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Bock E-Paper KW04_21

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4 steuern

4 steuern 2021 Bock | Dienstag, 26. Januar 2021 Berufsauslagen im covid-19-jahr? In der Steuergesetzgebung hat sich wenig geändert. Die Frage für unselbstständig Erwerbende ist, wie Berufsauslagen 2020 zu deklarieren sind. STEUERN SCHAFFHAUSEN Hermann Schlatter* / Marcel Tresch Im Verlauf der vergangenen Tage wurden die Steuererklärungen 2020 in die Schaffhauser Haushalte zugestellt. Gegenüber dem Vorjahr hat sich in der Gesetzgebung wenig geändert. Die Hauptfrage wird für viele unselbstständig erwerbende Steuerpflichtige sein, wie die Berufsauslagen des vergangenen Jahres zu deklarieren sind. Um der besonderen Situation während der Covid-19-Pandemie Rechnung zu tragen und um die Steuerdeklaration für die Steuerpflichtigen zu vereinfachen, akzeptiert auch der Kanton Schaffhausen wie zahlreiche andere Kantone, so unter anderem Zürich, Zug, Solothurn, eine vereinfachte Deklaration der Berufsauslagen. So können unselbstständig Erwerbende in der Steuererklärung 2020 ihre Berufskosten (Fahrtkosten zwischen Wohn- und Arbeitsstätte, Mehrkosten der auswärtigen Verpflegung, Pauschalabzüge für übrige Berufskosten) so geltend machen, wie sie ohne Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie im vergangenen Die Steuererklärungen 2020 sind in die Haushalte geflattert. Nun gilt es, diese auszufüllen und einzureichen. Jahr angefallen wären. Kurz: Haben sich das Anstellungsverhältnis und die Bedingungen gegenüber dem Vorjahr nicht verändert, kann so deklariert werden wie im Steuerjahr 2019. Diese Handhabung schliesst im Gegenzug einen Abzug der Kosten des Home-Office-Arbeitsplatzes in der eigenen Wohnung aus, welcher anstelle der Pauschale für übrige Berufskosten geltend zu machen wäre. Nähere Angaben werden auf der Webseite der Kantonalen Steuerverwaltung publiziert. Die kantonale Steuerverwaltung steht für Fragen und Auskünfte gerne zu den direkten Steuern zur Verfügung. Hierbei bittet sie, das Nachstehende zu beachten: • Auskünfte sind nach Möglichkeit per Telefon oder E-Mail einzuholen. Die Kontaktdaten der Personen finden Sie auf der letzten Veranlagungsmitteilung. Bild: Marcel Tresch • Besprechungen und Sitzungen können nur nach vorgängiger Terminvereinbarung durchgeführt werden (Einhaltung der Corona-Schutzmassnahmen) • Für die Abgabe von Briefen und Dokumenten steht ein gut zugänglicher Aussenbriefkasten zur Verfügung. • Aufgrund der aktuellen Corona-Situation sind Termine nur nach Voranmeldung möglich. Zahlungsschwierigkeiten? Die Steuerbehörden können bei Steuerpflichtigen, die aufgrund der Corona-Krise in Zahlungsschwierigkeiten kommen, die Zahlungsfrist erstrecken oder Ratenzahlungen bewilligen. Gesuche für die Kantonsund Gemeindesteuern sind an die Steuerbezugsstellen der Gemeinden, für die direkte Bundessteuer an die Kantonale Steuerverwaltung zu richten. Die Ansprechstellen sind auf den Steuerrechnungen zu finden. Die Vorgaben des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) sind konsequent einzuhalten. Von Seiten der Verwaltung wurden die notwendigen Massnahmen zum Schutz von allen Personen getroffen. * Hermann Schlatter ist Chef der Abteilung natürliche Personen bei der kantonalen Steuerverwaltung. steuern.sh.ch «Wir unterstützen Sie bei Steuererklärungen und Jahresabschlüssen» Rathausbogen 15 8200 Schaffhausen 052 624 15 53 info@pr-buchhaltungen.ch pr-buchhaltungen.ch Steuern sparen: aber wie? Die Aufforderung zur Einreichung der Steuererklärung 2020 liegt in einem dicken Couvert vor. Doch wie viel kann vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden? STEUERN SCHAFFHAUSEN Marcel Tresch SEIT ÜBER 50 JAHREN Ihr Geld verdient mehr Leistung Erfolgreich anlegen mit Markus Werner «Lassen Sie Ihr Erspartes nicht ohne Ertrag liegen. Richtig angelegt können Sie mehr erreichen.» Starten Sie jetzt mit mir in Ihre Anlagezukunft: +41 52 635 21 06 «Steuern Sie Ihre Steuern.» Je komplexer die Verhältnisse, desto wichtiger: langfristige Planung professionelle Beratung individuelle Betreuung Mäder+Baumgartner Treuhand AG Schwanenfelsstr. 10a CH-8212 Neuhausen T +41 52 674 00 74 www.mbtag.ch Die Schweizer Steuergesetze sind kompliziert und differieren von Kanton zu Kanton. Ob und wie viel überhaupt vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden kann, sorgt bei vielen für Unsicherheit. Bei Unklarheiten helfen die Steuerprofis der Region gerne weiter. Die Steuerprofis helfen gerne weiter Mit dem Erhalt der Steuererklärung beginnt für viele der Spiessrutenlauf mit dem richtigen Ausfüllen der Formulare. Bei manchen bleibt die oft unbeantwortete Frage im Hinterkopf: «Habe ich alles richtig gemacht und alles berücksichtigt?» Das gilt insbesondere auch für die Abzüge, denn wer nicht richtig über die Besonderheiten des Schweizer Steuersystems informiert ist, kann dem Staat auch zu viel Steuern bezahlen. Das Steuerwesen ist von einer hohen Komplexität. Es macht deshalb durchaus Sinn, eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater aufzusuchen. Die Profis helfen gerne weiter und wissen um die besten Steuertipps für jede individuelle Situation. Bei Unklarheiten muss aber auch das zuständige Steueramt der Gemeinde weiterhelfen Selber etwas Bescheid wissen ist gut Vor der Konsultation einer Expertin, eines Experten oder des Steueramtes ist es sinnvoll, persönlich über die wichtigsten Möglichkeiten Bescheid zu wissen, wie Steuern gespart werden können. Dazu im Folgenden einige Tipps: • Versicherungsprämien: Je nach Versicherungskategorie können Prämien bei der Einkommenssteuer abgesetzt werden. Dazu gehören die Kranken-, Unfall-, Todesfall- und weitere Lebensversicherungen. • Unfall- und Krankheitskosten: Wenn die selbst bezahlten Kosten den Einkommensanteil in der Regel um fünf Prozent des Nettoeinkommens übersteigen, können diese in Abzug gebracht werden. Ob und wie viel vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden kann, darüber wissen die Steuerprofis bestens Bescheid. Bild: mt. • Vorsorge: In die gebundene Vorsorge (Säule 3a) einbezahlte Gelder reduzieren die Steuerlast ebenfalls. • Berufliche Weiterbildungen: Diese sind in der Regel abzugsfähig, sofern sie keine Erstausbildung darstellen. • Arbeitsweg: Als Berufsauslagen können Fahrkosten des Arbeitswegs in Abzug gebracht werden. • Kinder: Sofern diese noch minderjährig sind, kann für jedes Kind ein definierter Betrag vom Einkommen abgezogen werden. • Schulden: In der Regel können auch die Zinsen der Schulden in Abzug gebracht werden. Das sind nur ein paar wenige Tipps. Es ist jedoch sehr ratsam, Steuerexpertinnen und Steuerexperten zu fragen, denn sie kennen noch viele Ratschläge, wie Geld bei den Steuern gespart werden kann.

Bock | Dienstag, 26. Januar 2021 Gesellschaft 5 singverbot auf kosten der kinder Im Rahmen der Kampagne «Sing, mein Kind!» setzen sich hunderte Eltern, Betreuungspersonen und Institutionsleitende gegen das Singverbot für Kleinkinder ein. KINDER OSTERFINGEN Lara Gansser «Wenn ein Kind stürzt, singe ich und dann ist alles wieder gut», so Laetizia Giannini-Studer. Doch seit über einem Monat darf sie das nicht mehr. Oder muss es als Vers aufsagen. Seit dem 9. Dezember herrscht in familienergänzenden Einrichtungen ein Singverbot. Davon betroffen sind vor allem Kleinkinder bis sechs Jahre. Laetizia Giannini-Studer ist Präsidentin und Geschäftsleiterin des Natur- und Bildungszentrums Verein Waldläufer sowie Co-Kampagnenleiterin von «Sing, mein Laetizia Giannini-Studer ist Co-Kampagnenleiterin von «Sing, mein Kind!». Bild: lg. NEUES ZU NAMEN Die Museumsnacht Hegau-Schaffhausen erhält eine neue Organisationsstruktur. An der Spitze des ersten Vorstandes steht die stellvertretende Leiterin der Koordinationsstelle für Aussenbeziehungen des Kantons Schaffhausens, Nadine Frei. Darüber hinaus stützen Vertreterinnen und Vertreter der Städte Singen und Schaffhausen sowie des Kantons Schaffhausen den vierköpfigen Vorstand breit ab. Die Leitung der Geschäftsstelle übernimmt neu Alexandra Lampater. Marcel Zürcher, der die Museumsnacht Hegau-Schaffhausen während sechs Jahren verantwortete, bleibt dem Organisationsteam erhalten. Der Stadtrat Schaffhausen hat die Mitglieder und den Präsidenten der Verwaltungskommission (VK) der Verkehrsbetriebe Schaffhausen (VBSH) für die Amtsdauer 2021 bis 2024 gewählt. Neben dem bisherigen Mitglied Nicole Herren (Grossstadträtin FDP) wurde Monika Lacher (SP) vom Stadtrat gewählt. Sie ersetzt Christoph Schlatter, der aus der Verwaltungskommission ausscheidet. Als Ersatz für Annelies Keller konnte Jürg Rahm, Leiter Finanzen und Informatik sowie Mitglied des Spitalleitungsausschusses der Spitäler Schaffhausen, gewonnen werden. Die bisherigen Mitglieder María-Luisa Artero (Fachperson öffentlicher Verkehr, Anzeige Kind!». Sie setzt sich dafür ein, dass das erlassene Singverbot möglichst rasch aufgehoben wird. Singen ist Sprachförderung Dass in familienergänzenden Institutionen nicht gesungen werden darf, erachtet Laetizia Giannini-Studer als unverhältnismässig. Kinder in Kindergärten und Schulen dürfen weiterhin singen, nur den Jüngeren ist es untersagt. Der Bundesrat begründet den Entscheid damit, dass Singen zum pädagogischen Lehrplan und somit zur Bildung gehört. «Die Behörden gehen zu weit. Und das auf Kosten der Kinder», so die Co-Kampagnenleiterin. Bereits die Maskenpflicht erschwere den Umgang vor allem mit Kleinkindern, da diese zwingend auf die Mimik der Betreuungspersonen angewiesen seien. Laetizia Giannini-Studer leitet das Naturund Bildungszentrum Verein Waldläufer seit 16 Jahren. Dazu gehören unter anderem die Waldkinderkrippe in Siblingen und die Kindergruppe Baumfüx. Auf das Schuljahr 2021 ist zudem die Eröffnung eines Ganztages-Waldkindergartens in Neuhausen geplant, für den die Kinder aktuell angemeldet werden können. Dementsprechend hält sie sich mit den Kindern fast ausschliesslich draussen im Wald auf, trotzdem darf nicht Tarife), Daniel Borer (Vizepräsident der Verwaltungskommission, Vertreter Netzgebiet Neuhausen) und Markus Anderegg (Fachperson öffentlicher Verkehr, Leiter Technik und Vize-Direktor Bernmobil) sowie der Personalvertreter Wolfgang Gleichauf wurden wiedergewählt. Stadtrat Daniel Preisig (Finanzreferent) wurde vom wiederum in die Verwaltungskommission berufen und als deren Präsident bestätigt. An der ersten Mitgliederversammlung der Jungen Grünen Schaffhausen des Jahres, wurde nach dem Rücktritt des bisherigen Co-Präsidiums unter Sophie Wernli und Gianluca Looser, Gaétan Surber (Bild links) als neuer Co-Präsident, sowie Lena Jaquet (Bild rechts) als neue Co-Präsidentin bestätigt. Zudem wurde nach bald drei Jahren Kathrin Wolter aus dem Vorstand verabschiedet und für sie neu Theo Schilling willkommen geheissen.(shb.) Die Kinder sendeten im Rahmen der Kampage eingeschriebene Briefe an das BAG. gesungen werden. Wie gehen die Kinder damit um? «Kinder sind unkompliziert und nehmen es einfach hin», so die Initiantin. Doch im Kita-Alltag fehlt etwas: «Singen ist Lebensfreude und gehört zur sozioemotionalen Entwicklung.» Eingeschriebene Briefe an BAG Im Rahmen der Briefkampagne «Sing, mein Kind!» wendeten sich nun mehrere hundert Eltern, Betreuungspersonen sowie Institutionsleitende aus der gesamten Deutschschweiz an die Kantone, den Verband Kibesuisse, das Marie Meierhofer Institut, das Bundesamt für Gesundheit (BAG) sowie die Science Task Force. Doch gehandelt wurde nicht. «Trotz eingeschriebener Briefe hat kaum jemand reagiert», berichtet Laetizia Giannini-Studer. Der Kanton Schaffhausen wies in einer Antwort darauf hin, dass es ausserhalb des Kompetenzbereiches des Regierungsrats liege, bundesrechtliche Vorgaben zu umgehen. Bild: zVg. Vergangene Woche meldete sich Anne Lévy, Direktorin des BAGs, bei Laetizia Giannini-Studer. Im Schreiben, das dem «Bock» vorliegt, heisst es, dass sich der Bundesrat der Wichtigkeit des Singens für Kinder bewusst sei, in der aktuellen Lage Neuansteckungen jedoch unbedingt verhindert werden müssen. Deshalb bleibe das Singverbot bis auf Weiteres bestehen. Da im privaten Rahmen weiter gesungen werden darf, werde sich eine temporäre Unterbrechung des Singens nicht nachteilig auf die Entwicklung von Kindern auswirken. «Leider nimmt Frau Lévy in im Schreiben keinerlei Stellung zum Singen von Kindern im Vorschulalter oder zu einer wissenschaftlichen Evidenz bei dieser Altersgruppe. Auf die Forderung, das Singen im Aussenbereich zu erlauben, geht sie nicht ein», so Laetizia Giannini-Studer. Es bleibe ihr nur übrig zu hoffen, dass die Kampagne «Sing, mein Kind!» zum Nachdenken über die zukünftigen Massnahmen anregt. Beziehungsweise Geld WIRTSCHAFTSKOLUMNE SCHAFFHAUSEN Armin Ziesemer G ewerbetreibende verstehen zunehmend die Welt nicht mehr. Bund, Kantone und Private stellen unfassbare Geldmittel zur Krisenbewältigung zur Verfügung und noch ist es nicht genug. Es werden Zahlen genannt, die niemand fassen kann. Im Kleinen berührt es mich, wenn das Siblinger Randenhaus auf Facebook postet, dass neben einem Take-Away für Hungrige und Durstige Bedürftigen ihr «Örtchen» offensteht. Dieser Beitrag zeigt mir deutlich, dass bisher Selbstverständliches wie eine Toilette auf einem Spaziergang einen neuen Wert erhält. Liebevoll geben Die Volkswirtschaft kennt zwei Kreisläufe: Die Real- und die Geldwirtschaft. Bereits im Ökonomiestudium fragte ich mich, was sie verbindet. Auf meiner Spurensuche begegnete ich Georg Simmels Werk «Philosophie des Geldes», worin er im ersten Kapitel Platos Worte aufnimmt, dass die Liebe ein mittlerer Zustand zwischen Haben und Nichthaben sei. Das erstaunte mich, nennt die Ökonomie den Liebesbegriff kaum. Wirtschaftsvorgänge sind klassischerweise durch das Bild des Homo oeconomicus rational geprägt und Geld als Gegenleistung ist üblich. Ein Ökonomieverständnis, das auf das Finanzielle fokussiert, vernachlässigt gern, dass Realität wird, was vom Herz her wirkt. Manches benötigt halt Zeit, um zu reifen. Da Geld keinen «Eigenwert» besitzt, erhält es seinen Sinn erst im Tausch. Doch was geschieht, wenn Tauschgeschäfte geldlos ausgeführt werden? Die Aktion des Coiffeursalons Kopfsalat, der das Schaffhauser Spitalpersonal gratis frisiert, zeigt, welche Wertschätzung das solidarische Geben erfährt. Als ich davon erfuhr, dachte ich: «Schön, entsteht Solidarität, wo vor einigen Monaten vielfach noch das Wort vor der Tat stand». «Wir sind stark – gemeinsam!» begrüsst Aktivitäten, die unkonventionell und neuartig sind; denn im Kleinen wird Grosses geschaffen. So kümmern sich auf dem Parkplatz Munotblick Daniel Riedener und sein Team um benachteiligte Menschen in der Gassenküche. Die Aktion nottropfe.ch experimentiert mit neuen Formen. Die Initiative junger Unternehmer überlässt bei Bierkäufen den Gewinn krisengeplagten Gastrobetrieben und ermutigt, den Kopf nicht in den Sand zu stecken, ganz im Sinne des Mundartdichters Albert Bächtold, der schrieb: «Me isch nie am End, me isch alliwil am Aafang von ere Ufgoob». Gemeinsam neu beginnen Es sind diese liebevollen Begegnungen, die kurzen Gespräche «uf de Gass» und die Anteilnahme am Schicksal Gewerbetreibender und Kulturschaffender in der Wertschöpfungsregion Schaffhausen, die Beziehungen stiften. Es sind diese Geschichten, die einen Neubeginn ermöglichen und die Brücken zwischen Geld und Gut bauen oder, um es mit einem Gedicht von Gertrude Stein auszudrücken: «Money is what words are. Words are what money is. Is money what words are. Are words what money is.» «Wir sind stark – gemeinsam», wir-sind-stark.ch Bock-SPLITTER Anzeige Richard Altorfer Kari, sinnend: Wie ich den diesjährigen Silvester erlebt habe? Etwa so wie einen dahergelaufenen November-Donnerstag. Amerika ist ein Übel los. Hat es eingetauscht gegen einen netten älteren, leider leicht datterigen Herrn, der die USA «heilen» will. Man möchte ihm gerne gönnen, dass das gelingt. Aber heilen mit den Mitteln, die «das Übel» überhaupt erst hervorgerufen haben? Das kann nicht gut gehen. 74 Millionen Amerikaner haben in ihrer Mehrzahl nicht für Donald Trump, sondern gegen «das Establishment» gestimmt. Und wen präsentiert die neue Führung als «Heiler»? Genau dieses Establishment: die Obamas, die Clintons, die Bushs, die superreiche eingebildete Hollywood-Prominenz, Show-Biz-Top-Shots wie Lady Gaga. Ein Donald-Trump-Ersatz mit Manieren, einem Anflug von Intelligenz und Empathie und etwas geschickter im Lügen als das irre Original könnte es in vier Jahren leicht haben, Joe und Kamala zu überflügeln. (Ein Glück nur, dass es diese Kombination kaum gibt.) Ein weiser Mann sagte einst: Nichts. Das Gesundheitsparadox: Nur weil wir älter werden als unsere Vorfahren, erkranken wir überhaupt am Sars-CoV-2. Vor ein paar hundert Jahren starben Grossvater und Grossmutter mit durchschnittlich 45 Jahren – viel zu jung für «unser» Corona-Virus. Mit andern Worten: Das Coronavirus hatte vor 500 Jahren keine Chance. Schlecht für das Virus, gut für die Grosseltern (na ja, wie man’s nimmt, sie hatten wenig von diesem Vorteil, da sie dafür ja tot waren …). So ändert sich die Welt. 2020 ist ein Drittel von uns ist über 65. Gut für das Virus, schlecht für uns (na ja, wie man’s nimmt …). Bundesrats-Pressekonferenz reloaded: 1. Die Lage ist ernst. 2. Der Bundesrat ist besorgt. 3. Wir beobachten die Entwicklung genau. 4. Vermutlich sind weitere Massnahmen nötig. 5. Alles Weiteres liegt in der Kompetenz der Kantone. 6. Wir informieren Sie wieder in einer Woche. Wenn etwas völlig Selbstverständliches gesagt, die Banalität des Gesagten aber nicht offenbar werden soll, dann lädt man am besten eine Ethikerin (notfalls einen Ethiker) ein in die Runde. Als Angehörige(r) dieser Berufung darf man fast jeden Allgemeinplatz nicht nur ungestraft, sondern begleitet von ehrfurchtsvoller Zustimmung von sich geben. Sogar Binsenweisheiten wie «Die Covid-Krise zeigt, dass der Tod zum Leben gehört.» Manchmal sind Funktion, Sparsamkeit (an Ideen und Geld) und Ästhetik einfach nicht miteinander vereinbar. Manchmal muss man sich für das eine oder andere entscheiden. Man wünscht sich, die Verantwortlichen möchten diese Einsicht bei der Neugestaltung des Herrenackers beherzigen. Mit der missratenem Rheinuferpromenade vor Augen sollte das eigentlich möglich sein. Der dumme Spruch am Ende: Es kommt in den besten Familien vor. IHR TOYOTA & LEXUS SPEZIALIST Beringen-Enge • 052 630 10 10 • engebrunnen.ch

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