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Bock E-Paper 2022 KW48

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6 Baureportage «Casa

6 Baureportage «Casa Viva Chläggi» − Haus am Buck Bock | Dienstag, 29. November 2022 Neues Erfrischendes Ambiente Rein äusserlich hat sich das Altersheim Hallau bis zur Wiedereröffnung diesen November nicht gross verändert. Doch wer genauer hinter die Türen blickt erkennt, was sich während des dreijährigen Bau- und Planungsprozesses alles getan hat. SONDERPUBLIKATION HALLAU Bergamini Partner Architekten GmbH Anlässlich der Wiedereröffnung des Altersheims Hallau im November 2022 geht für uns Architekten und Bauleiter eine sehr spannende, herausfordernde Phase zu Ende, welche mit dem Zuschlag des Architekturauftrags an unser Büro im Herbst 2019 begonnen hatte. Ein Zeitraum von nur drei Jahren für den ganzen Planungsund Bauprozess ist in Anbetracht der Grösse und Komplexität des Projekts verhältnismässig kurz und verlangte allen Beteiligten, Bauherrschaft, Betrieb, Architekten, Planer, Bauleitung und Handwerker alles ab. Dass das Ziel ohne grössere Komplikationen erreicht werden konnte, zeigt deutlich, dass die Zusammenarbeit an allen Fronten effizient und konstruktiv verlief. Rein von aussen gesehen, hat sich das Altersheim Hallau nicht gross verändert. Das Äussere wurde nur sanft saniert und aufgefrischt. Die Farben, zwar nah am Bestand, wirken frischer und leicht kontrastreicher. Das Haus besticht immer noch mit seiner sehr gelungenen Einpassung in das Dorf und dem geschickten Ausnützen der Topografie, die es ermöglicht, dass von jedem Geschoss aus der Aussenraum betreten werden kann. Die damaligen Architekten, Rainer und Leonhard Ott, haben in Hallau ein modernes, zeitloses Heim erstellt, welches auch heute noch Bestand hat. Rein von aussen gesehen hat sich das Altersheim Hallau nicht gross verändert. Grössere Badezimmer Im Innern dagegen nagte der Zahn der Zeit so weit, dass eine umfangreiche Sanierung nicht mehr zu umgehen war. Dies war einerseits durch die haustechnischen Anlagen bedingt, welche praktisch alle am Ende ihrer Lebensdauer angelangt waren, aber auch durch teils veränderte Raumbedürfnisse. Da heutige Altersheime immer höhere Ansprüche an die Pflege der Bewohnenden erfüllen müssen, stellen sich teils neue Anforderungen an die Ausstattung und die Funktionen der Räume. Insbesondere die Bäder der Bewohnerzimmer waren so klein, dass Pflegepersonen nur umständlich Hilfestellungen wahrnehmen konnten und die Räume mit einem Rollstuhl fast nicht zugänglich waren. Die Vergrösserung der Bäder war daher eines der wichtigsten und kostspieligsten Elemente des Projekts. Flächen geschickter nutzen Weitere gewichtige Teile des Projekts waren die neue und vergrösserte Gastro – Küche und die neue und ebenfalls vergrösserte Wäscherei. Beides war nötig im Zusammenhang mit der Neuausrichtung der beiden Heime Hallau und Neunkirch und der Konzentration im Bereich Küche und Wäscherei auf Hallau. Da der nötige Flächengewinn beider Bereiche ohne zusätzliche Anbauten gelöst werden musste, wurde das ganze Erdgeschoss umorganisiert. Durch geschicktes Ausnützen der Flächen, haben heute sogar ein Empfangsschalter, ein grosses Gastrobuffet und ein zusätzlicher Aktivierungsraum im Erdgeschoss Platz gefunden. Das Ambiente in den öffentlichen Bereichen, Entrée, Cafeteria, unterteilbarer Mehrzwecksaal und Speisesaal wurde gegenüber vorher deutlich moderner und heller gestaltet. Dies betrifft in erster Linie die neue Decke. Die vormals den Raum eher drückende Holzdecke wurde durch eine Gips-Akustikdecke ersetzt. Die diversen Deckenfelder weisen unterschiedliche Höhen auf, bedingt durch die darüber liegenden Lüftungskanäle. Sie sind mit energiesparenden LED- Leuchten unterschiedlicher Art bestückt. Die Decke tritt im Raum in den Hintergrund. Auch der neue Bodenbelag aus hellen Keramikplatten wirkt sehr ruhig und gibt den Im Inneren des Gebäudes hauchte eine umfangreiche Sanierung frisches Leben ein. Räumen eine grosszügige Eleganz. Das offene EG ist geprägt vom roten Buffet, welches der Cafeteria wie auch dem Saal dient. Zusammen mit dem ebenfalls roten Empfangsschalter wird dem EG eine starke Identität verliehen, die modern, frisch und zeitlos wirkt. Frische Luft in den Zimmern Die Haustechnischen Anlagen wurden – mit Ausnahme der Heizung – von Grund auf neu konzipiert. Vor allem die Lüftungsanlagen beanspruchen ein Mehrfaches an Platz und Raum, als die bisherigen Anlagen. Dies einerseits, weil sämtliche Lüftungsanlagen heute mit einer Wärmerückgewinnung konzipiert sind, andererseits, weil fast das ganze Haus gelüftet ist. Auch die Bewohnerzimmer verfügen neu über eine Komfortlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, was energetisch und Inserat, lufthygienisch 143 x 55 mm Sinn macht und dem Stand der Technik entspricht. Nur damit farbig (cmyk) keine Missverständnisse aufkommen: es kann jederzeit mit offenen Fenstern gelüftet werden. Die Lüftungsanlage sorgt aber auch bei geschlossenen Fenstern im Bilder: zVg. Winter für stets frische Luft in den Zimmern und in den Korridoren. Wohnliche Korridore Die Sanitärleitungen wurden strangweise ersetzt und in neuen Vorwänden geführt. Alle Sanitären Apparate sind neu und sind spezifisch für ein Altersheim ausgewählt worden. Die elektrischen Anlagen, wie die Rufanlage, die Brandmeldeanlage, die Multimediadosen, das Audiosystem, usw. sowie die elektrischen Anschlüsse wurden auf einen zeitgemässen Stand gebracht. Ebenso die Beleuchtung, die einerseits energiesparend ist und viel mehr Helligkeit und Ambiente bringt als vorher. Auch in den oberen Wohngeschossen wurden die inneren Oberflächen, wie Boden- und Wandbeläge sowie die Decken grösstenteils ersetzt. Im Treppenhaus wurde der bisherige keramische Belag belassen, der sich aber erstaunlich gut in die neue Innengestaltung einfügt. Während in den Zimmern die grösstenteils bestehenden Parkettböden saniert und erhalten werden konnten, wurden alle Plattenbeläge und die Beläge in den Korridoren ersetzt. Die Zimmer ha- Rückbau oder Abbruch? Lassen Sie nur erfahrene Profis ans Werk Wir leisten Qualitätsarbeit mit top-modernen Maschinen und jahrzehntelanger Erfahrung. Termingerecht und zu günstigen Konditionen. Umweltfreundliche Entsorgung der Abbruchmaterialien inklusive. Pünten 2 T 043 311 55 33 8602 Wangen F 043 311 55 35 www.moessinger-abbruch.ch info@moessinger-abbruch.ch PLATTENbeläge Keramik Naturstein Parkett und Gilg & Jung AG Neutalstrasse 10 8207 Schaffhausen Telefon 052 643 15 68 Telefax 052 643 30 17 info@gilg-jung.ch Bodenbeläge seit 1967 185_63_Inserat Moessinger.indd 1 04.06.13 10:56 Wir danken der Bauherrschaft für den geschätzten Auftrag! Resta AG • Grosskücheneinrichtungen • Mühlegasse 12 • 9230 Flawil Tel. 071 394 10 90 • Fax 071 394 10 99 • www.resta.ch • info@resta.ch ARGE Baumeister Sanierung Altersheim Hallau Wir sagen Danke für den geschätzten Auftrag und gratulieren zur gelungenen Sanierung. Herzlichen Dank für den geschätzten Auftrag PLETSCHER-METALLBAU.CH Tel. 052 687 42 72 Altersheim am Buck.indd 1 23.11.2022 08:15:16

Bock | Dienstag, 29. November 2022 Baureportage «Casa Viva Chläggi» − Haus am Buck 7 Die neue Beleuchtung sorgt für eine ganz andere und viel wohnlichere Wahrnehmung. Das neue Farbkonzept umfasst Stockwerkfarben, die auf allen vier Wohngeschossen anders sind. ben dadurch, mit Ausnahme der durch die vergrösserten Nasszellen leicht geringeren Fläche, keine grosse Veränderung erfahren. Sie wirken auch heute noch sehr einladend und wohnlich, dank der grossen Fenster und der Parkettböden. Demgegenüber wurden die Korridore völlig umgestaltet. Durch die Einbauschränke wurden Zonen und Nischen geschaffen, die die Länge brechen und abwechslungsreiche Abschnitte schaffen. Das Farbkonzept mit Stockwerkfarben, welche auf allen vier Wohngeschossen anders sind, führt zusammen mit der neuen Beleuchtung zu einer ganz anderen räumlichen Wahrnehmung der vormals dunklen, langen und nicht gerade wohnlichen Korridore. Gesteigerter Wohnkomfort Das Rot der Einbauten im Erdgeschoss wird in den oberen Geschossen mit einzelnen Einbauten, den Geschossküchen und in den Bewohnerzimmern mit den Einbauschränken wieder aufgenommen. Im Verlauf des Projekts wurden gezielt Reserven für punktuelle, sinnvolle Verbesserungen am Gebäude eingesetzt. So wurde zum Beispiel das ganze Dach von innen zusätzlich gedämmt und gegen Durchzug abgedichtet. Nebst einem deutlich gesteigerten Wohnkomfort durch viel besseren sommerlichen Wärmeschutz und keinerlei Auskühlungen infolge von Undichtigkeiten, hilft diese Massnahme auch, massiv Heizenergie zu sparen. Die Festverglasungen im Erdgeschoss und in den Treppenhäusern wurden saniert, in dem die Rahmenkonstruktionen zwar belassen, aber neue dreifach Isoliergläser eingesetzt wurden. Dies konnte mit verhältnismässig bescheidenem Aufwand umgesetzt werden. Auch diese Massnahme kommt dem Heizenergieverbrauch und dem Komfort zugute, da die Fenster im Winter weniger kalt abstrahlen als vorher. Viel gelernt Das Altersheim Hallau erscheint heute, trotz fast unverändertem Äusseren, frisch und zeitgemäss wie ein Neubau. Es vermag in der jetzigen Form alle Ansprüche an ein zeitgemässes Alters- und Pflegeheim zu erfüllen. Dank den Reserven, die von Anfang an im Projekt berücksichtigt waren und guter Kostenplanung, welche weitere Reserven freigespielt hat, konnten einige Optimierungen baulicher und betrieblicher Art sukzessive in das Projekt einfliessen. Es kann deshalb davon ausgegangen werden, dass kein Investitionsstau besteht im Hinblick auf das Gebäude oder den Ausbaustandard. Wir schauen auf ein sehr interessantes Projekt und eine intensive Phase zurück. Wir haben unzählige Sitzungen abgehalten mit Bauherrschaft, Planern, Lieferanten und Handwerkern. Wir haben einige Tausend E-Mails geschrieben und empfangen und Dutzende m2 Pläne gezeichnet. Auch bei unserem vierten Altersheimprojekt in den letzten 15 Jahren haben wir viel gelernt und einmal mehr die Erfahrung gemacht, dass jedes Altersheim nebst bekannten Standards seine eigenen, spezifischen baulichen und betrieblichen Anforderungen hat. Wir bedanken uns herzlich bei der Gemeinde Hallau, in diesem Projekt vertreten durch Gemeinderat Roman Bader, beim Steuerungsausschuss, beim Betrieb, vertreten durch Geschäftsführerin Manuela Reutimann, beim Bauherrenvertreter Stefano Tissi, welcher das Projekt auf Schritt und Tritt begleitet hat, bei unseren Mitplanern und bei allen beteiligten Unternehmern und deren Mitarbeitern für ihren Einsatz und die Zusammenarbeit an diesem Projekt und für ihr Vertrauen in uns und unser Büro. Die Bäder der Bewohnerzimmer waren so klein, dass die Räume mit einem Rollstuhl fast nicht zugänglich waren Die Vergrösserung der Bäder war daher eines der wichtigsten und kostspieligsten Elemente des Projekts. Zu 100% bei der Sache. Wir nutzen die Erfahrung von gestern, setzen sie im Heute um und denken dabei stets an morgen. Bei allem, was wir für Sie tun. Vielen Dank für den Auftrag. SANITÄR, HEIZUNG, LÜFTUNG Telefon 052 635 01 11, www.scherrerht.ch Schaffhausen, Stein am Rhein, Diessenhofen 052 634 06 60, info@wenger-wirz.ch, www.wenger-wirz.ch Wir suchen dich! Offene Stellen: wunschberuf.ch Jetzt neu in Farbe: das Haus am Buck. Vielen Dank für den spannenden Auftrag. Wir wünschen eine schöne Wiedereröffnung. SANIERUNG UND UMBAU ALTERSHEIM HALLAU WIR BEDANKEN UNS HERZLICH BEI DER GEMEINDE HALLAU UND BEI DER CASA VIVA CHLÄGGI FÜR DEN INTERESSANTEN AUFTRAG UND FÜR DIE GUTE ZUSAMMENARBEIT GENERALPLANERTEAM pfenningermaler.ch GENERALPLANUNG ARCHITEKTUR BAULEITUNG BAUINGENIEUR HAUSTECHNIK BAUPHYSIK ELEKTRO- UND BLEUCHTUNGSPLANUNG BRANDSCHUTZ GASTROPLANUNG

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