SONNTAG 06. SEPTEMBER 17:00 BBC ARENA LIVE AUF RED.SPORT MIT GESCHWINDIGKEIT UND DYNAMIK ZUM ERFOLG KADETTEN - BSV BERN SPIELPLAN Mi 26.08.2026 19:15 HSC Suhr Aarau 20:28 Kadetten QHL Schachen Aarau Sa 29.08.2026 18:00 Kadetten 42:35 Wacker Thun QHL BBC Arena A Schaffhausen Mi 02.09.2026 19:15 GC Amicitia Zürich - Kadetten QHL Saalsporthalle Zürich Zoran Markovic Rückraum links So 06.09.2026 17:00 Kadetten - BSV Bern QHL BBC Arena A Schaffhausen Sa 12.09.2026 18:00 Pfadi Winterthur - Kadetten QHL AXA Arena Winterthur Matchprogramm www.kadettensh.ch MATCHTIPP Philipp Stauber Stauber Malergeschäft, Geschäftsführer 32:29 Günstiger anfeuern Einfach Bankkarte zeigen und Heimvorteil nutzen Mit positiver Einstellung und den von Spiel zu Spiel besseren Automatismen werden die Kadetten gegen BSV Bern gewinnen. www.shkb.ch/heimvorteil PARTNER DER KADETTEN IHR TRANSPORT- & LAGERLOGISTIK- PARTNER IN DER REGION Hopp Kadette! Ein starker Reisepartner für ein starkes Team Planzer Logistik AG | planzer.ch Ebnatstrasse 165 | 8207 Schaffhausen Ihr lokaler Partner
Bock | Dienstag, 1. September 2026 11 kuLtur Die besondere Gipfelgeschichte Seit gut einem Jahr führt Johanna Ehlers das Bohnenblühn an der Webergasse. Dass sie überhaupt in Schaffhausen gelandet ist, war dabei eher Zufall. Heute ist das kleine Café für sie weit mehr als nur ihr Arbeitsplatz - es ist ein Ort, an dem Handarbeit, Kaffee und persönliche Begegnungen zusammenkommen. Seit Juli 2025 betreibt Johanna Ehlers das Bohnenblühn an der Webergasse. PORTRAIT SCHAFFHAUSEN Salome Zulauf Dass ihr Gipfeli Ende letzten Jahres von der «Schaffhauser AZ» in ihrem selbst kreierten Gipfelstürmer-Ranking zum besten Gipfeli der Stadt gekürt wurde, damit hätte Johanna Ehlers, Besitzerin des Cafés Bohnenblühn an der Webergasse, bestimmt nicht gerechnet. «Ich kann mich noch gut an den Tag erinnern, als der Redaktor fünf Gipfeli gekauft hat. Dass sie für einen Test bestimmt waren, wusste ich allerdings nicht. Sonst hätte ich ihm etwas schönere Exemplare mitgegeben», erinnert sich die 28-Jährige. Einige Wochen später stand sie dann mit ihrer Gipfelikreation in der Zeitung. «Danach wollten plötzlich alle mein Gipfeli probieren.» Die Zeitungsausgabe mit dem Gipfeli- Ranking hängt bis heute links neben dem Eingang - gut ersichtlich, wenn man das Bohnenblühn betritt. Die Handarbeit Drinnen im Café finden rund 15 Personen Platz, bei schönem Wetter stehen draussen weitere Tische bereit. Im hinteren Teil des Cafés steht der Tresen mit einer grossen Siebträgermaschine, dahinter eine kompakte Küchenzeile mit Backofen, Spülbecken und Ablagefläche. Mitten drin steht Johanna Ehlers. Gerade lässt sie einen Kaffee heraus und zaubert mit aufgeschäumter Milch ein Herz darauf. In der Vitrine liegen noch die letzten vier Gipfeli des Tages. «Du hast Glück, dass noch welche da sind. Um zwei Uhr ist das nicht immer garantiert», sagt sie zur «Bock»-Redaktorin. Das Gipfeli ist mittlerweile zu einer Art Markenzeichen des Bohnenblühn geworden. Jeden Tag bereitet Johanna den Teig selbst zu. Bis aus den einzelnen Zutaten ein goldbraunes Gipfeli wird, dauert es drei Tage. «Im Vergleich zu anderen Gipfeli sind meine von der Zubereitung her sehr französisch - also mit viel Butter und etwas schwerer», erklärt die gelernte Konditorin. Jedes Stück wird von Hand gefertigt, weshalb auch keines ganz gleich aussieht. «Ich finde gerade das schön. Es soll nicht aussehen wie aus einer Fabrik.» Dass das Gipfeli ihr Ding ist, wird einem schnell klar. Neben den Exemplaren in der Vitrine steht eine kleine Gipfelfigur aus Keramik, die die Gäste beim Tresen anlächelt. Auch an der Kaffeemaschine hängt ein kleiner Gipfeli-Anhänger. «Ich habe einfach Bilder: Salome Zulauf eine gewisse Faszination für Gipfeli entwickelt und tüftle auch heute immer noch am perfekten Rezept», sagt Johanna und nimmt einen Teller aus der Vitrine. So, jetzt aber genug über die Gipfelkunst. Denn das Gipfeli ist längst nicht das Einzige, was im Bohnenblühn selbst gemacht wird. Im Untergeschoss des Cafés wird auch der Kaffee geröstet. Der Glücksfall Wir setzen uns an einen kleinen Tisch im vorderen Bereich des Cafés. Ob sie schon immer vom eigenen Café geträumt habe? Johanna muss nicht lange überlegen. «Ich bin eigentlich durch einen glücklichen Zufall hier nach Schaffhausen in die Webergasse gekommen.» Ursprünglich stammt sie aus Hannover. Nach ihrem Abitur zog sie für ihre Ausbildung nach Süddeutschland und lernte dort das Konditorhandwerk. Heute arbeitet sie zusätzlich auf ihre Meisterprüfung hin, die sie im November abschliessen möchte. Dass sie irgendwann einmal selbst ein Café führen würde, kam allerdings nicht ganz überraschend. «Ich wollte schon mit 14 Jahren einen kleinen Cupcake-Laden haben», erzählt Johanna. Heute steht sie selbst täglich an ihrer Siebträgermaschine. «Früher dachte ich tatsächlich, dass Kaffee aus einem Vollautomaten das Beste ist», sagt sie. Inzwischen hat sie sich viel Wissen angeeignet und lernt nach wie vor jeden Tag Neues dazu. Unterstützt wurde sie dabei auch von einem befreundeten Barista, der ihr den Einstieg in die Welt des Kaffees erleichterte. Nach Schaffhausen kam Johanna eher zufällig. Über das Café «Station 16» in der Unterstadt lernte sie dessen Besitzerin Katharina Zipf kennen. «Ich war oft dort und wir haben uns ausgetauscht.» Zipf erzählte ihr, dass in der Webergasse eine Nachfolge gesucht wird. Johanna schaute sich das Café kurzerhand an und war sofort begeistert. «Es war geschlossen. Aber ich stand davor und dachte einfach: Wow, richtig cool.» Sie schrieb der damaligen Besitzerin Christa Cotti eine E-Mail. Nur: Die landete im Spam. Erst über einen zweiten Anlauf und eine Kundin kamen die beiden schliesslich in Kontakt. Beim ersten Kaffee war für Johanna dann schnell klar: Das könnte passen. «Da hat es einfach von beiden Seiten gestimmt.» Am 15. Juli 2025 übernahm sie das Bohnenblühn. Das Konzept und auch den Namen behielt sie bei und damit auch viele der langjährigen Stammgäste. Kaffee aus dem Keller? Eigentlich war der Plan ein anderer: Johanna übernimmt das Café, Christa Cotti röstet weiterhin unten im Keller den Kaffee. Doch die Beschaffung der Rohbohnen wurde zunehmend schwieriger. Deshalb stellten sich die beiden gemeinsam die Frage, wie es mit der Rösterei weitergehen soll. «Christa war sehr bemüht, dass ich einen guten Start Goldbraun gebacken und von Hand gemacht. habe und für mich alles passt», sagt Johanna. Während Gesprächen mit der Familie entstand schliesslich eine neue Idee: Ihr Schwager Cris Plouda könnte in die Rösterei einsteigen und den Röst-Part übernehmen. «Er ist ein richtiger Visionär. Er hat einfach gesagt: ‹Hey, komm, ich mache das.›» Nur: Von Kaffee hatte Cris Plouda bis dahin kaum Ahnung. Also hiess es für die beiden: lernen. Bücher lesen, Lehrvideos schauen und eine Kaffeemesse in Genf besuchen. «Wir mussten wirklich bei null anfangen», sagt Johanna. Auch Christa Cotti begleitete den Übergang eng und gab ihr Wissen weiter. Heute röstet Cris den Kaffee im Keller des Bohnenblühn. Dabei möchte er den Bezug der Bohnen Schritt für Schritt fairer gestalten. Bereits heute kommen Bohnen direkt aus Uganda. Eine Idee liegt ihm besonders am Herzen: Mit jeder verkauften Packung soll der Schulbesuch eines Kindes für zwei Tage finanziert werden. Und während unten die Bohnen geröstet werden, läuft oben der Cafébetrieb. Johanna kennt inzwischen viele ihrer Stammgäste beim Namen. Oft weiss sie schon, was bestellt wird, bevor überhaupt ein Wort gefallen ist. «Ich kann was geben und ich krieg von ihnen was zurück», sagt sie. Genau dieser Austausch sei es, der ihr an ihrem Café am meisten bedeute. Am Samstag kann es im kleinen Bohnenblühn schon mal eng werden. Dann stehen die Gäste teilweise bis auf die Strasse. Eine grössere Lokalität wäre deshalb naheliegend. Johanna weiss das auch. Trotzdem will sie nichts überstürzen. «Mir ist extrem wichtig, dass die Seele im Bohnenblühn bestehen bleibt, denn das macht dieses Lokal so besonders», so Johanna. Mode erobert die Altstadt Am 4. September wird der Fronwagplatz zum Catwalk: Beim zweiten Fashion Friday zeigen zehn Geschäfte, was sie in ihren Läden zu bieten haben. GESELLSCHAFT SCHAFFHAUSEN Stephanie Torrico Jeden ersten Freitag des Monats findet der First Friday statt, wobei die Geschäfte in der Altstadt Schaffhausen ihre Türen länger offenhalten. Auch diesen Monat findet er wieder statt, dieses Mal mit einem besonderen Highlight: dem Fashion Friday. Was genau auf dem Fronwagplatz dabei geschehen wird, erklärt Luna Bischoff, die dieses Jahr sowohl Teil des Organisationskomitees des First Friday als auch des Fashion Friday ist. Lokale Geschäfte auf dem Laufsteg Am 4. September heisst Schaffhausen seinen eigenen Catwalk willkommen. Dabei geht es aber nicht nur darum, neue Kollektionen vorzustellen, sondern auch darum, den Menschen aus Schaffhausen die lokalen Geschäfte näherzubringen. Zehn Geschäfte der Altstadt kommen dafür zusammen und präsentieren mitten auf dem Fronwagplatz eine von ihnen ausgewählte und zusammengestellte Auswahl aus ihrem Sortiment. Mit dabei sind unter anderem der Augenoptiker Roost, Manor, Zwei Blatt und Dux Mode. Jedes Geschäft bekommt drei Minuten und die Möglichkeit, maximal sechs Models mit den von ihnen ausgewählten Outfits auf den Laufsteg zu bringen. «Die Geschäfte können den Anlass nutzen, um den Besucherinnen und Besuchern zu zeigen, was sie anbieten», erklärt Bischoff. Dabei soll es aber nicht nur um das Angebot der Geschäfte gehen. «Die Menschen hinter den Schaufenstern in den Vordergrund zu stellen», sei ebenfalls ein Ziel der Modeschau. Denn gerade bei lokalen Geschäften gehe es nicht nur um das Angebot, sondern auch um die Menschen, die dahinterstehen. Wenn diese bekannt und sympathisch seien, entstehe auch eine persönliche Verbindung zum Geschäft. Genau diese Verbindung möchte der Fashion Friday fördern. Eine Bühne für die Modegeschäfte Die Idee entstand auch aus einer Wahrnehmung des First Friday. Zwar seien immer alle Geschäfte der Altstadt beteiligt, besonders präsent seien aber jene, die Essen und Getränke anbieten. «Da es dafür Patente braucht, sind viele der Modegeschäfte von Besuchern übersprungen worden. Das wollten wir ändern», erklärt Bischoff. So soll der Fashion Friday den Modegeschäften, die ebenfalls einen wichtigen Teil der Schaffhauser Altstadt ausmachen, eine Bühne geben. Gleichzeitig bringt er verschiedene Geschäfte zusammen. Ein Beispiel dafür ist die Zusammenarbeit zwischen dem Optiker Roost und der lokalen Designerin «Dona Flora». «Sie stellt die Outfits zur Verfügung und wir die Brillen. Somit bringt der Event nicht nur die Auch die erste Ausgabe des Fashion Friday war im letzten Jahr ein Erfolg. Besucherinnen und Besucher zusammen, sondern auch die Mitwirkenden.» Authentisch statt perfekt Bei all dem soll der Spass aber nicht zu kurz kommen. «Bei der Modeschau geht es nicht darum, alles perfekt zu machen, sondern einen authentischen Anlass zu schaffen», so Bischoff. Gerade weil die Beteiligten keine ausgebildeten Laufstegprofis sind, soll sich jeder auf der Bühne Bild: Laura Rubli. wohlfühlen. Der Fashion Friday soll zeigen, was die lokalen Geschäfte zu bieten haben, gleichzeitig aber auch für eine gute Stimmung sorgen. Und vielleicht zeigt genau das auch, was Schaffhausen ausmacht. «Vor allem glaube ich, dass gerade viele junge Menschen der Meinung sind, dass Schaffhausen eine ruhige Stadt ist. Aber dieser Event, allgemein der First Friday, zeigt, wie lebendig die Stadt eigentlich sein kann», sagt Bischoff.
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