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Bock E-Paper 2023 KW12

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European League Spiel

European League Spiel gegen das schwedische Top Team: Live auf Kadetten – Ystads IF HF DONÁT BARTÓK Rückraum rechts ACHTELFINAL Dienstag, 21. März, 20.45 Uhr, BBC-Arena Matchprogramm auf www.kadettensh.ch Kadetten Schaffhausen. Schweizer Champions im Internationalen Handball: 27 mal dabei Günstiger anfeuern Einfach Bankkarte zeigen und Heimvorteil nutzen www.shkb.ch/heimvorteil Matchtipp Andreas Heller GVS Schachenmann 30: 27 Matthias Braun Braun Bootstechnik 28: 27 IHR TRANSPORT- & LAGERLOGISTIK- PARTNER IN DER REGION Gambling Night jeden dritten Freitag im Monat CHF 10’000.- gewinnen Planzer Logistik AG | planzer.ch Ebnatstrasse 165 | 8207 Schaffhausen Fanartikel vor Ort einkaufen | Öffnungszeiten Fanshop: Mo 220816_GN_Ins54x53_CSA.indd – Fr: 8 – 17 Uhr, 1 Herrenacker 16.08.22 13:35 15 | 8200 Schaffhausen | meetingpoint-sh.ch

Bock | Dienstag, 21. März 2023 kuLtur und Gesellschaft 15 Eine italienische Auszeit Bock-Vorschau Bei einem Besuch beim Coiffeur oder beim Barbier stehen in aller Regel die Haare im Mittelpunkt. Nicht so beim Rosario Barber Shop an der Vordergasse in Schaffhausen. Neben Fussball, Espresso und Politik wird der eigentliche Grund des Besuches trivial. Und trotzdem sitzen danach die Haare. Wo sich Nostalgie und italienisches Flair vereinen. Lucio Rambone (l.) und sein Vater Rosario in ihrem zweiten Zuhause. PORTRÄT SCHAFFHAUSEN Gabriella Coronelli Wer sich nicht selbst um das Kürzen der Haare oder die Rasur kümmern möchte, hat in Schaffhausen die Qual der Wahl. Wenn der Coiffeurbesuch mit einer kulturellen Zeitreise nach Süditalien bereichert werden soll, bietet sich der Barber Shop von Rosario Rambone an der Vordergasse an. Hier trifft Nostalgie auf Italianità. Der Haarschnitt oder die Nassrasur wird zur Nebensache. Die Espresso-Maschine kühlt sich selten ab. Das Heissgetränk fliesst in Strömen und sieht genau so aus, wie es sein soll: klein, stark und schwarz. Geredet wird viel, laut und praktisch ausschliesslich über italienischen Fussball. Der Rosario Barber Shop ist seit vielen Jahren ein Treffpunkt für Jung und Alt. Als Gesamtpaket könnte es auch als populäre Schaffhauser Männerbastion beschrieben werden. Oder als Männer- Spa im Mittelpunkt der Munotstadt. Den Beruf in der DNA Rosario Rambone ist so etwas wie eine Institution in Schaffhausen. «Il barbiere di Sciaffusa» (italienisch für «der Barbier aus Schaffhausen») ist weit über die Stadtgrenze von Schaffhausen hinaus bekannt und erfreut sich auch ausserkantonal grosser Beliebtheit. Seit über 50 Jahren kümmert sich der 67-jährige Süditaliener um das gepflegte Erscheinungsbild seiner weitestgehend männlichen Kunden. Schon als Zwölfjähriger schnitt er nachmittags nach der Schule in seinem Heimatdorf in der italienischen Provinz Caserta Haare. «Ich habe noch nie auch nur einen Gedanken daran verschwendet, einen anderen Beruf ausüben zu wollen» erzählt er sichtlich stolz. «Der Beruf ist Bestandteil meiner DNA.» Der quirlige Italiener kam im August 1972 mit seiner Familie in die Schweiz. Sein Vater war schon seit einigen Jahren in Schaffhausen wohnhaft und so lag es auf der Hand, dass auch Rosario Rambone in die Munotstadt zog. Er erzählt von den Anfängen seiner beruflichen Laufbahn in der Schweiz: «Ich arbeitete von Beginn an in einem Herrensalon in der Unterstadt. Das gefiel mir gut und ich hatte die Gelegenheit, mit meinem Chef und den Kunden die deutsche Sprache zu erlernen». Nach elf Jahren ergab sich dann für Rosario Rambone die Gelegenheit, sich in die Selbstständigkeit zu wagen. Bild: Gabriella Coronelli Seit 1984 ist «il barbiere di Sciaffusa» an der Vordergasse. Das Inventar lässt darauf schliessen, dass sich seither nur wenig verändert hat. Der Barbier der alten Schule scheint nicht nur an Traditionen festzuhalten. Auch sein Sohn Lucio, der vor zwei Jahren die Geschäftstätigkeit übernommen hat, scheint sich in dieser nostalgischen Atmosphäre wohlzufühlen. Wie in Nonnas Wohnzimmer Die Ausstattung des Salons weckt Kindheitserinnerungen. Die teils antiquierten Gegenstände erinnern auf den ersten Blick an das Wohnzimmer einer süditalienischen Familie. Der Kaffeeduft tut sein Übriges. Fanartikel verschiedener italienischer Fussballmannschaften lassen darauf schliessen, dass nicht alle Mitarbeiter den gleichen Club wie Rosario Rambone anfeuern. In der Tat ist es so, dass Vater und Sohn sowie die beiden Mitarbeiter unterschiedliche Vereine unterstützen. Da Fussball in Italien bekanntermassen mehr als nur ein beliebter Breitensport ist, gehören lebhafte Diskussionen darüber, welche die bessere Mannschaft ist, zum Standardrepertoire. Und alle Anwesenden werden in die zum Teil lautstarken Diskussionen involviert. Anmeldung nicht möglich Eine Voranmeldung ist beim «barbiere di Sciaffusa» nicht möglich. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Sind alle Friseursessel besetzt, können wartende Besucher auf den Stühlen gegenüber der Spiegelwand Platz nehmen und den angeregten Diskussionen folgen. «Hier wird meistens über Fussball gesprochen. Manchmal auch über Politik und Wirtschaft, aber dies eher selten», erzählt der 67-jährige Barbier. Lange Wartezeiten soll es indes nicht geben. Denn anders als zu den Anfangszeiten wird der heutige Geschäftsführer Lucio Rambone durch zwei Mitarbeiter unterstützt. Und auch Rosario Rambone ist regelmässig noch an seiner Arbeitsstelle anzutreffen. Es scheint so, dass er auch nach Erreichen des Rentenalters nicht loslassen kann. «Ich bin froh um seine Unterstützung», erzählt der Sohn. Er selbst sowie seine zwei Angestellten Vincenzo Caruso und Francesco Iapozzuto sind gelernte Coiffeure. «Wenn Not am Mann ist oder jemand ausfällt, kann ich immer mit der Unterstützung meines Vaters rechnen». Die neue Ära Lucio Rambone erzählt, dass bei der Entscheidungsfindung seiner künftigen Berufswahl nicht von Anfang an klar war, dass er in die Fussstapfen seines Vaters treten würde. «Ich habe in vielen anderen Berufen eine Schnupperlehre absolviert. Die Letzte war bei einem Coiffeur und da hat auch mich die Leidenschaft gepackt», erzählt er schmunzelnd. Dem heute 37-Jährigen gefiel insbesondere der Kontakt zu den Leuten. Daran hat sich bis heute nichts geändert. «Es ist zu grossen Teilen die Leidenschaft zum Beruf, aber auch das ganze Drumherum», gibt der zweifache Vater an. Er habe bei der Übernahme des Geschäftes seines Vaters bewusst wenig verändern wollen. «Wieso sollte ich etwas ändern, wenn ich und insbesondere unsere Kunden uns wohlfühlen.» Alle dürfen demnach ohne Voranmeldung eintreten, sich in die lebhaften Unterhaltungen einbringen und herausfinden, warum ein Coiffeurbesuch nicht ausschliesslich nur mit einem Haarschnitt verbunden werden muss. Und bei einem Espresso über den kommenden italienischen Fussballmeister sinnieren. Irish Music mit Hemmentaler Genen: Die Rockets live in Merishausen. Bild: zVg. Irish night in merishausen Merishausen verwandelt sich zum irischen Mekka, wenn am Freitag, 24. März, um 18 Uhr im Hirschen die Irish Night eingeläutet wird. Die Singer-Songwriterin Nuela eröffnet den Abend, ehe «Weedrums» keltische Traditionsmusik spielen. Zeitgleich findet auch ein Bierfestival statt, welches bis zum Startschuss der legendären «Rockets» schon für einige feuchte Kehlen gesorgt haben wird. «Sláinte!», wie die Iren zu sagen pflegen. Prost! (shb.) Was führen die Jungen auf der Insel des Glücks im Schild? Bild: zVg. Teenyalarm auf der Insel Fünf Jugendliche mit derselben Idee: Alle wollen die «Insel des Glücks» für sich alleine beanspruchen. Doch es kommt alles anders. Fünf Teenager zwischen 14 und 17 Jahren präsentieren ihre Schauspielgeschichte unter der Leitung von Simon Kramer vom Jugendclub momoll Theater. Die Vorführungen finden am Samstag, 25. März, um 19 Uhr sowie am Sonntag, 26. März, um 17 Uhr im Fasskeller in Schaffhausen statt. (shb.) Nacht der Schwermetaller Im klub 8 an der Safrangasse in Schaffhausen fand am vergangenen Freitag die erste Metalnight statt. Fünf regionale Bands sorgten für einen stimmungsvollen Abend. MUSIK SCHAFFHAUSEN Ronny Bien Die Verantwortlichen des klub 8 haben sich auf die Fahne geschrieben, ihr Programm so zu gestalten, dass alle Musikgeschmäcker abgedeckt werden. Am vergangenen Freitagabend wurde nun ein weiteres Kapitel eröffnet. Dieses Mal kamen die Schwermetaller an der «Metalnight» voll auf ihre Kosten. Fünf Formationen sorgten im ehemaligen «Chäller» für eine ausgelassene und absolut friedliche Stimmung. Organisator Yannick Vuga zeigte sich sehr zufrieden nach diesem ersten Festivalabend. «Wir hatten viel mehr Besucherinnen und Besucher, als wir uns erhofft hatten», stellte er fest. Es war ein gut durchmischtes Publikum von langjährigen Szenegängerinnen und -gängern, die teilweise zum ersten Mal seit 30 Jahren wieder in diese Location zurückkehrten. Aber auch viele Junge gesellten sich unter das freudetrunkene Volk und frönten dem musikalischen Geschehen. Die Vorbereitungen verliefen reibungslos, ehe die Headliner-Band «KLAW» zwei Tage vor dem Anlass ihren Auftritt kurzfristig absagen musste, weil sich einer der Musiker bei einem Arbeitsunfall an der Hand verletzte. Mit einer Spontanaktion wurde die Winterthurer Formation «Fear Lab» eingeladen. Und nicht nur diese Band lieferte. Das gesamte Metalgenre bedient Den Auftakt machte das Schaffhauser Quartett «Plastic Paul», die selbst ernannten Alternativrocker aus Schaffhausen. Unverkennbar das Shouting des Sängers Michael Härdi, während die Band laut, aber präzise ihre Rhythmen voranpeitschte. Schon kurz darauf blökten die «Fearless Fainting Goats» drauf los. Das Schaffhauser Triogespann gilt in der regionalen Szene schon längst als etabliert und lief an seinem Konzert einmal mehr zur Höchstform auf. «Death Kiss Candy» ist eine relativ frische Zusammenstellung mit Sitz in Diessenhofen und trat in dieser Konstellation an der Metalnight erst zum zweiten Mal überhaupt auf. Dass mit Laura Strasser eine Frau am Gesang und Synthesizer glänzte, bedarf mehr als nur einer Randbemerkung. «Fear Lab» kurzfristig eingesprungen Keine Zeit zum Durchschnaufen, denn schon bald wurde die Bühne für «Fear Lab» freigegeben, die noch eine deftige Schippe drauflegten. Das Publikum zeigte sich sehr wohlwollend und feierte die Strommusikparty tüchtig mit. Für den krönenden Abschluss war «Sons Of Coherence» besorgt. Die Winterthurer Combo ist in der Metalszene alles Beni Holenweg (l.) und Martin Gessler heizen mit der Band «Plastic Paul» den klub 8 ordentlich ein. Bild: rob. andere als unbekannt und gilt gerade für ihre unerwarteten Stil- und Rhythmuswechsel als berüchtigt. Die erste Austragung der Metalnight fand von allen Seiten Gefallen, sodass die Chancen für eine zweite Durchführung in der kommenden Herbst- Wintersaison durchaus bestehen. Kultureller Begegnungstag zwischen Diessenhofen und Gailingen. Bild: nh. Begegnungen auf Rheinbrücke Die Brücke zwischen Diessenhofen und Gailingen wird am Sonntag, 26. März, zum Treffpunkt. In Erinnerung an die Grenzschliessungen 1942 und 2020 findet um 14 Uhr eine Lesung über Fluchtgeschichten im Jüdischen Museum in Gailingen statt. Danach richten auf der Brücke selbst die beiden Gemeindepräsidenten um 15.45 Uhr das Wort an die Besuchenden, ehe Regina Masuhr mit «The Flowing Roses» um 16 Uhr übernimmt. (shb.)

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