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Bock E-Paper 2022 KW43

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NEUER RENAULT MEGANE

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Bock | Dienstag, 25. Oktober 2022 Natureinsatz gewürdigt 17 kuLtur Bock-Vorschau Die Tenger-Stiftung ehrt mit einer Publikation den grossen Einsatz des Stifterehepaares Samuel und Gertrud Tenger für die Natur. NATUR SCHLEITHEIM Nathalie Homberger Das grenzüberschreitende Revitalisierungsprojekt bei der Wutach in Schleitheim wurde auf Schaffhauser Seite bereits im Jahr 2014 und auf deutscher Seite vor fast einem Jahr abgeschlossen. Auf einer Länge von rund 1,8 Kilometern wurde die Wutach aus ihrem engen Korsett befreit, revitalisiert und in ein Auenwaldgebiet zurückgeführt (der «Bock» und «Schaffhausen24» berichteten). Die Bau- und Planungskosten beliefen sich auf 2,7 Millionen Franken. Entscheidend für die Umsetzung des Projektes war, dass überhaupt genügend Land dafür vorhanden war. Dieses wurde von der Tenger-Stiftung zur Verfügung gestellt. Beitrag zum Erhalt der Region Das kinderlose Ehepaar Samuel (gest. 2017) und Gertrud (gest. 2008) Tenger mit Schaffhauser Wurzeln wohnte seit den 1970er-Jahren im Kanton Bern. Samuel Tenger war Bürger von Schleitheim. Sie gründeten im Jahr 2006 die Tenger-Stiftung. «Samuel Tenger formulierte darin das Ziel, dass die Stiftung die Errichtung, Aufwertung und Pflege eines oder mehrerer grosser Naturschutzgebiete im Kanton Schaffhausen zum Ziel haben soll», erklärte Bruno Schmid, Präsident des Stiftungsrates, an einer Medienorientierung an der Wutach vergangene Woche. Dem Stifterehepaar lag die Schönheit und Ruhe der Region Rhein, Baden und Wutach am Herzen, weshalb es einen Beitrag zum Erhalt der Region leisten wollte. Dies, obwohl die beiden nach ihrem Wegzug aus der Region keinerlei persönliche Verbindung zum Randendorf mehr pflegten. Die Stiftung erwarb ab 2007 zwischen dem Wizemer Steg und dem Gononwehr in Schleitheim etwa acht Hektar Wald und zwei Hektar Landwirtschaftsland. Damit seien die Weichen gestellt worden, damit der Kanton Schaffhausen dort die Wutach umfassend renaturieren konnte. «Das Wutach-Projekt Seldenhalde ist damit die bedeutendste Massnahme im Bereich Wasserbau, die in den letzten dreissig Jahren im Kanton Schaffhausen realisiert werden konnte», so Bruno Schmid. Drei Publikationen entstanden Für den Stiftungsrat der Tenger-Stiftung war es ein grosses Anliegen, die «grossen und wichtigen Verdienste» durch Samuel Tenger für die Region in Erinnerung zu behalten. Daher wurde auf Initiative der Die Stiftungsrätinnen Gabriela Uehlinger und Karin Riederer, Stiftungsratspräsident Bruno Schmid und Stiftungsrat Jakob Vögeli (v. l.) übergaben symbolisch dem Schleitheimer Gemeindepräsidenten Urs Fischer eine Ausgabe der neu erschienenen Publikation. Bild: nh. Der Stifter Samuel Tenger im Jahr 2012 an einem renaturierten Abschnitt an der Wutach in Schleitheim. Bild: zVg. Stiftung eine Publikation erstellt, die nicht nur das bisherige Revitalisierungsprojekt behandelt, sondern auch das Leben und Wirken von Samuel Tenger und dessen Frau Gertrud in den Fokus rückt. Das 44-seitige Werk «Tenger-Stiftung – grosszügiger Einsatz für die Natur» verfasste der Schaffhauser Historiker und Publizist Matthias Wipf. Darin kommen auch Bruno Schmid, Gabi Uehlinger, Stiftungsrätin und Biologin, und Jürg Schulthess, Abteilungsleiter Gewässer bei Tiefbau Schaffhausen, zu Wort. «Diese Publikation soll deshalb vor allem auch eine Hommage an den Stifter Samuel Tenger und seine Frau sein», erklärt Bruno Schmid bei der Präsentation der Schrift. «Ein Mann mit einer grossen Liebe zur Natur und zur unberührten Landschaft von Randen und Rhein.» Bei dieser einen Publikation blieb es aber nicht. Karin Riederer, Mitglied des Stiftungsrates und Lehrerin, zeigte sich vom Revitalisierungsprojekt begeistert. Damit die Kinder den wertvollen Lebensraum für Tiere und Pflanzen an der Wutach kennenlernen, verfasste sie zwei Lerngeschichten. «Kinder sind unsere Zukunft», meint die Forstreferentin der Gemeinde Schleitheim. «Die Kinder müssen über die wertvolle Natur an der Wutach Bescheid wissen, damit sie diese nicht unwissentlich zerstören.» Das Stifterpaar schuf «Bleibendes» Im Jahr 1920 erblickte Samuel Tenger das Licht der Welt. Der Lehrersohn wuchs in Neuhausen auf, besuchte in seiner Jugend die Kantonsschule Schaffhausen und stu- dierte danach Rechtswissenschaften an der Universität Zürich. Er führte später seine eigene Anwaltskanzlei, trat dann aber mit 52 Jahren in die Dienste des Bundesamtes für Polizeiwesen. 1953 heiratete er die in Buch und Thayngen aufgewachsene Gertrud Staub, die in der Waggonfabrik SIG tätig war. Das Paar wohnte nach einigen Zwischenstationen ab 1976 in einem Eigenheim in Kirchdorf (BE). Das Stifterehepaar hatte nach den Jugendjahren keine grossen Beziehungen mehr zu seiner Heimatregion Schaffhausen. Die Eheleute waren grosse Naturliebhaber und verbrachten ihre Wochenenden oft auf grossen Bergwanderungen, in der Kandersteg erfreuten sie sich an ihrem Ferienhaus. Samuel Tenger lag auch der Naturschutz am Herzen, wie aus privaten Briefen hervorgeht. «Es war in den letzten gemeinsamen Lebensjahren, dass das Ehepaar Tenger sein Vermögen testamentarisch einer gemeinnützigen Stiftung zuwies», schreibt Matthias Wipf in der Publikation. Es wirkt überraschend, dass sich Samuel Tenger auf seinen Lebensabend hin wieder an seinen Bürgerort erinnerte und in Schleitheim solche Projekte unterstützte, statt in der neuen Heimat Bern. «Mit der von ihm initiierten Stiftung allerdings schuf er etwas Bleibendes», heisst es in der Publikation. Ein wichtiger Grund, weshalb der Stiftungsrat das Leben und Wirken des Stifterehepaars in dieser Form würdigt. Die Publikation «Tenger-Stfitung – grosszügiger Einsatz für die Natur» sowie die beiden Lerngeschichten können als PDF über die Gemeindewebseite schleitheim.ch gratis heruntergeladen werden. Der nächste Vortrag der Spitäler Schaffhausen steht bevor. Bild: Squaredpixels Myome richtig therapieren Diesen Donnerstag, 27. Oktober, laden die Spitäler Schaffhausen zum «Treffpunkt Gesundheit» ein. Michael Schneider, Leitender Arzt der Frauenklinik am Kantonsspital, orientiert am Anlass im Meetingpoint in der Schaffhauser Altstadt im Detail über die Häufigkeit, Entstehung, typischen Symptome und die modernen Behandlungsmöglichkeiten von Myomen. Vortragsbeginn ist um 19 Uhr, der Eintritt zum Anlass ist frei. (shb.) Die Ausstellenden sparen am Koffermarkt nicht mit ihrem Ideenreichtum. Bild: pb. Kunsthandwerk aus dem Koffer Am Samstag, 29. Oktober, findet im Hotel Kronenhof in Schaffhausen der 12. Schaffhauser Koffermarkt statt, welcher die vorweihnachtliche Marktsaison eröffnet. 46 Ausstellerinnen und Aussteller präsentieren von 10 bis 16 Uhr ihre selbst hergestellten Unikate. Die liebevoll und originell gestalteten Verkaufsstände laden zum Entdecken und Träumen ein. Neben dem Koffermarkt-Angebot ist auch für das leibliche Wohl gesorgt. (shb.) Bock-Blitz: Woher stammt das Wort «Fisimatenten»? Überlieferungen zufolge könnte das Wort «Fisimatenten» mit einem Zelt, der Tante oder auch mit einem Patent zu tun haben. Bock-Blitz klärt auf. BOCK-BLITZ SCHAFFHAUSEN Gabriella Coronelli Über die Herkunft des Ausdrucks «Fisimatenten» lassen sich einige mögliche Theorien finden. Entsprechend ist der Ursprung eher ungewiss und nicht gesichert. Gehört wird dieser Ausdruck im informellen Sprachgebrauch meistens als «mach mir ja keine Fisimatenten», als elterliche oder grosselterliche Warnung davor, keinen Unsinn zu betreiben. Das Ziel soll sein, Handlungen und Umstände zu vermeiden, die Probleme verursachen könnten. Aber auch im Sinne und Zusammenhang jemandem mitzuteilen, keine Ausflüchte zu suchen oder unangenehmen Erklärungen auszuweichen, ist der Ausdruck geläufig. Zudem ist der Begriff mit der falschen Schreibweise «Fiesematenten» ebenfalls verbreitet. In Bezug auf das Wort «fies» scheint jedoch ein gewisser Zusammenhang zu bestehen. Im Krieg und in der Liebe Anekdoten besagen, dass das Wort auf die Zeit der napoleonischen Kriege oder den Deutsch-Französischen Krieg zurückgeht, als grosse Teile Deutschlands unter französischer Besatzung standen. Der Deutsch- Französische Krieg von 1870 bis 1871 wurde durch einen Streit über die spanische Thronfolge ausgelöst. Unter der Führung der Preussen und mit der Unterstützung «Fisimatenten» und der Zusammenhang mit dem Zelt. Symbolbild: pexels.com der süddeutschen Staaten Bayern, Württemberg, Baden und Hessen-Darmstadt kam es zu Kämpfen gegen die Franzosen. Überlieferungen zufolge sollen französische Soldaten, die in deutschsprachigen Gebieten stationiert waren, immer wieder versucht haben, deutsche Mädchen und Frauen für gewisse Amüsements in ihre Zelte hineinzulocken. Die Einladung lautete «visitez ma tente» (französisch für: besuchen Sie mein Zelt) oder auch «voici ma tente» (französisch für: das ist mein Zelt). Eine mögliche weitere Erklärung, welche ebenfalls aus demselben Zeitraum stammen soll, ist, dass sich Soldaten einen zusätzlichen Ausgang erschleichen wollten. Mit der Ausrede «je visite ma tante» (französisch für: ich besuche meine Tante), versuchten die Soldaten gegenüber den Wachtposten das Verlassen der besetzten Militärzone zu erklären. Vielleicht doch unspektakulär? Es kann jedoch auch gut möglich sein, dass der Ursprung des Wortes doch nicht so anekdotenhaft ist, wie vorgängig beschrieben. Tatsächlich ist das Wort «Fisimatenten» schon deutlich vor der französischen Besatzung belegt und scheint etymologisch betrachtet der lateinischen Amtssprache zu entstammen. Sprachforschende sollen den Ursprung dem spät mittelalterlichen «Visae patentens literae», kurz «visepatentes» zugewiesen haben, was nichts anderes als ordnungsgemäss verliehenes Patent bedeutet. Da die Anfertigung dieses Patentes langwierig war, könnte sich daraus die despektierlich gemeinte Bedeutung für unnötige Schwierigkeiten entwickelt haben. So oder so: bei Fisimatenten ist eher nicht gut Kirschen essen. Höchstens vielleicht mit der Tante: im Zelt. Die Kinder können das Museum in der Dunkelheit erkunden. Bild: zVg. Nachts unterwegs im Museum Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Lindwurm Junior findet am Samstag, den 29. Oktober, um 18.30 Uhr eine Glühwürmchen-Führung für Kinder im Museum Lindwurm in Stein am Rhein statt. Mit Taschenlampen gehen die Teilnehmenden im Museum auf eine spannende Entdeckungsreise durch die Dunkelheit. Um eine Anmeldung unter info@museum-lindwurm.ch oder 052 741 25 12 wird gebeten. (shb.)

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