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Bock E-Paper 2022 KW48

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European League Spiel

European League Spiel gegen das portugiesische Top Team: Live auf EHF TV Kadetten – SL BENFICA JOST BRÜCKER Flügel links Dienstag, 29. November, 18.45 Uhr, BBC-Arena Matchprogramm auf www.kadettensh.ch Kadetten Schaffhausen. Schweizer Champions im Internationalen Handball: 27 mal dabei Günstiger anfeuern Einfach Bankkarte zeigen und Heimvorteil nutzen www.shkb.ch/heimvorteil Matchtipp Ho Thomas Feng-Po Medi-Yi Gesundheitspraxis 30: 25 Roland Rüeger Präsident Kadetten Champions Club 28: 26 IHR TRANSPORT- & LAGERLOGISTIK- PARTNER IN DER REGION Planzer Logistik AG | planzer.ch Ebnatstrasse 165 | 8207 Schaffhausen scheffmacher scheffmacher www.scheffmacher.com www.scheffmacher.com Fanartikel vor Ort einkaufen | Öffnungszeiten Fanshop: Mo – Fr: 8 – 17 Uhr, Herrenacker 15 | 8200 Schaffhausen | meetingpoint-sh.ch

Bock | Dienstag, 29. November 2022 17 kuLtur Ein Raum, der inspiriert Kreativität braucht Platz. Nicht alle haben davon ausreichend zur Verfügung. Die zum Nähen und Basteln benötigten Materialien können zudem tiefe Spuren im Portemonnaie hinterlassen. Ein von einem Verein geführtes Atelier soll Abhilfe schaffen. Menschen in der altra KREATIVITÄT SCHAFFHAUSEN Adina Martinelli Die Frage, was man im Falle eines Lottogewinns tun würde, hat sich vermutlich jeder schon gestellt. Bei Claudia Trutmann wäre der Fall klar. Sie würde damit ein Atelier eröffnen, welches Platz für Kreativität bietet und Menschen ermöglicht, sich mit anderen Personen auszutauschen. Der Lottogewinn kam nicht zustande, die Idee aber schon. Rund zwei Jahre später sitzt die Vereinsleitung des Werk-Netz-Kafi in so einem Ort zusammen. Das fünfköpfige Team besteht aus der Präsidentin Claudia Trutmann, Kassierin Theres Suter, Beisitzer Alois Schmidlin, Aktuarin Susanne Bäcker sowie Beisitzerin Martina Renold Langhard. Im Namen verankert «Wir sind davon ausgegangen, dass es Personen in Schaffhausen gibt, welche sich kreativ betätigen wollen, aber den Platz und die finanziellen Mittel dafür nicht haben.» erklärt Theres Suter. Genau dort setzt das Konzept des Vereins an. Wie der Name schon verrät, kann im Werk-Netz- Kafi zu moderaten Preisen gewerkt, vernetzt und viel Kaffee getrunken werden. Das Angebot im Atelier beinhaltet das Zurverfügungstellen von Platz, Materialien sowie Hilfeleistungen bei der Umsetzung von gestalterischen Projekten. Der lichtdurchflutete Raum verfügt über sechs grosse Werktische. Dazu kommt eine grosse Auswahl an Malutensilien, ein vielfältiger Fundus an Stoffen, drei Nähmaschinen, Wolle und vieles mehr. Durch das Teilen von Werkzeugen sollen teure Anschaffungskosten für Einzelpersonen umgangen werden. Nachhaltig sei dieses Vorgehen noch dazu. Überlebenswichtig Finanziell unterstützt wurde der Verein durch die Windler Stiftung. Die Vereinsleitung investierte teils auch Eigenkapital in die Eröffnung. Beflügelt wurde das Team zudem durch unzählige Spenden von Freunden und Bekannten. «Es ist unglaublich, was alles zusammengekommen ist.», berichtet Claudia Trutmann. «Viele, die vom Projekt erfuhren, haben zu Hause die Kästen geleert». Um das Fortbestehen des Werk-Netz-Kafi zu gewährleisten, unterscheidet der Verein zwischen zwei Arten von Mitgliedschaften. Die Aktiv- Mitgliedschaft kostet pro Jahr 150 Schweizer Franken. Darin enthalten ist die uneingeschränkte Nutzung des Raumes auch ausserhalb der offiziellen Öffnungszeiten. Eine Passiv-Mitgliedschaft von 50 Schweizer Franken ist für Personen geeignet, welche das Projekt ideell unterstützen wollen, das Angebot an sich aber nicht zwingend beanspruchen. Für Gelegenheitsnutzer und Gelegenheitsnutzerinnen besteht die Möglichkeit, je nach Verbrauch von Materialien zu bezahlen. Der Mindestbetrag liegt bei fünf Schweizer Franken pro Stunde. Eine Vereinsmitgliedschaft ist somit für sporadische Besuche nicht notwendig. Kreativer Nährboden Am Interviewtermin ebenfalls zum ersten Mal im Werk-Netz-Kafi anzutreffen waren Sandra Biesecke und ihre zwei Kinder. «Wir sind hier auf Erkundungstour», berichtet die Büsingerin. Die studierte Kunsttherapeutin wurde durch ihre ehemalige Kommilitonin und jetziges Vorstandsmitglied Martina Renold Langhard auf die Räumlichkeiten aufmerksam. «Ich überlege hier Kurse anzubieten», führt Sandra Biesecke weiter aus. Das Atelier kann nämlich auch gemietet werden. Ein weiterer Vorteil der Einrichtung ist laut der Vereinsleitung die Verfügbarkeit verschiedener Utensilien an einem Ort. Beim Durchstöbern der Regale an der Ebnatstrasse 65 kämen die kreativen Ideen von ganz allein. Sandra Biesecke kann dies nur bestätigen. «Der Raum ähnelt einer riesigen Schatzkiste» Helfende Hände «Wir sind gerne Gastgeber», beschreibt Claudia Trutmann sich selbst und ihr Team. Während den Öffnungszeiten von Montag bis Donnerstag, jeweils ab 14 bis 18 Uhr, ist immer ein Vorstandsmitglied anwesend und steht den Besuchern und Besucherinnen mit Rat und Tat zur Seite. Claudia Trutmanns Weihnachtswunsch ist es, dass mehr Menschen das Angebot in Anspruch nehmen. Die Freude am Werken werde dadurch nur noch grösser. Weitere Informationen zum Verein sind unter vereinwerknetzkafi.ch erhältlich. Marc Schären arbeitet seit dem 1. März dieses Jahres als Abteilungsleiter Industrie in der altra. Bild: zVg. KOLUMNE SCHAFFHAUSEN «Bock»: Nach sechs Monaten altra: Wo und wie haben Sie Unterschiede zu Ihrem ehemaligen Arbeitgeber wahrgenommen? Marc Schären: Auf den ersten Blick habe ich fast keine Unterschiede bei der täglichen Arbeit festgestellt. Unsere Belegschaft ist produktiv und kreativ unterwegs. Nach einer gewissen Zeit ist mir aufgefallen, dass wir mehr Rücksicht und uns mehr Zeit für Menschen nehmen. Besonders dankbar bin ich auch für die sehr ausführliche Einführungszeit bei meinem Start, welche mir sehr geholfen hat, unseren Betrieb kennenzulernen und zu verstehen Welche Anforderungen werden an Sie und Ihr Team als Dienstleistungspartner der Wirtschaft gestellt? Schären: Es sind die gleichen Anforderungen wie für alle Betriebe: Zuverlässigkeit, hohe Qualität und ein vernünftiges Preis-/Leistungsverhältnis müssen gegeben sein. Claudia Trutmann (v.r), Theres Suter, Martina Renold Langhard, Alois Schmidlin und Susanne Bäcker unterstützen Besucherinnen und Besucher gerne bei ihren Projekten. Fiume - Vorspiel des Faschismus Die kroatische Stadt Rijeka wird 1919 von italienischen Deserteuren eingenommen und zu einer Experimentierstadt für die widersprüchlichsten Ideen gemacht. THEATER NEUHAUSEN 1919 nimmt der italienische Dekadenz- Dichter Gabriele D’Annunzio mit einem Haufen Deserteure der italienischen Armee die kroatische Stadt Rijeka (Fiume) ein, um sie dem italienischen Staat anzuschliessen. Als die italienische Regierung ihrerseits Fiume belagert, um die Friedensverträge nach dem Ersten Weltkrieg zu wahren, gestalten die Besetzer und Besetzerinnen die Stadt nach eigenen Vorstellungen. Kunstschaffende, traumatisierte Soldaten und Soldatinnen, Nationalsyndikalisten und Nationalsyndikalistinnen, Esoteriker und Esoterikerinnen sowie faschistoide Denker und Denkerinnen machen Fiume zu einer Experimentierstadt der widersprüchlichsten Ideologien und zu einem Vorspiel des Aufstiegs des Faschismus in Europa. Im Stück von Antonin Rohdich taumeln diese Menschen durch die Strassen von Fiume, tanzend, singend oder marschierend auf dem Weg, das Alte niederzureissen und Platz zu machen – für die Schönheit, für die Gerechtigkeit oder für ihre ganz persönlichen Ziele. Zwischen Reden, Orgien und dem Eurotechno der 90er-Jahre untersucht das Stück die Funktionen von Ideologie und Begehren und fragt danach, was mit unserem Denken passiert, wenn der Kapitalismus in die Katastrophe führt. Die Partystadt Fiume wird an diesem Theaterabend zu einer Auseinandersetzung mit heutigen Symptomen von Krisen, Sehnsucht und Ziellosigkeit und ist eine Kampfansage gegen Passend zur Weihnachtszeit können im Werk-Netz-Kafi an der Ebnatstrasse 65 Dekorationen und Geschenke hergestellt werden. Bilder: Adina Martinelli Das Ensemble von «Fiume - ein historisches Stück» ist in der Rhyality Immersive Art Hall zu Gast. Bilder: zVg. zeitgenössische neofaschistische Versuche, alte Begehrensmuster erneut aufzufahren und die Politik zu ihrer Bühne zu machen. «Fiume – Ein historisches Stück» wird am 1. Dezember um 19.30 Uhr und am 3. Dezember um 19 Uhr in der Rhyality Immersive Art Hall in Neuhausen am Rheinfall aufgeführt. (shb.) Weitere Informationen zur Vorstellung sind unter rhyality.com zu finden. Das Stück wird im Dezember zwei Mal gespielt. Welches sind Ihre Haupttätigkeiten? Schären: Ich führe 14 Gruppenleitende und bin nebst unserer Arbeitsvorbereitung mitverantwortlich für die Arbeitsaufträge. Zudem bin ich Ansprechpartner für unser Gebäude (Bau 33, SIG-Areal). Nebst Kundenbesprechungen gehören diverse Öffentlichkeitsarbeiten zu meinen Aufgaben, wie beispielsweise Rundgänge oder Besuchstage von Firmen oder Schulklassen durchzuführen. Wie sieht ein klassischer Arbeitstag bei Ihnen aus? Schären: Ich starte zwei Mal pro Woche morgens mit der Durchführung der Shopfloor-Besprechungen in den Bereichen Mechanik, Elektromontage und Industriemontage. Aktuell führe ich alle Personalgespräche durch und nehme die Bedürfnisse unserer Bereiche für die Budgetierung 2023 auf. Zudem kommen diverse organisatorische und administrative Aufgaben hinzu. Welches sind Ihre Lieblingsaufgaben? Schären: Ich mag alle meine Aufgaben. Vor allem die Vielfalt und die damit verbundene Abwechslung schätze ich sehr. Jeder Tag ist anders, das macht Spass und ist im positiven Sinn sehr herausfordernd. Mühlenstrasse 56, 8201 Schaffhausen Tel. 052 632 17 17, Mail: info@altra-sh altra-sh.ch

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