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Bock E-Paper KW09_21

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2 Hintergrund

2 Hintergrund Bock | Dienstag, 2. März 2021 «ich leistete, wenn es darauf ankam » Im August vor 50 Jahren sprang Meta Antenen an den Europameisterschaften in Helsinki 6,73 Meter weit. Fast 40 Jahre lang hielt sie damit den Schweizer Rekord. Dankbar blickt sie auf ihre Karriere zurück und erzählt, wie sie heute lebt. LEUTE SCHAFFHAUSEN UND WALCHWIL Lara Gansser Meta Antenen während ihrer aktiven Zeit beim Weitsprung. ben in der Halle, zwei Olympiadiplome in Mexiko und München, 34 Schweizer Titel sowie 80 Landesrekorde. «Ich bin dankbar, dass ich meine Karriere zu dieser Zeit erlebte», so Meta Antenen, die auf die Disziplinen Weitsprung, 100-Meter-Hürdenlauf, 100-Meter-Lauf und Fünfkampf spezialisiert war. Vom Leistungssport hat sie sich 1976 aufgrund eines Wadenmuskelrisses zurückgezogen. Dank ihrer Leistungen wurde die Leichtathletik auch in der Schweiz endlich als Frauensportart wahrgenommen. Und ihre Werte sind heu- Bild: zVg. te noch die gleichen: Demut tragen – dem Leben und der Erde gegenüber. Entdeckt in Schaffhausen Wie sie vom Baletttanzen zur Leichtathletik kam, gleicht nahezu einer Bilderbuchkarriere: Entdeckt wurde die Athletin am «Schafuuser Bölle», der bis heute jährlich vom Leichathletik Club Schaffhausen (LCS) für Kinder und Jugendliche organisiert wird. Nachdem sie als Elfjährige bereits im ersten Jahr schneller als einige der grossen Buben gesprintet war, überraschte sie im darauffolgenden Jahr noch mehr. Bis anhin war sie in keinem Leichtathletik Club gewesen, denn sie tanzte bereits Ballett, sang im Chor und spielte Gitarre. «Meine Eltern waren zuerst dagegen, dass ich nun auch noch Leichtathletik machen wollte», erinnert sich Meta Antenen. Der damalige LCS-Trainer Jack Müller, dem die zierliche blonde Schülerin sofort aufgefallen war, überzeugte ihre Eltern, sie fortan fördern zu dürfen. «Von da an ging es relativ schnell und konstant bergauf», so Meta Antenen. Denn obwohl sie als junge Frau, wie es zu dieser Zeit üblich war, täglich bis abends bei der Firma Carl Meier & Cie AG als Elektrozeichnerin arbeitete, pendelte sie stets von ihrem Zuhause in Herblingen ins Training. Auch die Trainings-Bedingungen seien ganz anders gewesen als heute: «Beim Hochsprung sprangen wir über eine Eisenstange in den Sand, die Munotbahn gab Die ehemalige Leichtathletin Meta Antenen in ihrem Natur-Garten in Walchwil. es noch nicht und vor den Wettkämpfen schraubten wir uns selbst die richtigen Nägel in die Schuhe.» Meta Antenen hatte stets grosse Freude am Sport und der Bewegung in der Natur: «Nur bei den Dauerläufen im Buchthaler Wald, hätte ich hin und wieder gerne mal gekniffen.» Eine immer faire Sportlerin Geld hat Meta Antenen nie mit dem Sport verdient. «Aber sehr viele unersetzbare Erinnerungen.» Neben ihrem Erfolgssprung in Helsinki, erinnert sich die 71-Jährige besonders an die erste Teilnahme an den Olympischen Spielen in Mexiko sowie die Jugendspiele in Odessa. «Ich sah zum ersten Mal das Meer und wir wohnten auf einem Dampfer im Hafen, zum Stadion wurden wir in Bussen gefahren», berichtet Meta Antenen. «Wenn ich vom Osten heimkam, war ich jedoch oft traurig über die Zustände in den Ländern», so die gutherzige Frau. Diese Gutherzigkeit lebt sie bis heute, geprägt hat sie jedoch auch ihre Karriere massgeblich. Für eine freundschaftliche Geste während der EM in Helsinki erhielt die Schaffhauserin als erste Frau sowie erste Ausländerin die deutsche Fair- Play-Trophäe, sowie die Fairness-Medaille der UNESCO mit der Aufschrift «Mieux qu’une victoire». Dadurch, dass sie kurzum übers ganze Feld rannte und einer Konkur- Bild: lg. rentin aus Deutschland die Trainingsjacke brachte, konnte diese sich auf der Bank erholen und den letzten Sprung nachholen. Genau mit diesem Sprung holte sie die Goldmedaille vor Meta Antenen selbst. Der geplatzte Traum von Montreal Meta Antenen erzählt gerne und stolz von ihren sportlichen Leistungen, doch beim Sprechen über ihr Karriereende ist ein wenig Wehmut heraus zu hören. «Nach Mexiko und München wollte ich unbedingt noch an die Olympischen Spiele in Montreal», so die Athletin. Sie war sehr gut in Form, doch bei einem Trainingssprung zog sie sich einen Wadenmuskelriss zu und musste vor dem letzten grossen Ziel im Alter von 27 Jahren mit der Leichtathletik aufhören. «Schaffhausen ist eine schöne Stadt, die ich sehr gerne habe und wo ich einen grossen Teil meines Lebens verbracht habe», so Meta Antenen über die Munotstadt. Nach Karriereende verschlug es sie zuerst nach Arlesheim, wo sie heiratete und zwei Kinder bekam, und anschliesend nach Walchwil. Dort lebt sie seit 25 Jahren, heute mit ihrem Partner René Meier. «Er tut mir sehr gut, weil er so ein Ruhiger ist», so die ehemalige Sportlerin. Gemeinsam geniessen sie die Zeit im Garten, beobachten die Tiere in der Natur oder sehen einfach dem Sonnenuntergang über dem Zuger See zu. Schon an den Schuhen ist zu erkennen, dass sie heute noch ein Flair für Sport hat: In Nikes empfängt die 71-jährige Meta Antenen zum Interview in ihrem Garten in Walchwil. Dort lebt sie seit bald 25 Jahren, heute mit ihrem Partner René Meier. In ihrer aktiven Zeit als Sportlerin von 1966 bis 1976 errang Meta Antenen gemäss Swiss Athletics neun EM-Medaillen, davon siegemüse in der eigenen stadtoase pflanzen Selbstversorgung einfach und bequem gemacht. Mit dem von zwei Schaffhausern entwickelten Pflanzsystem können fast alle ein Beet auf dem Balkon haben. NATUR SCHAFFHAUSEN Lara Gansser Erntefrisches Gemüse, das schnell wächst und weniger Wasser benötigt. Und dann noch vom eigenen Balkon! Mit der Stadt- Oase entwickelten die in Trasadingen aufgewachsenen Brüder Fabian und Moritz Keller ein Pflanzsystem, das die Selbstversorgung einfacher macht. Vom Balkon auf den Teller Schon beim ersten Blick in den Garten von Fabian Keller ist klar: Hier wird experimentiert. Nach etlichen Stunden Forschung und vielen praktischen Versuchen, ist das entwickelte Pflanzsystem StadtOase nun marktreif. «Aus einer Idee im Jahr 2015 ist ein durchdachtes Produkt geworden», so der 31-jährige Moritz Keller, der aktuell in Basel wohnt, um sein Masterstudium im Bereich Umwelt und natürliche Ressourcen zu absolvieren. Fabian und Moritz Keller «frischer und qualitätsvoller geht es kaum.» Moritz Keller über die Ernte von der StadtOase haben nicht von klein auf einen grünen Daumen. «Ich begann erst in meiner eigenen Wohnung zu gärtnern», so der 34-jährige Fabian Keller, der als Elektrotechniker arbeitet. «Und als ich dann plötzlich meine eigenen 15 Melonen ernten konnte, war ich baff.» Die Wege von der StadtOase bis auf den Tisch sind kurz. Ob Melonen, Kürbisse, Tomaten, Zucchetti, Gurken oder Auberginen: «Man weiss genau, woher sein Gemüse kommt, weil man es selbst erntet.» «Besonders geeignet sind Pflanzen, die viel Wasser brauchen», so Fabian Keller, der für den technischen Teil der Produktentwicklung zuständig ist. Das Besondere am Pflanzsystem ist, dass keine Erde benötigt wird, sondern ein Tonsubstrat. Es muss zwar regelmässig Wasser nachgefüllt werden, das System reguliert das Tränken jedoch selbst. «Praktisch für alle, die ihre Pflanzen regelmässig vertrocknen lassen oder übergiessen», sagt Moritz Keller. «Neben dem Schleppen und regelmässigen Auswechseln der Erde, fällt auch das Jäten praktisch weg», ergänzt sein Bruder. Suche nach feinen Erdbeeren Wie entstand die Idee, ein neues Pflanzsystem zu entwickeln? «Angefangen hat Moritz und Fabian Keller (v. l.) mit ihrem entwickelten Pflanzsystem, der StadtOase. Im Vordergrund die KleinStadtOase für den Balkon. Bild: Lara Gansser alles, als ich feine Erdbeeren wollte und im Laden keine fand», berichtet Moritz Keller. Deshalb beschloss er, eigene anzupflanzen, der Ertrag fiel jedoch klein aus. Da er schon immer gerne forschte und experimentierte, beschloss er, herauszufinden, wie die Erdbeeren besser wachsen würden. «Ich schaute sehr viele Youtube-Videos an, um zu sehen, was bei anderen funktionierte und was nicht.» Die StadtOase ist ein neues Pflanzsystem, das es für die Heimanwendung in dieser Form noch nicht gab. Im konventionellen Bereich werde bereits häufig mit ähnlichen Systemen gearbeitet. «Viele Erkenntnisse in diesem Bereich stammen aus der Space-Forschung, beispielsweise in Bezug auf Mars-Reisen», so Moritz Keller. Alles für die Penne alla Italia Besonders interessant sei die StadtOase auch für Menschen, die verschiedene Gemüsesorten in einem Beet anpflanzen wollen. «Wir stellen Pflanzpläne sowie Anleitungen online, damit die Leute gar nichts falsch machen können», sagt Moritz Keller. So befindet sich auf der Webseite aktuell die Pflanzanleitung für das «Beet alla Italia» – mit Tomaten, Paprika, Basilikum und Schnittlauch. Was sind die Vorteile der StadtOase gegenüber einem normalen Beet oder Topf? «Es ist eine Alternative zu einem Gartenbeet, bei dem der ganze Boden umgegraben werden muss.» Mit der StadtOase werde mehr Ertrag pro Fläche generiert, zudem sei der Wasserverbrauch niedriger, da es aufgrund des Tonsubstrats und den beiden montierten, nicht sichtbaren Wannen, zu keinem Versickerungsverlust komme. Ziel: Ein zweites Standbein Nachdem die Pflanzsysteme in ihrem Umfeld erfolgreich getestet wurden, gründeten die Brüder Anfang Jahr die Stadt- Oase GmbH. Einige Systeme konnten sie bereits verkaufen. «Und schon nach der ersten Gartensaison versinken unsere Eltern in den Gurken», erzählen die beiden lachend. Die StadtOase gibt es in verschiedenen Grössen: Geeignet für den Balkon ist die KleinStadtOase, verschalt in Fichte oder Eiche. Grösser und produktiver ist die StadtOase. «Diese verfügt über ein grösseres Wasserreservoir und es können mehr Pflanzen nebeneinander gehalten werden», so Moritz Keller. Wer vollständig auf Eigenversorgung setzen will, wählt die GrossStadtOase, das System, das auch Fabian Keller in seinem Garten hat – sechs grosse Pflanzbecken, Anordnung flexibel. Aktuell vertreiben Fabian und Moritz Keller das Pflanzsystem nebenberuflich. Sie sind sich einig: Die StadtOase soll ein zweites Standbein werden, das im Raum Schaffhausen produziert und laufend optimiert wird. «Jetzt müssen wir die Leute aber erst einmal überzeugen.» Weitere Infos sind unter stadtoase.io zu finden. 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Bock | Dienstag, 2. März 2021 Nachrichten 3 Schritt Für Schritt Zur Gerechtigkeit In Hallau bis am 14. März den Familienweg für Menschen in Not absolvieren. SPENDENAKTION HALLAU Märta Strömstedt Das Abenteuerland-Team der katholischen Kirche Hallau, welches aus zwölf ehrensowie hauptamtlichen Personen besteht, bereitet normalerweise in regelmässigen Abständen die Abenteuerland-Gottesdienste vor, bei welchen jeweils um die 300 Personen mitfeiern. Da diese Gottesdienste seit einem Jahr nicht stattfinden dürfen, wurde eine Corona-konforme Alternative gesucht und im sogenannten Familienweg gefunden: Bis zum 14. März kann der Weg beschritten werden, bei dem man zugleich auch etwas Gutes tut, indem man Spenden für ein Fastenopferprojekt sammelt. «Die Idee für den Familienweg geht auf ein Projekt in den 1980er-Jahren zurück – damals organisierte ich mit meinen Eltern zusammen einen , bei dem auch Kilometer für einen guten Zweck gesammelt werden konnten», erzählt Andrea Honegger, Pfarreiseelsorgerin des Pastoralraums Neuhausen-Hallau. Auf dem fünf Kilometer langen Familienweg in Hallau sind Videos, Spiele und Quizfragen zum Thema Klimagerechtigkeit zu finden. Bild: zVg. Familienweg für gross und klein Das Projekt findet in der Fastenzeit statt, in der die Kirchen sich in diesem Jahr mit der Klimagerechtigkeit auseinandersetzen. Ein fünf Kilometer langer Rundweg, der ab der Kirche in Hallau startet, führt an zehn verschiedenen Stationen vorbei. «Mit den Online-Impulsen und Rätseln gibt es für alle Altersstufen eine zeitgemässe und generationenübergreifende Variante. In Videos, Spielen und Quizfragen wird das Thema Klimagerechtigkeit an den einzelnen Stationen konkret. So beschäftigt sich ein Posten mit Billig-T-Shirts, ein anderer mit Fleischkonsum oder Wasserverbrauch, aber auch die Klimamüdigkeit wird zum Thema gemacht», erklärt Andrea Honegger und fügt an, dass der Weg auch ohne Handy spannend ist: «An den einzelnen Stationen finden sich kurze Impulse für die Fastenzeit». Der Familienweg ist eine Art Sponsorenlauf für Menschen in Not. Mit Sponsoren wie beispielsweise Oma und Opa oder Gotte und Götti kann ein bestimmter Betrag pro gelaufene Station vereinbart werden, der gespendet wird. Wenn der Weg geschafft ist, wird das erlaufene Geld zusammengerechnet. Familien in Kitui (zentral-südlicher Teil Kenias) werden mit dem gesammelten Geld unterstützt. Fastenopferprojekt 2021 «Unser Pastoralraum wählt in jedem Jahr ein spezielles Fastenopferprojekt aus – in diesem Jahr geht unser Geld nach Kenia. Das ist der Grund, warum wir uns auch beim Familienweg für ein Projekt in Kenia entschieden haben», so die Pfarreiseelsorgerin. Es kommt Familien zugute, die in grosser Armut leben und auf behelfsmässigen Kochstellen ihr Essen zubereiten müssen. «Mit nur zehn Franken können wir einen energieeffizienten Ofen finanzieren und auf diese Weise einen Beitrag für die Gesundheit der Familien und das Klima tun.» «Das Tolle an unserem Abenteuerland-Team ist, dass da eine Fülle an Begabungen zusammenkommt. Das war auch in der Vorbereitung des Familienwegs sehr hilfreich. Für den Pastoralraum Neuhausen-Hallau ist der Familienweg eine Premiere und wir sind gespannt, wie er bei den Leuten ankommt und wie die Spendenbereitschaft der Sponsoren sein wird», so Andrea Honegger. Bock-Blick Ideenwettbewerb ausgeschrieben. Mit der Umsetzung des Projekts «Stadthausgeviert» entsteht zwischen den beiden Verwaltungsliegenschaften «Stadthaus» und «Eckstein» in Schaffhausen ein dreigeschossiger Neubau, der die beiden Liegenschaften miteinander verbindet. Zur Gestaltung der Fassade des Neubaus schreibt die Stadt einen Ideenwettbewerb aus. Bewerbungen können bis am 30. April 2021 eingereicht werden. Die Bekanntgabe des Siegerprojekts und eine Ausstellung mit allen Wettbewerbsbeiträgen sollen im Herbst dieses Jahres erfolgen. Sicherheitsrodung in Neuhausen. Am Dienstag, 2. März, findet im Waldstück entlang der Rheinfallkante auf der westlichen Seite des SIG Areals in Neuhausen eine Sicherheitsrodung statt. Die Arbeiten werden durch Grün Schaffhausen ausgeführt. Um die Arbeiten reibungslos durchzuführen, ist aus Sicherheitsgründen der Fussweg zwischen der Laufengasse und dem SBB Viadukt am Dienstag, 2. März, und Mittwoch, 3. März, gesperrt. Zudem ist mit Lärmemissionen durch Helikopterflüge zu rechnen. Zwei-Haushalte-Regel aufgehoben. Der Bundesrat hat vergangene Woche stufenweise Öffnungsschritte ab dem 1. März beschlossen. Entsprechend besteht kein Bedarf mehr an zusätzlichen Massnahmen im Kanton Schaffhausen, teilte der Schaffhauser Regierungsrat mit. Die bis Ende Februar geltende Zwei-Haushalte-Regel wird nicht verlängert. Die Bevölkerung soll sich aber weiterhin an die schweizweit geltenden Anordnungen und Regeln halten. (shb.) PARTNERSCHAFTLICH UND INNOVATIV Für die Bovadis Partner Treuhand AG stehen persönliche und individuelle Lösungen im Fokus. PUBLIREPORTAGE SCHAFFHAUSEN Nathalie Homberger Treuhänder standen im vergangenen Jahr vor grossen Herausforderungen. Nicht, weil sie selbst von der Corona-Krise stark betroffen waren, dafür umso mehr ein Grossteil ihrer Kundinnen und Kunden. «Die grösste Herausforderung war es, die Kundschaft möglichst schnell auf einen möglichst aktuellen Stand zu bringen», erklären Patrick Schwyn und Beat Pfistner, Geschäftsführende Partner der vor kurzem fusionierten Bovadis Partner Treuhand AG (siehe Kasten). Zu Beginn des ersten Lockdowns kamen ständig neue Infos von Seiten des Bundesrats bezüglich Kurzarbeit, EO-Entschädigung, Corona-Krediten und vielem mehr. Um ihren Kundinnen und Kunden aus den verschiedensten Branchen eine maximale Beratung und Hilfe zuteil werden zu lassen, hielten sie sich immer auf dem neusten Wissensstand. «Am ersten Tag des Lockdowns habe ich betroffene Kunden persönlich angerufen, um zu zeigen, dass wir für sie da sind», erinnert sich Fusion von zwei Treuhandprofis Fusion in der Schaffhauser Treuhandbranche: Die Bovadis Partner Treuhand AG und die Bremer Treuhand AG legen ihre Geschäftsaktivitäten zusammen und betreuen ihre Kunden gemeinsam unter dem Namen Bovadis Partner Treuhand AG. Neu werden sechs Mitarbeitende an den beiden Standorten in der Oberstadt 3 sowie an der Hohlenbaumstrasse 157 tätig sein; eine Zusammenlegung der Räumlichkeiten soll zu einem späteren Zeitpunkt in Angriff genommen werden. Beat Pfistner. «Die Nähe zu unseren Kunden ist auch ein Mehrwert von uns. Und zwar nicht nur in guten, sondern auch in schlechten Zeiten.» Aufteilung der Fachkompetenzen Mit der kürzlich erfolgten Fusion sind sich die beiden Inhaber einig: Sie bringt ihrer Kundschaft noch mehr Stabilität. Zudem wurde mit der Zusammenführung auch eine Aufteilung der Fachkompetenzen durchgeführt. «Der Kunde erhält die gewohnte persönliche Dienstleistung von der gleichen Person. Aber er kann sich darauf verlassen, dass die Beratung jetzt fachlich noch breiter abgestützt ist», sagt Patrick Schwyn. «So sind wir vielseitiger und können der Kundschaft auch ein entsprechendes Know-how zur Verfügung stellen, das bisher in dieser Tiefe vielleicht nicht so möglich war», ergänzt Beat Pfistner seinen Geschäftspartner. Dank der Fusion kann noch spezifischer auf Kundenwünsche eingegangen und bei Bedarf auf ein breites Netzwerk von starken und erfahrenen Partnern zurückgegriffen werden. Die beiden Finanzexperten kennen sich bereits seit ihrer Jugend, arbeiteten bereits vor 20 Jahren zusammen und absolvierten gemeinsam dieselbe Weiterbildung. Nähe, Vertrautheit und Werteteilung verbindet sie sehr stark und macht sie zu einem bewährten Team. Partnerschaftlich, innovativ und zielführend beraten sie ihre Kundschaft auch in Zukunft. Persönliche Individuallösungen Individuelle, persönliche Lösungsfindungen für spezielle Kundenwünsche haben sich die beiden Finanzfachleute gross auf die Fahne geschrieben. «Wir beraten zwar oft faktenbasiert. Aber durch die Nähe zu unserer Kundschaft haben wir auch immer einen persönlichen Bezug. Der emotionale Aspekt zählt heute bei den Beratungen noch viel mehr als früher», sagt Beat Pfistner. «Unser Vorteil ist, dass wir unse- Patrick Schwyn re Kunden über Jahre begleiten und wissen, wie sie denken und funktionieren. Es gibt daher nur individuelle Lösungen», erklärt Patrick Schwyn ergänzend. Oft mussten die Experten im vergangenen Krisenjahr mit der Verzweiflung einer Kundin oder eines Kunden umgehen und hatten für jegliche Sorgen «Die Beratung ist jetzt fachlich noch breiter abgestützt.» Patrick Schwyn (l.) und Beat Pfistner führen gemeinsam die Bovadis Partner Treuhand AG. ein offenes Ohr. «Das war auch herausfordernd. Es hat uns aber gezeigt, wie die Leute uns als Partner wahrnehmen», so Beat Pfistner. Nebst ihrem Kerngeschäft, Buchhaltung und Treuhand, möchte die Bovadis Partner Treuhand AG vor allem zwei Themen in den Fokus rücken. «Wir haben viele Kundinnen und Kunden dazu gebracht, die Digitalisierung voranzutreiben. Die Krise war ein Treiber dafür», sagt Beat Pfistner. Auch das Treuhandbüro trieb intern die Digitalisierung voran, um ihrer Kundschaft die entsprechenden Inputs geben zu können. Damit möchten sie ihrer Kundschaft in der heutigen Zeit einen kleinen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Des Weiteren ist die Nachfolgeregelung ein Thema, das viele Unternehmerinnen und Unternehmer eher spät in den Angriff nehmen. «Es gibt in der Schweiz rund 600 000 KMU. Bei rund einem Fünftel steht in den nächsten fünf Jahren die Nachfolge an», rechnet Patrick Schwyn vor. Eine hohe Zahl. «Für Bild: Bovadis / zVg. Unternehmer ist das ein emotionales Thema, denn es handelt sich meist um ihr Lebenswerk», so Patrick Schwyn. Die beiden Geschäftspartner sehen sich als Begleiter von einem ganzen Unternehmerleben. Das Thema Nachfolge sollte deshalb früh aufgegriffen werden, denn es beansprucht gerne mehrere Jahre. Im Idealfall sind sie Vermittler für den abtretenden sowie den zukünftigen Inhaber. «Wenn wir für beide Parteien eine passende Lösung finden, dann ist das für mich in der Beratung das grösste Glück», erklärt Beat Pfistner. «So ist der Betrieb am besten aufgestellt für die Zukunft.» Und hier schliesst sich der Kreis ihrer Vorgehensweise in der Beratung: Der persönliche Einsatz und das Finden von Individuallösungen. bovadis.ch Telefon 052 624 11 02

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