konnten bereits elf Vermittlungen stattfinden, sieben weitere befinden sich in fortgeschrittenen Vertragsverhandlungen. «Das Interesse, Menschen mit einer Beeinträchtigung die Chance auf einen Arbeitsplatz zu geben, ist bei den Unternehmen vorhanden. Wir hoffen auf die Offenheit weiterer Betriebe der Region. Die Inklusion ist eine sehr gute und sinnvolle Möglichkeit, dem Fachkräftemangel zu begegnen.» (gco.) Jens Förster ist Job Coach für Inklusionsarbeitsplätze bei der altra Schaffhausen. Alex Mani, ehemals altra, arbeitet heute bei der Blechtech AG.

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