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Bock E-Paper 2023 KW04

8 Bock

8 Bock | Dienstag, 24. Januar 2023 Marktinfo Beiträge für diese Seite erscheinen im Auftrag der Firmen. Bei Fragen zum Inhalt sind diese direkt zu kontaktieren. Die digitale Sichtbarkeit in social media fördern PR SCHAFFHAUSEN R&R Media Social Media Plattformen wie Facebook und Instagram sind gefragter denn je. Während sich zunehmend neben jüngeren Generationen auch ältere auf den Plattformen wiederfinden, sind sie mittlerweile der Ort, an dem Menschen 24/7 aufeinandertreffen. Dort, wo es zum Austausch zwischen User und Userin, Followern und «Influencern» kommt, verstecken sich auch grosse Potentiale für Firmen oder auch Privatpersonen. Die Big Player sind längst mit dauerhaft bespielten Social-Media-Kanälen aktiv und immer mehr Unternehmen, vom Grossbetrieb bis hin zum aufstrebenden Start-up, ziehen nach und entdecken die Chancen. Besonders im Fokus: Video- Content. Bewegtbildmaterial transportiert Markenbotschaften, präsentiert Produkte und Services und gewinnt damit nachhaltig Kunden. Der Schaffhauser Daniel Rüttimann hat es sich zur Aufgabe gemacht, Unternehmen bei skalierbaren Video-Content zu unterstützen. Mehr noch: Mit seiner Marke «dandavid» verspricht er sogar «Schönheitsoperationen» – für die digitale Sichtbarkeit auf Social Media. Vom Mediamatiker zum Social-Media-Video-Experten Seine Ausbildung als Mediamatiker mit Berufsmaturität schloss er erfolgreich im heimischen Schaffhausen ab. Mit 19 Jahren gründete er die R&R Media GmbH und entwickelte seine Leidenschaft für die Bereiche Video und Fotografie. «Es war schon immer mein Traum, inspirierende Videos zu produzieren», sagt Dani rückblickend. Er wollte «Zuschauer aus den Socken hauen» und war fasziniert von den Gänsehautmomenten der Filmemacher. Doch finanziell bedeuteten derartige Produktionen hohe Budgets. Er selbst ist mit Social Media aufgewachsen, kennt die Tipps und Tricks und weiss, wie er mit einfachen, aber dennoch professionellen Mitteln eine hohe Qualität erreichen kann. Ein satirischer Jahresrückblick PR SCHAFFHAUSEN Stadttheater Schaffhausen Eigentlich wollten wir nach Corona endlich wieder Gas geben – und jetzt ist ausgerechnet das Mangelware. Putins brutaler Krieg gegen die Ukraine hält die Welt in Atem und die rüstet sich höchst unterschiedlich: Schweden und Italien etwa rauschen nach rechts, Deutschland schreibt offene Briefe und die Schweiz lässt vorsorglich ihre Frauen länger arbeiten. Und dann verabschieden sich auch noch Queen Elizabeth und King Roger und das Volk muss alleine klären, wer wann wie woke ist Seit 2008 gibt es ihn, den «Bundesordner» des Casinotheaters Winterthur. Bild: zVg. Mit 19 gründete Daniel Rütimann die R&R Media GmbH. Bild: zVg. «Ich bin fest davon überzeugt, dass jede Firma schon die nötige Schönheit in sich trägt. Ich möchte Unternehmen das ‹gewisse etwas› verleihen. Ich rede hier nicht von einer Schönheitsoperation. Nun ja irgendwie doch …», so Rüttimann. Modern und professionell: Social-Video-Content, um im Zeitgeist zu bleiben Dabei hilft ihm eben seine Kenntnis und Gefühl für jüngere Generationen, die mehr und mehr zur Zielgruppe von Unternehmen werden. Seine Videos sollen Eindruck hinterlassen und die Message in den Mittelpunkt stellen, dabei professionell wirken und im Zeitgeist sein. «Ich möchte Firmen helfen, ihre Geschichte zu erzählen, ihre Produkte und Dienstleistungen so lukrativ darzustellen wie sie auch sind, vielleicht sogar etwas schmackhafter», beschreibt Rüttimann seine Mission. Zu seinen Kunden zählt er lokale Shops und Dienstleister, Start-ups, KMUs und auch grosse Unternehmen. Ob frische Neugründung oder traditionsreiches Familienunternehmen: die Chancen von Social-Media-Content sind enorm. Und Dani ist ein Partner, um über Social-Video-Content Zielgruppen nachhaltig und mit dem gewissen Etwas zu erreichen. dandavid.ch 078 700 05 47 oder ob eine Fussball-WM in klimatisierten Stadien im Winter wirklich die richtige Antwort auf den Dürre-Sommer darstellt. Einmal mehr schauen die Kabarettistinnen, Liedermacher und Wortartisten der Bundesordner-Crew satirisch zurück aufs Jahr und einmal mehr garantieren sie Einsichten, die es in sich haben. Denn eines ist klar: Irgendwo müssen wir den geballten Irrsinn aus 2022 ja End-Lägern. Seit 2008 gibt es ihn, den «Bundesordner» des Casinotheaters Winterthur. So gesellt sich jeweils im Januar ein wechselndes Ensemble aus Kabarettistinnen und Kabarettisten zusammen, um die Dossiers des vergangenen Jahres satirisch aufzuarbeiten und adäquat abzulegen. In Bundesordnern versteht sich. Innerhalb einer Woche zimmern die Künstlerinnen und Künstler dafür aus vielen Einzelnummern ein abendfüllendes Gesamtkunstwerk. Und damit nicht nur Winterthur in den Genuss dieser satirischen Meisterleistung kommt, schwärmt die Bundesordner-Crew aus und zeigt das Stück auch im Stadttheater Schaffhausen. Das Casinotheater Winterthur präsentiert «Bundesordner ’22» am Mittwoch, 25. Januar und Donnerstag, 26. Januar, um jweils 19.30 Uhr im Stadtthetaer in Schaffhausen. stadttheater-sh.ch Durchwegs positives Geschäftsjahr Die Raiffeisenbank Schaffhausen blickt erfreut auf das Jahr 2022 zurück. Die Bank erzielte einen Gewinn von zwei Millionen Franken, die Kundeneinlagen stiegen auf 988,4 Millionen Franken und das Hypothekarvolumen erhöhte sich um 5,2 Prozent. Sind erfreut über das sehr gute Jahresergebnis der Raiffeisenbank Schaffhausen: Daniel Brüschweiler, Vorsitzender der Bankleitung, und Marlis Pfeiffer, Verwaltungsratspräsidentin. Bild: Lara Gansser PR SCHAFFHAUSEN 44 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, über 8000 Beratungen, 618 neue Kundinnen und Kunden – diese Zahlen gehören zum Geschäftsjahr 2022 der Raiffeisenbank Schaffhausen. Vergangenen Freitag präsentierten Daniel Brüschweiler, Vorsitzender der Bankleitung, und Marlis Pfeiffer, Verwaltungsratspräsidentin das Jahresergebnis der Genossenschaft. Starke Position ausgebaut Die Raiffeisenbank Schaffhausen hat im Berichtsjahr 2022 ein sehr gutes Ergebnis erzielt, wie die beiden Verantwortlichen an der Medienkonferenz ausführten. «Wir durften wirklich sensationelle Zahlen schreiben», so Daniel Brüschweiler. Unter anderem sei die starke Position im Kundengeschäft weiter ausgebaut worden. Die Kundeneinlagen haben um ein Prozent auf 988,4 Millionen Franken zugenommen und die Hypothekarforderungen um 5,2 Prozent auf 1071 Millionen Franken. «Trotz der unsicheren Marktlage haben viele Kundinnen und Kunden ein neues Wertschriftendepot eröffnet und vertrauen bei der Vermögensanlage unserer Kompetenz», so Daniel Brüschweiler. Der Depotbestand betrug per 31. Dezember 2022 230 Millionen Franken (Vorjahr: 224,1 Millionen Franken). «Wir durften wirklich sensationelle Zahlen schreiben» Daniel Brüschweiler Vorsitzender der Bankleitung Strategische Prioritäten auf Kurs Zu Beginn der Pressekonferenz ging Marlis Pfeiffer zudem auf die Verantwortung der Bank als Genossenschaft ein. «Das Genossenschaftskonzept ist zeitgemäss und stellt sich für uns als Erfolgsfaktor heraus», so die Verwaltungsratspräsidentin. Dazu gehören unter anderem der Solidaritätsgedanke sowie das Stimmrecht. Die strategischen Prioritäten seien auf Kurs und auch im neuen Jahr werden drei Stossrichtungen verfolgt: Investitionen in die digitale und physische Nähe, eine weitere Stärkung des Vorsorge- und Anlagegeschäfts sowie das Handeln als verantwortungsvolle Genossenschaft. Erfreuliche Ertragsentwicklung Die Ertragssituation der Raiffeisenbank Schaffhausen habe sich positiv entwickelt. Der Bruttoerfolg aus dem Zinsengeschäft erhöhte sich um 0,9 Millionen Franken (+9,2 Prozent) auf 11,2 Millionen Franken. Besonders erfreulich sei die Entwicklung im indifferenten Geschäft. Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft ist um 0,5 Millionen Franken (+23,7 Prozent) auf 2,5 Millionen Franken gestiegen. Trotz des volatilen Marktumfelds fällt der Erfolg aus dem Handelsgeschäft mit 1,3 Millionen Franken leicht über dem Vorjahresniveau aus (Vorjahr: 1,2 Millionen Franken). Der Geschäftsertrag hat dank des starken operativen Geschäfts insgesamt um eine Millionen Franken (+7,1 Prozent) auf 15,3 Millionen Franken zugenommen. Endlich wieder Kundenevents Die Raiffeisenbank Schaffhausen behielt die Kosten im Geschäftsjahr 2022 im Griff. Nach zwei Jahren Pandemie durfte die Raiffeisenbank Schaffhausen wieder Kundenveranstaltungen durchführen und unterstützte unter anderem lokale Projekte und Vereine mit ihrem Sponsoring-Engagement. «Der Besuch im Zirkus Knie hat sich bei uns zu einer Tradition entwickelt», so Daniel Brüschweiler. «Die Genossenschafterinnen und Genossenschafter haben den Anlass während der Pandemie vermisst.» Mit Blick auf das Jahr 2023 stehen personelle Veränderungen bevor: Die Raiffeisenbank verstärkt ihre Beratungsteams. Per Jahresende beschäftigte die Raiffeisenbank Schaffhausen 44 Mitarbeitende, davon fünf Auszubildende. Im ersten Quartal 2023 werden drei weitere Mitarbeitende zur Raiffeisenbank Schaffhausen stossen. Daniel Brüschweiler wird im Laufe des Jahres pensioniert und leitet die Bank noch bis Ende Oktober 2023. Die Nachfolgeregelung laufe. «Es gibt nichts Schöneres, als mit so einem Ergebnis aufzuhören», so Daniel Brüschweiler mit Blick auf seine Pensionierung. Gut aufgestellt für die Zukunft Weiterhin investierte die Bank in den Ausbau der physischen und digitalen Kundennähe. Der Personalaufwand sei aufgrund von Sondereffekten leicht (-0,7 Prozent) gesunken und der Sachaufwand leicht (+3,2 Prozent) gestiegen. Die Cost Income Ratio sank damit auf knapp unter 50 Prozent (Vorjahr: 55 Prozent). Die Kapitalsituation der Raiffeisenbank Schaffhausen ist stabil und erfreulich. Mit einem Jahresgewinn von 1,98 Millionen Franken (Vorjahr: 1,72 Millionen Franken, +15,1 Prozent) für das Geschäftsjahr 2022 stärkt sie ihre Eigenkapitalbasis erneut. Die Raiffeisenbank Schaffhausen ist somit gut aufgestellt und für die kommenden Jahre gerüstet. Aufgrund der geopolitischen Unsicherheiten, der anhaltend hohen Inflation und der steigenden Rezessionsgefahr bleibe das Marktumfeld herausfordernd, wie es abschliessend seitens der Bank hiess. Für das Geschäftsjahr 2023 erwarte die Raiffeisenbank Schaffhausen dennoch einen soliden Geschäftsgang. (shb. / lg.) raiffeisen.ch

Bock | Dienstag, 24. Januar 2023 9 sport «Zäme für Schaffhuuse» Ein Sportduell im Zeichen des guten Zwecks: Vergangenen Sonntag ging das erste Benefizspiel zwischen den Kadetten Schaffhausen und dem FC Schaffhausen über die Bühne. Der Anlass war geprägt von Leidenschaft, Fairness und ganz viel Humor. FUSSBALL UND HANDBALL SCHAFFHAUSEN Lara Gansser Am Sonntag flogen ausnahmsweise nicht nur die Handbälle in der BBC-Arena, sondern auch die Fussbälle. Die Kadetten Schaffhausen luden gemeinsam mit dem FC Schaffhausen zum ersten Benefizspiel «Schaffhuuse zeigt Herz» ein. Und der Anlass wurde dem Namen in allen Hinsichten gerecht: Zwischenzeitlich lief FCS-Fussballstar Raúl Bobadilla im orangen Trikot von Sandro Obranović für die Handballer auf, Kadetten-Goalie Kristian Pilipović zog sich dafür ein gelbes FCS- Shirt über und die ersten 7-Meter schossen die Maskottchen Kadscha und FCS-Böckli. Im Vordergrund stand an diesem Anlass zu keinem Zeitpunkt die sportliche Leistung, sondern die Unterhaltung und allem voran der gute Zweck. Die Einnahmen werden an die Stiftung altra schaffhausen gespendet. Als Vertreter der altra richtete Sven Stückmann einige Worte an die 812 Zuschauerinnen und Zuschauer: «Die altra gehört zu Schaffhausen wie der FCS und die Kadetten. Wir freuen uns sehr über diese grossartige Unterstützung.» Humor und Showeinlagen In der ersten Halbzeit stand Fussball auf dem Programm. Im Kadetten-Tor stand Lukas Herburger – passend zu seiner Funktion als Captain mit Kapitänsmütze, die er später an FCS-Captain Serge Müller übergab. Erwartet gingen die Fussballer mit 1:0 in Führung – doch weniger erwartet entwickelte sich der weitere Spielverlauf. FCS-Trainingsgast Luca Spina schoss das 2:1 für die Kadetten, Eigentore blieben keine Seltenheit und die Anzahl Spieler auf dem Feld wurde zur Nebensache. Auch das 7-Meter-Schiessen gestaltete sich zum Vergnügen des Publikums. Mal probierten sich die Spieler mit besonderen Trickshots, mal standen plötzlich drei Goalies zwischen den Pfosten, mal galt es gegen die Maskottchen anzukommen. Nach dem gleichen Credo ging es in der zweiten Halbzeit mit Handball weiter. Sowohl die Handballer als auch die Fussballer gaben ihr Ballgefühl zum Besten und brachten das Publikum Tor für Tor zum Jubeln. Nach Spielschluss stand mit dem Resultat von 20:20 ein faires Unentschieden auf der Anzeigetafel. Gejubelt wurde gemeinsam. Abschliessend galt es für die Trainer den jeweiligen «Best Player» des gegnerischen Teams zu küren. Adli Eyjólfsson kürte Raúl Bobadilla zum besten Handballer, Torben Matzken erhielt von Selcuk Sasivari die Auszeichnung zum besten Fussballer. Und nun kamen die Autogrammjägerinnen und Autogrammjäger auf ihre Kosten – alle Spieler standen für Gespräche und Selfies zur Verfügung. Der Abend endete, wie er angefangen hatte: Mit viel Herz für Schaffhausen. Gemeinsam jubeln ist am schönsten – das Benefizspiel zwischen den Kadetten und dem FC Schaffhausen endet mit einem 20:20-Unentschieden. Bilder: Lara Gansser Am Benefizspiel im Einsatz: Fussball-Schiedsrichter Massimo Furlan (l.) und Handball- Schiedsrichter Beat Schneider. «Er hat sich fantastisch gemacht als Fussballer», so Josip Krznaric (r.) über Kadetten- Torhüter Kristian Pilipović. Der FCS-Captain in neuen Farben: Serge Müller unterstützte die Handballer im Trikot von Lukas Herburger – mit passender Kapitänsmütze. Grosser Ansturm auf dem Handballfeld: Nach dem Spiel standen die Spieler für Fotos und Autogramme zur Verfügung. Andrin Müller (r.) spielt selbst bei der U13-Elite Handball und freute sich nach dem Spiel ein Autogramm von Donát Bartók abzustauben. Sprache und Sport verbinden: Noé Hottinger, Jetmir Krasniqi und Mehdi Ben Romdhane (v. l.) sind alle in der Westschweiz aufgewachsen. sport in kürze Volleyball: Vergangenen Samstag reisten die Volleyballerinnen des VC Kanti nach Saignelégier, wo sie auf Biwi VFM Volleyball Franches-Montagnes trafen. Die Schaffhauserinnen entschieden das Duell mit 0:3 für sich (19:25, 22:25, 18:25) und sichern sich damit die nächsten drei Punkte. Nach diesem Sieg ist der VC Kanti zurück auf dem dritten Tabellenrang hinter Neuenburg und Düdingen. Kommenden Samstag, 28. Januar, empfangen die Kanti-Girls den VBC Cheseaux. Das Spiel wird um 16.30 Uhr in der BBC-Arena in Schaffhausen angepfiffen. Fussball: Zwei Spieler bleiben leihweise beim FC Schaffhausen: Robin Kalem bleibt bis zum 30. Juni 2023. Der 20-jährige Mittelfeldspieler hatte schon in der ersten Saisonhälfte für den FCS gespielt und sich als wichtige Stammkraft etabliert. Weiter schliesst sich Simone Stroscio den Munotstädtern leihweise bis Ende Saison an. Simone Stroscio gab in der vergangenen Saison sein Profidebüt im Super League Spiel gegen die Berner Young Boys. Schiessen: Vom Team der Schützengesellschaft der Stadt Schaffhausen war in der zweiten Runde der Luftgewehr-Gruppenmeisterschaft eine Steigerung gefragt, damit der angestrebte Platz im nationalen Finale erreicht wird. Mit dem Rundenresultat von 1513 Punkten egalisierten die Munotstädter (Roger Schnetzler, Céline Depeder und Rico Blanz) das Ergebnis der Auftaktrunde. Wenn sie sich in der letzten Runde für den Final qualifizieren wollen, ist eine Leistungssteigerung gefordert, heisst es seitens der Schützengesellschaft. Handball: Vergangenen Freitag fand der traditionelle Kulturanlass der Futura Gönnervereinigung der Kadetten Schaffhausen in der Rathauslaube in Schaffhausen statt. Mit einer kurzen Begrüssung hiess Präsident Hans Graf die 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer willkommen. Anschliessend stellte Organisator Boris Litmanowitsch den Höhepunkt des Abends vor: das Duo Les Papillons. Die Programme von Les Papillons lassen sich in kein Genre pressen. Giovanni Reber, Violine, und Michael Giertz, Piano, bringen bestens bekannte Zitate aus rund 100 Musikstücken auf einzigartige Art und Weise zusammen. In wilden Collagen erzählen sie Geschichten und ziehen das Publikum mit atemberaubender Virtuosität und Verspieltheit in ihren Bann. Dem einstündigen Musik-Programm folgte ein leckeres und umfangreiches Flying-Dinner im Foyer, bevor der sehr gelungene Anlass zu Ende ging. (shb.) Der schmale Grat zwischen Gesundheit und Erfolg KOLUMNE – SPORT SCHAFFHAUSEN UND OBERSTDORF Lukas Britschgi, Eiskunstläufer Es war der Abend des 24. Novembers 2022. Meine Saison war bis anhin sehr gut verlaufen. Keine Woche zuvor hatte ich die beste Leistung meines Lebens in Warschau an einem Wettkampf gezeigt. Ich war in Topform und bereit, im Dezember den Schweizermeistertitel zum vierten Mal zu holen. Doch in gefühlt drei Sekunden nahm mein weiterer Saisonverlauf eine Wendung. Ich stürzte und brach mir das linke Schlüsselbein. Ich spürte direkt, dass irgendwas mit der linken Schulter nicht stimmte, was dann auch kurze Zeit später das Röntgenbild bestätigte. Meine erste Reaktion darauf, nebst Frust und Ärger, war die Frage, wie lange die Heilungsphase dauern würde. Es waren noch ungefähr zwei Monate bis zu den Europameisterschaften, die ich auf keinen Fall verpassen möchte. Die Ärzte meinten, je nach Behandlung zwischen vier und sechs Wochen. Ich hatte zwei Optionen, entweder eine konservative Behandlung oder zwei operative Eingriffe. Mit einer Operation könnte ich früher mit dem Training anfangen, jedoch bringt eine Operation immer gewisse Risiken mit sich. Mit einer konservativen Behandlung könne der Arzt mir jedoch nicht sagen, ob eine Europameisterschaft machbar sein würde. Die Entscheidung lag nun ganz bei mir. Wollte ich die Risiken einer Operation auf mich nehmen, dafür aber auch mit hoher Wahrscheinlichkeit an den Meisterschaften teilnehmen können? Oder wollte ich den konservativen Weg einschlagen, mit dem Risiko, für die Europameisterschaften nicht rechtzeitig bereit zu sein?Also kurz gesagt: Gesundheit oder (möglicher) Erfolg. Nach intensiver Auseinandersetzung mit meinem Betreuungsstab und mir selbst, habe ich mich für den konservativen Weg entschieden, der eine Teilnahme auch nicht zu 100 Prozent ausschliesst. Jetzt galt es, alles zu unternehmen, damit ich eventuell trotzdem noch an die EM gehen kann. Zwei Wochen nach dem Sturz war ich wieder im Fitness und habe mit dem Training der unteren Extremitäten begonnen. Nach knapp drei Wochen stand ich auch schon wieder auf dem Eis, den Arm in der Schlinge, um das Gefühl fürs Eis wieder zu bekommen. Ob dies aus gesundheitlicher Sicht vernünftig war? Ich bezweifle es, denn ein Sturz, der auf dem Eis nicht sehr abwegig gewesen wäre, hätte mich wieder drei oder mehr Wochen zurückgeworfen. War dieses Risiko einzugehen notwendig? Sofern ich für die EM fit sein möchte, ja definitiv. Dieses Risiko einzugehen hat sich insofern ausbezahlt, dass ich mich in den letzten Vorbereitungen für die EM vom 23. bis zum 29. Januar 2023 im finnischen Espoo befinde und mich ready fühle. Die Vorbereitungen verlaufen gut, wenn auch noch nicht 100 Prozent schmerzfrei.

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