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Bock E-Paper KW02_21

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4 Marktinfo Beiträge

4 Marktinfo Beiträge für diese Seite erscheinen im Auftrag der Firmen. Bei Fragen zum Inhalt sind diese direkt zu kontaktieren. Bock | Dienstag, 12. Januar 2021 wer’s glaubt, wird selig PR SCHAFFHAUSEN Michel Steffen (Text und Bild) Vorwärts und rückwärts, am besten gleichzeitig. Das war für mich ein treffender Beschrieb für die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr. Ein Moment in einem luftleeren Raum. Der Weihnachtsbaum stand Ende Jahr noch in der Wohnung, aber gebraucht wurde er nicht mehr. Die Kerzen waren abgebrannt, die Geschenke ausgepackt und die meisten Weihnachtsguetzli waren gegessen. Das alte Jahr war fast vorbei. Das neue Jahr war fast da. Aber beides noch nicht ganz. Mussten wir nun zurück auf das Alte, oder vorwärts auf das Neue schauen? Am besten natürlich auf beides – und zwar gleichzeitig. Doch nun zuerst das Alte. Unser Leben besteht aus verschiedenen Zeitabschnitten, die beginnen und enden. In der Bibel lesen wir, dass alles seine Zeit hat. Weinen und Lachen, Pflanzen und Ausreissen, Umarmen und Loslassen. Und immer, wenn ein Zeitabschnitt in unserem Leben endet, haben wir die Möglichkeit, dies auf eine dankbare Art und Weise zu tun. Das Jahresende bot sich an nochmals zurückzuschauen. Es war ein verrücktes Jahr voller Herausforderungen. Aber dennoch nahm ich mir in die- PR SCHAFFHAUSEN / SINGEN Michel Steffen, Pastor ICF Schaffhausen. sen Tagen die Zeit, um einige Dinge aufzuschreiben, für die ich dankbar bin. Diese Art, Altes zu beenden, hilft mir Neues zu beginnen. Und jetzt das Neue. Neuen Mut, neue Hoffnung, eine neue Perspektive. Ein neues Jahr ist auch ein neuer Zeitabschnitt. Dies macht uns immer wieder für Veränderungen in unserem Leben offen. Die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr geben uns jeweils eine gute Möglichkeit, bereits auf das nächste Jahr zu schauen. Was werden wir tun? Worauf legen wir Wert? Mit welchen Menschen wollen wir Zeit verbringen? Ich nahm mir in diesen Tagen Zeit, um einige Dinge aufzuschreiben, die mir für das bereits begonnene Jahr wichtig sind. Dieser Moment in einem luftleeren Raum kann auch jedes Jahr ein Schlüsselmoment in unserem Leben sein. Vorwärts und rückwärts, aber am besten natürlich gleichzeitig. pfimi-sh.ch erzählzeit ohne grenzen auf den juli verschoben team gehen davon aus, dass sich das Literaturfestival im kommenden Sommer unter einfacheren Bedingungen durchführen lassen wird. Einerseits versprechen die Impfstrategien in der Schweiz und in Deutschland eine zunehmende Entspannung in Richtung der Sommermonate, andererseits wären zu diesem Zeitpunkt bei gutem Wetter auch Lesungen sowie eventuell sogar Rahmenprogramme im Freien möglich. Weitere Informationen über die Erzählzeit ohne Grenzen werden im kommenden Frühling folgen. (shb.) Frühchristentum und Spätantike: Kaiserin Theodora mit Gefolge Kaiserin Theodora mit Gefolge. Ravenna San Vitale, Mosaik (Ausschnitt). PR SCHAFFHAUSEN In einer pandemiebedingt weitgehend veranstaltungslosen Zeit können Online-Angebote eine sinnvolle und attraktive Alternative bilden. Auch Peter Jezler, Vorstandsmitglied des Museumsvereins Schaffhausen, und Elke Jezler haben sich der neuen Situation angepasst. Sie führen ihre Kunst-im-Kontext-Veranstaltungen ohne Publikum, dafür online durch. Seit dem vergangenen Mittwoch läuft der Kurs «Frühchristentum und Spätantike». Er zeichnet sich einerseits durch eine interdisziplinäre Sicht aus, die historische, archäologische, kunstgeschichtliche und kirchengeschichtliche Aspekte in einen stimmigen Zusammenhang bringt. Andererseits werden die Teilnehmer auf einzigartige kunsthistorische Schätze aufmerksam gemacht, deren Schönheit mit Detailaufnahmen herausgestrichen wird. Der kostenpflichtige Kurs besteht aus drei Staffeln à drei Vorträgen, die jeweils am Mittwochabend von 19.30 bis 21 Uhr stattfinden. Wer einen Abend verpasst, hat die Möglichkeit, anderntags eine Aufzeichnung anzuschauen. Deshalb ist auch ein Einstieg in die bereits angelaufene Staffel möglich, obwohl der erste Vortrag «Tetrarchie unter Diokletian und Konstantin/Anfänge des christlichen Bildes» bereits vorbei ist. Morgen Mittwoch folgt der zweite Vortrag «Konstantin und die imperialen Kirchenbauten von Rom, Konstantinopel und Jerusalem», in einer Woche der dritte unter dem Titel «Marmor und Elfenbein – Sarkophage, Konsulardiptychen und Figuren des Kaiserhofs». Die zweite Staffel beginnt gleich anschliessend am 27. Januar, die dritte am 17. Februar. Das genaue Programm findet sich unter nachstehender Adresse. Anmeldungen sowie weitergehende Informationen sind unter peter.r.jezler@gmail.com möglich beziehungsweise erhältlich. (shb.) kunst-im-kontext.com Die Veranstalter der Erzählzeit ohne Grenzen, die Städte Schaffhausen und Singen, PR der Kanton Schaffhausen sowie der Verein SCHAFFHAUSEN Agglomeration Schaffhausen, haben sich angesichts der anhaltend herausfordernden Lage in Bezug auf das Coronavirus und der damit einhergehenden Veranstaltungsbeschränkungen dazu entschlossen, die zwölfte Ausgabe der Erzählzeit ohne Grenzen in den Sommer 2021 zu verlegen. Der Österreicher Sebastian Frimmel verlängert seinen auslaufenden Vertrag bei den Kadetten Schaffhausen, wo er seit der Saison 2018/19 spielt, nicht. Er hat sich dazu entschlossen, den nächsten Karriereschritt zu machen und zum aktuellen Champions-League-Club SC Szeged nach Ungarn zu wechseln. Mit seiner attraktiven Spielweise wurde er in der BBC-Arena zu einem Publikumsliebling Das Literaturfestival findet nun von Freitag und einer festen Grösse innerhalb des Teams. (mt.) bis Sonntag, 2. bis 11. Juli statt. Die Veranstalter und das Organisations- erzählzeit.com kadettensh.ch. Sebastian Frimmel wechselt zum Spitzenteam SC Szeged. Bild: mt. Bild: zVg. frimmel spielt kommendes jahr in ungarn Immobilien Stellenangebote ZU VERKAUFEN: Historisches Wohnhaus mit Raum zur Selbstverwirklichung ZU VERMIETEN: 5.5-Zimmer Wohnung mit 135 m 2 und riesiger Dachterrasse Kanton Schaffhausen Möchten Sie zu einem gut funktionierenden Gemeinwesen beitragen und einen wertvollen Dienst an der Gesellschaft leisten? Aktuell haben wir folgende Stellenangebote: Denkmalgeschütztes Wohnhaus aus dem 16. Jahrhundert in Schleitheim mit 6.5-Zimmer grosser Scheune zur Entwicklung. 666 m 2 Grundstück. Durch die zwingende Sanierung, individuelle Gestaltungsmöglichkeiten. Verkaufsrichtpreis: CHF 475‘000 Lars Huber Tel. +41 (0)52 551 82 21 lars.huber@reasco.ch Lochstrasse 91, 8200 Schaffhausen Erstbezug nach Sanierung im Eigentumsstandard: Grosszügige Attikawohnung mit riesiger Dachterrasse und Lift in die eigene Wohnung. Tiefgaragenplätze können hinzugemietet werden. Bruttomiete p.m.: CHF 2‘590.00 Denise Emmerich Tel. +41 (0)52 551 82 22 denise.emmerich@reasco.ch Tiefbau Schaffhausen Projektleiterin Gewässernutzung und Hydrometrie (m/w), 50 - 70% Ihre Aufgaben: Sie vollziehen die Bundes- und Kantonsgesetzgebung zur Wasserwirtschaft/Gewässernutzung, bearbeiten gewässerrechtliche Bewilligungen, Stellungnahmen und Gesuche, und haben eine Kontroll- und Aufsichtsfunktion im Bereich Gewässer. Ihr Profil: Sie bringen ein Hochschulstudium Ingenieur-/Umweltwesen oder eine höhere Ausbildung in Bautechnik oder Bauwesen, Bauleitung mit, haben einige Jahre Berufserfahrung vorzugsweise in Wasserwirtschaft sowie Freude an Natur und Gewässern. ZU kaufen gesucht Gesucht Lagerhalle ab 300 m 2 zum Kaufen. Unterlagen bitte an Trybol AG Neuhausen, info@trybol.ch Da für alle. Jetzt Gönner werden: rega.ch/goenner Mofa, Töffli, fahrbereit od. auch defekt. Puch, Alpa, Zündapp, Kreidler, Hercules usw. 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Bock | Dienstag, 12. Januar 2021 Gesellschaft 5 geschürte angst statt sachlichkeit Nicht nur die offiziellen Spitäler, sondern auch die Privatanbieter wie zum Beispiel das Gesundheitszentrum Seewadel leisten in der Pandemie grossartige Hilfe. GESUNDHEIT SCHAFFHAUSEN-BUCHTHALEN Marcel Tresch Das Pflegeteam 2000 im Buchthaler Gesundheitszentrum Seewadel ist ein 1999 gegründeter, gemeinnütziger Verein und eine Non-Profit-Organisation. Diesem angeschlossen ist das Ärtzteteam Seewadel. Dessen Ärztinnen und Ärzte sind Fachpersonen für ganzheitliche Hausarztmedizin, erste Anlaufstelle bei akuten und chronischen Erkrankungen sowie Vorsorgeuntersuchungen. Die Hausarztmedizin verfügt über modernste Diagnostik für umfassende Abklärungen ihrer Patientinnen und Patienten. Natürlich hat das Pandemiethema Covid-19 auch vor dem Gesundheitszentrum keinen Halt gemacht, weshalb bereits im vergangenen Jahr ausserhalb der Praxisräumlichkeiten das Gsundheitshüsli als kleines Coronatestzentrum für normale und Schnelltests eingerichtet wurde. Selbstverständlich werden Leute, die Symptome aufweisen, ausschliesslich nach einer telefonischen Vereinbarung getestet. NEUES ZU NAMEN Wie Alterszentrum und Spitex Neuhausen am Rheinfall mitteilen, wird Milka Götz, die seit dem 1. Mai 2011 als Mitarbeiterin Haushaltshilfe für die Spitex Neuhausen am Rheinfall tätig ist, Ende Januar 2021 in den Ruhestand treten. Der Neuhauser Gemeinderat hat am 5. Januar die erste Sitzung in der neuen Zusammensetzung abgehalten. Dabei wurde Andreas Neuenschwander von Gemeindepräsident Felix Tenger als neues Gemeinderatsmitglied in Pflicht genommen. Das Gremium hat zudem die Referatsverteilung definitiv genehmigt und die gemeinderätlichen Kommissionen sowie Delegationen für die Legislatur 2021 bis 2024 gewählt respektive festgelegt. Der Autor Marko Dinić ist von Januar bis März 2021 Stipendiat der Künstlerresidenz Chretzeturm in Stein am Rhein. Seit 2012 veröffentlicht er Lyrik und Prosa in Anthologien und Zeitschriften. Marko Dinić ist Gründungsmitglied des Kunst-Kollektivs Bureau du Grand Mot und betreibt zusammen mit anderen Kunstschaffenden die in Salzburg ansässige Indie-Literatur-und-Kunstzeitschrift Mosaik mit Prosa- und Lyrik-Edition. Die Zeit als Stipen- Anzeige Alle werden auf Covid-19 getestet Das Ärzteteam besteht aus zwei Lungenfachärzten sowie drei Fachärzten für die Allgemeine Innere Medizin und Arbeitsmedizin. In der momentan aussergewöhnlichen Situation sind diese neben ihrer täglichen «normalen» Arbeit fast rund um die Uhr mit dem Corona-Thema beschäftigt. «Neben den Patienten mit Symptomen werden bei uns auch Leute getestet, welche uns aus Sicherheitsgründen von Firmen aus der Region überwiesen werden», so der Allgemein- und Arbeitsmediziner Bernhard Jäschke. Da äusserlich nicht erkennbar ist, ob jemand an einer Infektion, an einer gefährlichen Erkrankung oder an einer Coronavirus-Übertragung leidet, müssen aus verständlichen Gründen alle auf Covid-19 getestet werden. Erst danach kann über weitere Massnahmen, zum Beispiel über eine normale Grippebehandlung, definitiv entschieden werden. Die Pandemiesituation hat in den vergangenen Monaten aber auch dazu geführt, dass es Leute gibt, die aus Angst den Praxisbesuch ablehnen, obwohl für sie die Konsultation Weitere Folgen nicht auszuschliessen Auch im Ärztezentrum haben sich die Verantwortlichen in der Vergangenheit von der Politik mehr sachliche und vor allem inhaltlich fundierte Formulierungen gewünscht. «Der Mensch ohne Fachwissen und erklärende Informationen kann Gefahren und Risiken nur sehr schlecht einschätzen», sagt der Lungenfacharzt Eberhard Scharf. Mitunter führt genau diese Situation zu noch mehr Stress, Stimmungsdiat will er für sein neues Romanprojekt nutzen. (Bild: zVg./ Mark Prohaska) Der Hochschulrat der Pädagogischen Hochschule Schaffhausen (PHSH) hat an seiner Sitzung vom 16. Dezember Gerda Buhl zur neuen Rektorin der PHSH gewählt. Sie tritt per 1. August die Nachfolge von Thomas Meinen an, der in Pension geht. Der Dörflinger Gemeinderat startete vergangene Woche mit seiner ersten Sitzung in die Amtsperiode 2021 bis 2024. Im ersten Traktandum wurden die beiden neu gewählten Gemeinderäte Stefan Thalmann und Petra Roost vereidigt. Die beiden neuen Gemeinderäte übernehmen die Referate ihrer direkten Vorgänger. Die Hauptreferate wurden wie folgt verteilt. Pentti Aellig ist als Gemeindepräsident weiterhin für das Sozialreferat zuständig. Ursula Risch führt als Vizepräsidentin das Baureferat weiter. Gabriel Ulrich bleibt Finanzreferent. Stefan Thalmann wird Tiefbaureferent und Petra Roost wird Schulreferentin. Coreta Schmied amtet seit 2019 als Dörflinger Gemeindeschreiberin. Der Grosse Stadtrat hat an seiner Sitzung vom 5. Januar Marco Planas (SP) zum Ratspräsidenten für das Jahr 2021 gewählt. Neue erste Vizepräsidentin ist Nathalie Zumstein (CVP). (shb.) Der Lungenfacharzt Eberhard Scharf vor dem Gsundheitshüsli, das bewusst vom Gesundheitszentrum Seewadel getrennt ist, um Kontakte in der Praxis zu verhindern. Bild: Marcel Tresch eines Arztes dringend wäre. Dabei müssten sie nichts befürchten, weil das Gsundheitshüsli für die Covid-19-Tests bewusst unabhängig von der Praxis und ohne direkten Kontakt zu dieser geführt wird. Zum Glück lassen sich die chronisch Erkrankten jedoch in den seltensten Fällen von einem nötigen Arztbesuch abhalten. Die Angst der anderen kommt aber nicht von ungefähr, denn viele fühlen sich durch die unglückliche Kommunikation und den Zwiespalt der Entscheidungsträger je länger je mehr bedroht und in Panik versetzt als ruhig und sachlich informiert zu sein. schwankungen, Panikzuständen sowie im schlimmsten Fall zu Depressionen. Verursacht durch (verordnet) fehlende soziale Kontakte, Vereinsamung und das Gefühl, selbst fürs eigene Umfeld, nutzlos zu sein. Auch der fehlende Freizeitstress, der viele Menschen, für die eine solche Situation ein nicht überwindbares Hindernis bedeutet, auf sich selbst zurückwirft, leistet seinen Beitrag zur Möglichkeit des persönlichen Krankwerdens. Die Spätfolge dürfte dann eine Häufung medizinischer und psychotherapeutischer Therapien sein. Dass es solche Fälle gibt, ist bereits bekannt. «Eine Statistik darüber wird nicht geführt, vielleicht aber im Nachhinein», so Eberhard Scharf. Nachdem seit vergangener Woche auch in Schaffhausen geimpft wird, können sich die Über-75-Jährigen und Patienten mit schweren Vorerkrankungen bei der Hausarztmedizin Buchthalen für die Covid-19-Impfung anmelden. Geimpft wird allerdings im kantonalen Impfzentrum. Für alle anderen gilt nach wie vor, sich an die Hygiene- und Abstandsregeln des Bundesamtes für Gesundheit zu halten. UNGÜLTIGE TESTAMENTE RATGEBERKOLUMNE MEIN WILLE GESCHEHE Beat Zoller, Heresta GmbH, Schaffhausen Ungültige Testamente werden meistens mit solchen Verfügungen assoziiert, welche an einem Formmangel leiden. Zu denken ist an mit dem Computer oder sonst nicht handgeschriebene und nicht beurkundete Testamente, oder an handschriftliche Urkunden, deren Text von einer Drittperson verfasst wurde oder bei denen die Unterschrift des oder der Verfügenden fehlt. Anzutreffen sind ab und zu auch von Hand in «Wir»-Form gemeinsam errichtete Testamente von Ehegatten. Solche Urkunden sind beim Ableben des Testators beziehungsweise der Testatorin innert Frist ungültig (anfechtbar), oder – bei extremen Mängeln – von vornherein nichtig, zum Beispiel blosse Entwürfe. Testamente können aber auch an einem inhaltlichen Mangel leiden. Es kann sich um Verfügungen handeln, aus deren Text kein Erblasserwille ersichtlich ist (zum Beispiel wird der Inhalt an eine Drittperson delegiert), oder die auch durch Auslegung keinen schlüssigen Sinn ergeben, allenfalls sogar widersprüchlich sind oder unmögliche Anordnungen enthalten. Hierzu aus der jüngeren Praxis zwei kurze Beispiele: • Eine Testatorin hat ihre Tochter (einziges Kind; gesetzliche Alleinerbin) auf den Pflichtteil gesetzt; ebenso ihre Stiefkinder, welche gar nicht pflichtteilsgeschützt sind. Die verfügbare Quote hat sie trotzdem der Tochter zugewendet; zugleich habe die Tochter das Recht, den Schmuck zu übernehmen. Der schlüssige Wille ist hier nicht eruierbar; das Testament ist in mehrfacher Hinsicht widersprüchlich. • Ein verwitweter Testator hatte in einem früheren Testament festgehalten, dass seine drei Kinder gemäss den gesetzlichen Erbquoten (je 1/3) erben sollen; indes hätten die zwei Töchter einen Erbvorbezug von je 50 000 Franken erhalten, während sich das dritte Kind (der Sohn) lebzeitige Schenkungen von total 220 000 Franken anzurechnen habe. Im nun vorgelegten neuen Testament wollte der Erblasser seine zwischenzeitlich vorverstorbene Tochter enterben, was unmöglich und unnötig ist. Zudem hielt er fest, dass alle Vorbezüge an die Kinder gleichwertig seien und die Ausgleichung daher entfalle. Den Grund dieser Abweichung zum früheren Testament konnte der betagte, durch seinen Sohn begleitete Testator nicht nennen; der Sohn habe geraten, diesen Satz derart abzufassen… Hier fehlt es nicht nur am Testierwillen – der Sohn riskiert zudem Erbunwürdigkeit, sollte er den Vater zu testamentarischen Falschangaben verleitet haben. Mangelhafte Testamente können im Erbgang zu langwierigen, teuren gerichtlichen Auseinandersetzungen führen. Es lohnt sich daher, Laientestamente kurz einer Fachperson zur Überprüfung in formeller, aber auch in materieller Hinsicht vorzulegen. 052 632 10 00, www.heresta.ch Bock-SPLITTER Anzeige Richard Altorfer Kari, ratlos: Mein Arzt hat gesagt, ich solle weniger Wein trinken. Nur hat er leider nicht gesagt, von welchem. Ausnahmsweise etwas Gutes über die Schweizer Regierung, nachdem es 2020 fast nur über peinliches bis schändliches Versagen zu berichten gab – von der Unfähigkeit zur Einsicht in Vorhersagbares und Unvermeidliches bis zur fehlenden Kraft, unangenehme, aber notwendige Entscheidungen zu treffen. Stattdessen Lockdaunchen auf Lockdaunchen, um ja niemanden zu verärgern. Man schämte sich bald seines Schweizerseins. Jedenfalls wenn man sich in Jahrzehnten daran gewöhnt hatte, immer und überall zu den Besten zu gehören. Nun aber: bei der Beschaffung von Impfstoffen verhielt sich die Schweiz ziemlich clever. Schweizerisch sparsam, aber auch helvetisch rational. Anders als etwa Kanada, das von mindestens sieben Firmen soviel Impfstoffe zusammenramisierte, dass jeder Kanadier elfmal geimpft werden könnte. Wenn da nicht Firmen darunter wären, die im 2021 nie und nimmer einen Impfstoff zustande bringen. Die Schweizer Einkäufer haben stattdessen exakt zwei Dosen pro erwachsenen Einwohner bestellt – auf den letzten Drücker zwar, aber dafür von genau denjenigen Firmen (Pfizer Biontech, Moderna, AstraZeneca), deren Impfstoffe als erste zugelassen werden beziehungsweise wurden. Schlau geplant oder gut gepokert – egal! Nicht nur mit Gastronomen und Kulturschaffenden sollte man jetzt Mitleid haben, sondern auch mit Virologen und Epidemiologen. Sie sahen die Gefahren, sie berechneten die erwartenden Pandemieverläufe, sie sagten ziemlich genau voraus, was wie kommen würde. Oder zumindest, wie es kommen könnte, wenn… Doch leider: jedesmal wenn sie mit ihren Berechnungen um ein Mü daneben liegen, werden sie beschimpft. Und wenn sie das Schlamassel richtig vorhersagen, ärgert man sich erst recht über sie. Sie erleben ein uraltes Phänomen: schuld ist immer der Überbringer schlechter Nachrichten. Einige Coronakritiker würden die Virologen und Epidemiologen auch heute noch am liebsten kopflos retournieren. Nur: wohin? An die Wissenschaft? In Gefahr und grösster Not, bringt der Mittelweg den Tod. Wichtig: Es wird auch noch anderes erforscht als Corona. Eine deutsche Studie untersuchte Menschen und Vögel und kam zum Schluss: «Menschen, die in einer vogelreichen Umgebung leben, sind zufriedener.» Und: «14 Vogelarten mehr im Garten machen mindestens genauso zufrieden wie monatlich 124 Euro mehr auf dem Konto – wenn man von einem durchschnittlichen Einkommen von 1237 Euro pro Monat ausgeht.» Wussten wir’s doch: Kleiber, Amsel, Specht, Haubenmeise & Co. rund ums Haus sind Geldes wert (wenn auch etwas wenig für Schweizer Verhältnisse). Zur Erinnerung: Eine Maske zu tragen, wenn man alleine im Auto sitzt, ist nur sinnvoll, wenn man den Wagen gestohlen hat. Der dumme Spruch am Ende: Mir fällt vieles auf, aber fast nichts mehr ein. 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