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Bock E-Paper KW12_21

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4 Anzeigen Anzeigenannahme: Verlag Bock AG | Telefon: 052 632 30 30 www.bockonline.ch | Mail: info@bockonline.ch Bock | Dienstag, 23. März 2021 Immobilien Büsingen, Zentrum ein 2-Familien-Haus an erhöhter Lage nahe Rhein, 2x sehr grosse 3,5-Zi-Whg. mit Einbauküche, Terrasse, Balkon, schöner Garten sowie 3 Autostellplätze vorhanden. Mietpreis CHF 2200.– + NK, nach Vereinbarung zu vermieten. 2-Zimmer-Wohnung, Altbau mit Balkon nur CHF 680.–, inkl NK. Einfache 1-Zimmer-Wohnung, möbliert, nur Miete CHF 580.–, inkl. NK. So wie weitere Objekt zu vermieten und verkaufen. Vereinbaren Sie mit uns einen Besichtigungstermin. Auskunft: Immos Bau und Immobilien Büsingen, Tel. D +49 1727651395, CH +41 792254311, info@immos-immobilien.ch Inserate? Tel.: 052 632 30 30 | info@bockonline.ch Stellenangebote Da für alle. Da für alle. 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Unser Tätigkeitsgebiet umfasst den Wohn-, Büro- und Objektbereich, Planungen und Projektleitungen von Innenausbauten sowie den Betrieb eines Onlineshops und einem Designer-Showroom mit Nähatelier direkt unter dem Munot am Rhein. Dabei können wir mit weltbekannten Marken wie USM, Vitra, Cassina und Fritz Hansen aus dem Vollen schöpfen. Wir dürfen laufend an vielen interessanten Projekten im Bereich der Innenausstattung mitwirken. Dabei möchten wir unsere Kunden auf höchstem Niveau mit vielen Dienstleistungen aus einer Hand bedienen. Infolge Pensionierung suchen wir zur Verstärkung unseres Verkaufsteams ab 01.05.2021 oder nach Vereinbarung eine/n Wohnberater*in (100 %) Ihre Tätigkeiten sind sehr breit und umfassen: • Beratung von Privat- und Geschäftskunden im Showroom • Planung von Möblierungslösungen und Erstellung von Offerten • Erstellung von Layouts, Visualisierungen, Moodboards und Präsentationen • Beratung und Verkauf von Vorhängen und Verdunkelungssystemen • Koordination des Nähateliers (Einkauf, Produktionsplanung, Montageplanung) • Vollständige Projektabwicklung vom Verkauf bis zur Rechnung • Showroom-Abdeckung während Öffnungszeiten inkl. Samstag (z.B. Freitags frei) • Showroom-Pflege und Mithilfe bei Ausstellungsänderungen Sie bringen mit: • Mehrjährige Verkaufs- und Beratungserfahrung in der gehobenen Möbelbranche • Weiterbildung zur Einrichtungsplaner*in oder Wohnberater*in erwünscht • Vertiefte Kenntnisse unserer wichtigsten Marken USM und Vitra • Sinn für Formen und Farben, Ideenreichtum und Kreativität • Gute Anwenderkenntnisse von MS-Office, pCon-Planner, USM Virtuals • Sehr gute mündliche und schriftliche Deutschkenntnisse (Englisch von Vorteil) • Schnelle Auffassungsgabe, belastbar, zuverlässig und kommunikativ • Dienende und wertschätzende Haltung gegenüber Kunden und dem Team Wollen Sie sich langfristig und mit Leidenschaft in einem innovativen Unternehmen mit traditionsreicher Geschichte einbringen? Liegt Ihnen eine exzellente Kundenbedienung am Herzen? Und möchten Sie Teil eines Teams werden, das jeden Tag neu davon träumt, wunderschöne Raumkonzepte für individuelle Menschen zu erschaffen? Dann senden Sie Ihre vollständige Bewerbung mit Bild und Angabe Ihrer Motivation für diese Stelle per Mail an Frau Janine Jörg: janinejoerg@betz.ch 1RZ_HEIL_Fuelleranzeige_182x58_DF.indd 1 19.02.18 14:49 Marktplatz-Bestellschein Annahmeschluss jeweils am Donnerstag, 17.00 Uhr Inserataufgabe Anzeigentext zusammen mit dem Betrag an unserem Schalter vorbeibringen, Betrag in Noten einsenden oder per Einzalung auf PC- Konto CH89 0078 2007 4430 7210 1 überweisen. Empfangsscheinkopie beifügen! Inserate-Text In Blockschrift ausfüllen, ein Buchstabe, Satzzeichen oder Wortabstand pro Feld. Der Verlag kann Anzeigen, die gegen Anstand und Sitte verstossen, zurückweisen. Gewünschte Rubrik: Auftraggeber □ Herr □ Frau Vorname/Name □ Anz. Erscheinungen -mal (in den nächstmöglichen Ausgaben) □ oder an folgenden Daten: □ Chiffre (Zuschlag + Fr. 20.–) Verlag Bock AG | Wiesengasse 20 | CH-8222 Beringen Tel. +41 (0)52 632 30 30 | bockonline.ch Strasse PLZ/Ort Telefon Ort/Datum Beilage in Noten/Einzahlung Fr. / Unterschrift Titel Text (24 Zeichen) max. 200 Zeichen (4 Zeilen) Fr. 20.–

Bock | Dienstag, 23. März 2021 Der Schweizer Starkoch Andreas Caminada ist mit drei Michelin-Sternen und 19 Gault-Millau-Punkten der erfolgreichste Schweizer Koch. Der Weg zum Erfolg war geprägt von riesigem Einsatz und wichtigen Einflüssen anderer Köche. Einer davon ist der ehemalige Spitzenkoch der Fischerzunft in Schaffhausen, André Jaeger. Gesellschaft Bock-SPLITTER Richard Altorfer 5 GASTRONOMIE FÜRSTENAU, GR UND SCHAFFHAUSEN Yves Keller Es war ein brutales Jahr für die Gastronomie. Die letzten Monate brachten unzählige Restaurants an den Rand des Ruins. Den Lockdown bekam auch der Graubündner Spitzenkoch Andreas Caminada zu spüren. Allerdings habe er der Pause auch viel Gutes abgerungen: «Dank Corona hatte ich mehr Zeit für mich und meine Familie. Ich nutzte die Pause im letzten Frühling auch, um in unserem Restaurant Schloss Schauenstein nochmals in die Details zu gehen. Wir haben in dieser Zeit einige Prozesse ganz neu gelöst und gewisse Dinge hinterfragt.» Dazu gehörten die vielen Reisen, die er jedes Jahr während den Betriebsferien im Schloss Schauenstein unternahm, um Kochprojekte im Ausland wahrzunehmen. Solche Auslandeinsätze will er künftig deutlich reduzieren. «Ich war in den letzten Jahren sehr viel unterwegs und habe gemerkt, dass jetzt ein guter Zeitpunkt ist, das ein wenig zu ändern und mich wieder mehr auf meine Betriebe in Fürstenau und meine Familie zu konzentrieren.» Die grosse Passion Den Grosserfolg hat sich Andreas Caminada äusserst hart erarbeitet. In jungen Jahren war er nicht nur als Koch tätig, sondern half auch einige Monate in einer Pâtisserie aus. Die Arbeit gefiel ihm so sehr, dass er jeden Tag bereits zwei Stunden vor dem eigentlichen Arbeitsbeginn in der Pâtisserie erschien, um seine eigenen Ideen auszuprobieren. «Ich machte das aus Freude und Lust an diesem Beruf. Es ging mir gar nicht um den Erfolg, sondern darum, mich entfalten zu können.» Nach weiteren Stationen als Koch in Klosters, Baiersbronn und Uetikon am See übernahm der heute 43-Jährige NEUES ZU NAMEN Das Finanzdepartement Schaffhausen hat Peter Schiffli per 1 Juni zum neuen Kommandanten der Zivilschutzorganisation sowie Abteilungsleiter Zivilschutz mit gleichzeitiger Beförderung zum Oberstleutnant ernannt. Der ehemalige Abteilungsleiter Zivilschutz und Kommandant der Zivilschutzorganisation, Oberstleutnant Christoph Kolb, hatte das Amt für Bevölkerungsschutz und Armee Ende letzten Jahres verlassen, um eine neue Herausforderung anzunehmen. Letzten Donnerstag wurde das Kunstbuch «Worte in Zeiten von Coro-nah + so fern» von Beat Toniolo und Urs Wohlgemuth im Bundeshaus sowie in der Deutschen Anzeige 2003 die Pacht des Schloss Schauenstein in Fürstenau. Heute sagt er, dass er damals sehr wenig Erfahrung gehabt habe: «Wenn ich zurückblicke, war es wohl der jugendliche Wahnsinn, die wilde Energie, etwas zu realisieren, die uns dieses Risiko eingehen liess.» Diese Energie und die Passion für den Beruf sorgte auch dafür, dass Andreas Caminada ununterbrochen im Einsatz stand. In den ersten zehn Jahren auf Schloss Schauenstein arbeitete er sieben Tage die Woche von morgens um sieben bis nachts um zwei Uhr. Andreas Caminada betont, dass sein Erfolg ohne diese Arbeit niemals möglich gewesen wäre. Es brauche diesen inneren Antrieb, die Motivation, täglich sein Bestes in seine Produkte zu investieren. Und es brauche eine gewisse Bescheidenheit: «Viele machen sich selbständig und beklagen sich dann, dass Aufwand und Ertrag nicht stimmten. Was haben die sich denn gedacht? Du machst dich selbständig und wirst sofort reich? Natürlich geht das nicht. Du musst in der Regel zuerst dein Business etablieren, das geht lange. In dieser Zeit musst du die Kosten niedrig halten, möglichst wenig Leute anstellen und auch den eigenen Lohn klein halten, damit der Betrieb auf ein gewisses Niveau kommt.» Der Erfolg sei in der Regel ein schleichender Prozess, meint Andreas Caminada, und das sei gut. So könne man mit dem Erfolg mitwachsen. Zu jedem Zeitpunkt der Entwicklung sei das Allerwichtigste aber die Freude an der Sache: «Wenn der grosse Erfolg nie gekommen wäre, wären wir wahrscheinlich immer noch hier, weil es einfach unser grosser Traum ist.» Schaffhauser Prägung Er hätte nie einen bestimmten Mentor gehabt, sagt Andreas Caminada, aber immer wieder gute Vorbilder, die ihn geprägt hätten. So ein Vorbild ist auch André Jaeger, der während 40 Jahren das Botschaft übergeben. Im Buch präsentieren 17 Autorinnen und Autoren ihre Gedichten, Gedanken und Kurzgeschichten. Martina Munz (SP Nationalrätin)sowie Irène Kälin (Grüne, Nationalrätin) nahmen das Buch vor Ort entgegen und werden dieses an alle Bundesrätinnen und Bundesräte verteilen. Bei der Abgabe auf dem Bundesplatz waren neben vielen weiteren Parlamentarierinnen und Parlamentariern die Schaffhauser Ständeräte Hannes Germann und Thomas Minder anwesend. Wie die Gemeinde Marthalen mitteilt, feierte Ulrike Schmid-Keller am 1. März ihr 15-jähriges Dienstjubiläum als Mitarbeiterin in der Gemeinde- und Schulbibliothek. Sie arbeitet voller Begeisterung und Engagement in der Bibliothek und hat für Kinder sowie Erwachsene immer ein offenes Ohr. Der Gemeinderat Löhningen teilt mit, dass Alisha Hablützel seit den Sportferien in der Schule Löhningen als Klassenassistenz arbeitet. Bis zu den Sommerferien wird sie je nach Bedarf im Kindergarten oder an der Primarschule eingesetzt. (shb.) Hotel und Restaurant Fischerzunft in Schaffhausen führte und es ebenfalls auf 19 Gault-Millau-Punkte schaffte. In jungen Jahren beschloss Andreas Caminada mit einem Freund nach Schaffhausen zu fahren und die Fischerzunft zu besuchen. An den Ausflug kann er sich bis heute erinnern: «Das war ein mega Erlebnis. Diese Details und die schönen Blumen im Restaurant waren beeindruckend. Vor allem aber auch André Jaeger mit seiner Präsenz hat mich fasziniert. Er war zudem ausserordentlich grosszügig und lud uns auf einen Gang ein.» Auf die lobenden Worte angesprochen, reagiert Altmeister André Jaeger, der heute in Stein am Rhein lebt, äusserst erfreut: «Ich empfinde es als grosse Ehre und auch als Befriedigung, zu hören, dass ich einem so genialen Spitzenkoch offenbar etwas mit auf den Weg geben durfte.» utopien. jetzt. WIRTSCHAFTSKOLUMNE SCHAFFHAUSEN Armin Ziesemer Ernst Bloch,der deutsche Philosoph, schreibt im Buch «Geist der Utopie» zu Beginn des Kapitels «Der komische Held» über das Jungsein und die Kraft des Träumens. Er schreibt über den Befreiungsakt der Jungen, die handeln und das, was in ihnen steckt, entfalten wollen. Scheinbar unbeirrt wollen sie ihre Wünsche und Geheimnisse ausdrücken und das Eigene realisieren. Das mythologische Bild dafür ist der Dummling: Er zieht in die Welt und glaubt kindlich daran, dass das Unmögliche möglich ist. Doch schlägt das im wahren Leben oft ins Leere, weil er mit seiner Kraft allein ist und andere sich nicht angesteckt fühlen, mitzutun. Schwärmen Am 23. Februar schrieb Isabel Heusser in den Schaffhauser Nachrichten über leere Räume für Startups. Dort zeigte sich Beat Junker zufrieden mit dem Projekt im Kammgarn-Westflügel. Und das darf er sein. Er weiss, was es bedeutet, Gründungsunternehmen «von der Pike auf» zu entwickeln. Und er schätzt seine Aktivitäten auf dem Niveau «kleiner Fisch» ein. Schade. Die Welt der Gründer ist ein Biotop, in dem diese kleinen Fische in Schwärmen heranwachsen und voneinander lernen. Weltbilder, die die Durchsetzungskraft des Einzelnen propagieren, verdrängen gern die vielfältigen Vorzüge von Schwärmen und die Nutzen einer Schwarmintelligenz. Das ist natürlich; denn der Weg vom Einzelkämpfer zum Schwärmer ist eine kulturelle Herausforderung. Unterstützend wirkt hier, sich dem Träumen Und auch Andreas Caminada will seine Erfahrungen und Fähigkeiten an jüngere Köchinnen und Köche weitergeben. Nicht zuletzt aufgrund von Begegnungen wie der mit André Jaeger habe er sich später entschieden, sich vehement für junge Talente einzusetzen und sie mit seiner «Fundaziun Uccelin» zu fördern. und Utopien zu öffnen. Wie Ernst Bloch meint, muss, wer leben will, sich irgendwie stets belügen und der komische Held weiss: «Es gibt keinen Menschen, der ohne die wohltätigen Folgen des Träumens auch nur einen Schritt gehen könnte oder gar imstande wäre, sich zu seiner Tagesarbeit zu erheben.» Gemeinsam vorwärts Der SN-Artikel erinnert mich an ein Zitat des Komikers Karl Valentin: «Mögen täten wir schon wollen, doch dürfen haben wir uns nicht getraut.» Gute Absichten hier, Verständnis da, keine alternativen Projekte in Sicht und eine treffende Einschätzung von Christoph Schärrer, die kulturell in der Wertschöpfungsregion Schaffhausen etabliert ist: Tatsächlich werden Leute, die eine Idee vorbringen, oft zuerst mit Kritik eingedeckt. Cultural Change beginnt mit dem ersten Schritt – dem Change of mindset. Meine Perspektive entscheidet wesentlich, ob ich mich als klein, gross oder als ko-kreativer Wegbereiter für die Zukunft wahrnehme. Es ist meine Perspektive, ob der Wandel mit mir anfängt oder ob es beim blossen Wort bleibt. Denn im fundamentalen Wandel zeigt sich, wo echte Ko-Kreation und vertrauensvolle, wertschöpfende Beziehungen entstehen oder abwertende Konkurrenzierung Bestehendes verteidigt. Und der Dummling? Der glaubt sorglos daran, dass sich die ausserordentlichen Herausforderungen in allen Lebens- und Arbeitswelten mit utopischen Ansätzen meistern lassen. «Wir sind stark – gemeinsam», wir-sind-stark.ch Kari, echt «angefasst»: Minderheiten sollten alle Rechte haben, ausser das Recht, von der Mehrheit zu fordern, sie habe sich nach den Regeln der Minderheit zu richten. Gelesen in diesen Tagen: «Der menschliche Körper ist einfach genial. Die Natur selber hält ihn gesund. Wenn man nicht an ihm herummanipuliert mit sinnlosem Impfen und Medikamenten regelt er fast alles selber und bringt sich ins Lot.» Gedacht: Genau! Wie vor 200 Jahren, als die Leute arm, zahnlos, rachitisch, von Geburt an oder nach Unfällen behindert, schmerzgeplagt, ansonsten aber unbelästigt von Ärzten und Chemie, von ebenso unbelästigten Tuberkel- und andern Bakterien, Viren, Tumoren, Zucker im Blut oder gewöhnlichen Bienenstichen mit durchschnittlich 45 Jahren «natürlich», aber (angeblich) glücklich dahingerafft wurden. Etwas giftiger Kommentar auf «20 Minuten» zum Hickhack zwischen Harry-Meghan und der Royal Family (der «Firma»): «Ein Multimillionen schweres Glamourpärchen, das Dutzende Millionen schwere Verträge mit Netflix und Spotify abgeschlossen hat, quatscht mit einer Multi-Milliardärin (Oprah) über ihr schweres Leben und bringt eine Ex-Präsidentengattin (Frau Obama) dazu, für das schwer geprüfte Pärchen zu beten.» Dekadenz, Hypokrisie und Realitätsverlust sind offensichtlich hautfarbeunabhängig. Der neueste World Happiness Report besagt, wir Schweizer seien (trotz Corona) das viertglücklichste Land der Erde. Von insgesamt 149 Ländern. Eine wunderbare Nachricht. Oder? Warum nur, gopfertori, liegen Finnland, Island und Dänemark dann eigentlich vor uns? Sie denken vielleicht, das Folgende sei ein schlechter (Männer)witz. Falsch! Im Gegensatz zur History («his story»), der eingedeutschten Bezeichnung für Geschichte, sprechen weibliche Geschichtswissenschaftler ganz bewusst von Herstory (her story) und bezeichnen sich selber vermutlich entsprechend als Herstorikerinnen. Konsequenterweise gibt es in der Herstory keine Einteilung mehr in b.c. (before Christ) und AD (Anno Domini für «im Jahre des Herrn»), denn Religionsneutralität wie auch Genderkorrektheit bedingen zwingend den Verzicht auf einen christlichen weissen «Herrn», also einen dominierenden (dominus = der Herr) Mann, als Massstab für unsere Zeitrechnung. Der Ausweg war schwierig. Aber die Herstorikerinnen wussten Rat. Sie behelfen sich religionsneutral und genderbewusst mit BCE und CE («Before the Common Era» und «Common (oder current) Era»). Im Deutschen behilft man sich mit vuZ und nuZ («vor unserer Zeitrechnung» und «nach unserer Zeitrechnung»). Irgendwie beruhigend, dass unsere Gesellschaft kaum mehr existenzielle, sondern fast nur noch sprachliche und ideologische Probleme zu lösen hat. Bullshit der Woche: Wir müssen jetzt strenge Prioritäten setzen. Der dumme Spruch am Ende: Schei** ist, wenn der Furz was wiegt. Anzeige IHR TOYOTA & LEXUS SPEZIALIST Beringen-Enge • 052 630 10 10 • engebrunnen.ch

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