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Bock E-Paper KW12

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Bock DARÜBER SPRECHEN DIE REGION SCHAFFHAUSEN UND DAS RAFZERFELD HEUTE MIT SONDERPUBLIKATION: «FINANZEN & VORSORGE» DIENSTAG, 17. MÄRZ 2020 – NR. 12 – 54. JAHRGANG – WWW.BOCKONLINE.CH DER PROZESS Schauspiel nach Franz Kafka – Theater St. Gallen DI 24. MRZ 19:30 www.stadttheater-sh.ch Abgesagt! KLASSIK IM RÜDEN KYMIA KERMANI & ALBA GENTILI-TEDESCHI 29. MÄRZ 2020, 11 UHR WWW. KLASSIKIMRUEDEN.CH BÜHNE – Das Wilchinger Theater wäre bereit gewesen für die Premiere seines Stücks. Nun wurden aber alle Aufführungen abgesagt. Wie es weitergeht, wird vom Vorstand noch entschieden. Wilchingen, Seite 10 SPORT – Aufgrund der Corona-Krise wurde der Ligabetrieb im Handball eingestellt. Die Kadetten können den Titel nicht verteidigen und den Cup nicht gewinnen. Das hat klare Konsequenzen.Schaffhausen, Seite 9 LETZTE – Das Festival Blues and More hätte an zwei Tagen stattfinden sollen. Während der Anlass am Freitag vor leeren Rängen durchgeführt wurde, wurde er am Samstag ganz abgesagt. Beringen, Seite 16 MUSEUM Museum erneuert Beringen. Seit 1988 ist das Ortsmuseum Beringen in der Wohnanlage «Schloss» untergebracht. Pläne zum Umbau oder zur Erweiterung des Gebäudes konnten nicht realisiert werden. Damit das Museum mehr Platz erhält, wird nun die angrenzende Liegenschaft «Steig 5» durch einen Anbau ersetzt. Seite 5 WIRTSCHAFT Höherer Umsatz Neuhausen. Die IVF Hartmann Gruppe hat über ihr Geschäftsjahr 2019 informiert. Sie konnte ihren Umsatz um 3,5 Prozent auf 138 Millionen Franken steigern. Aufgrund der Umsetzung der «Strategie 2020» verzeichnet sie jedoch erwartungsgemäss einen Rückgang von Ebit und Konzerngewinn. Seite 5 GEWERBE Region vernetzen Opfertshofen. Um Personen aus der Gastronomie, dem Gewerbe und der Nahrungsmittelproduktion der Region Reiat besser zu vernetzen, wurde das Projekt «Reiatgenuss» lanciert. Auch die Schaffhauser Bevölkerung soll auf die Produktevielfalt aufmerksam gemacht werden. Seite 8 WIRTSCHAFT Ein Rekordjahr Schaffhausen. Die Schaffhauser Kantonalbank hat 2019 mit 51 Millionen Franken den grössten Jahresgewinn ihrer Geschichte erzielt (+ 20,2 Prozent). Auch der Kanton Schaffhausen profitiert davon: Er erhält eine Ausschüttung in Höhe von 35,9 Millionen Franken. Seite 12 Alle sind inständig gebeten, die Schutzmassnahmen bezüglich Coronavirus-Pandemie einzuhalten Jetzt ist Solidarität gefordert GESUNDHEIT – Nur durch ein solidarisches Verhalten der gesamten Bevölkerung können Risikogruppen geschützt werden. Auch der «Bock» will einen Beitrag leisten. Daniel Thüler Beringen. Nun ist es soweit, der Bundesrat hat gestern Montagnachmittag die «ausserordentliche Lage» gemäss Epidemiengesetz ausgerufen: Alle Restaurants, Bars, Märkte, Geschäfte der ganzen Schweiz bleiben aufgrund der Coronavirus-Pandemie bis am 19. April 2020 geschlossen. Ebenso alles, was mit Freizeit und Unterhaltung zu tun hat, wie Museen, Bibliotheken, Kinos, Konzert- und Theaterhäuser, Sportzentren, Schwimmbäder und Skigebiete. Einzig Gesundheitseinrichtungen sowie Läden für den täglichen Bedarf – Supermärkte, Post, Die Pädagogin Elisabeth Asaël unterrichtet seit 15 Jahren Kinder mit Lern- und Verhaltensauffälligkeiten «Kinder mit Buchstabensalat sind nicht dumm» KINDER – Wer nicht fehlerfrei lesen und schreiben kann, gilt oft als Versager und wird schneller als vor 20 Jahren als nicht normgerecht abgestempelt. Jurga Wüger Schaffhausen. Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS), auch Legasthenie genannt, ist eine Störung im Erwerb und im Gebrauch der Schriftsprache. Rund fünf bis zehn Prozent aller Schulkinder in der Schweiz sind davon betroffen. Ihnen fällt es schwer, Das Einhalten der Hygienemassnahmen durch die ganze Bevölkerung ist unabdingbar, damit insbesondere die Risikogruppen möglichst gut geschützt werden können. Bild: Philip Markovic Auf diesem Arbeitsblatt tragen Kinder fehlende Buchstaben ein. Bild: Jurga Wüger Bank, Bäckereien, Metzgereien – bleiben geöffnet. Ebenfalls werden die Schulen geschlossen und Grenzkontrollen zu allen Nachbarländern eingeführt. Zur Unterstützung der Kantone in den Spitälern, bei der Logistik und im Sicherheitsbereich hat der Bundesrat zudem den Einsatz von bis zu 8000 Armeeangehörigen bewilligt. lesen zu lernen. Das hat nichts mit Intelligenz zu tun, davon sind Experten wie auch die Schaffhauser Pädagogin Elisabeth Asaël überzeugt. Sie sagt: «Kinder mit Buchstabensalat sind nicht dumm, sondern oft hochintelligent und nicht selten sogar kreativer als Kinder ohne dieses Hindernis.» Doch da ein Grossteil des Wissens in der Schule schriftlich vermittelt wird, haben Legasthenikerinnen und Legastheniker erhebliche Nachteile. Häufig sind sie frustriert und verunsichert, was sie verständlicherweise auch psychisch belastet. Denn sie merken selbst, dass sie zu langsam und somit dem Lerndruck nicht voll gewachsen sind. Auch wenn es vor 20 Jahren genauso viele Schülerinnen Sich gegenseitig schützen Um die Risikogruppen (insbesondere Personen über 65 Jahre und solche mit Vorerkrankungen) möglichst effektiv zu schützen, ist es unabdingbar, dass die ganze (!) Bevölkerung – ob Jung oder Alt – unnötige Kontakte vermeidet, Abstand hält, die Hygienemassnahmen befolgt und soweit möglich zu Hause bleibt. Das gebietet die Solidarität mit den schwächsten Mitgliedern unserer Gesellschaft, auch wenn es sich um einschneidende Massnahmen handelt. Gleichzeitig kann so einem Kollaps des Gesundheitssystems entgegengewirkt werden, was letztlich der ganzen Bevölkerung nützt. Auch grosse Teile der Wirtschaft werden von der Coronavirus-Pandemie heftig getroffen. Zahlreiche Unternehmen verzeichnen massive Umsatzeinbussen und müssen auf diese reagieren. Betroffen ist beispielsweise auch der «Bock», weshalb er voraus­ Fortsetzung auf Seite 2 und Schüler mit LRS gab, «wurden diese damals weniger schnell als nicht normgerecht abgestempelt», sagt Elisabeth Asaël. «Wer heutzutage aus dem Rahmen fällt und zusätzlich Druck – nicht nur im Klassenzimmer, sondern auch im Elternhaus – erfährt, hat schlechte Karten, um unbeschadet weiterzukommen.» So kommen einige Schülerinnen und Schüler in die Privatschule Pädago, um einfach nur die Freude am Lernen wiederzufinden, Selbstvertrauen aufzubauen und um später selbständig im Schulsystem surfen zu können. Bei anderen sitzt das Fortsetzung auf Seite 2 Jedes Abo für CHF 39.- * pro Mt. Internet +TV free @home Aktion wegen grosser Nachfrage verlängert! * Aktion gültig bis zum 31.03.2020. Die Gratismonate werden in Form einer monatlichen Gutschrift gegen die Abogebühr verrechnet. Mobile @home ist nur in Verbindung mit einem Internet @home Abo erhältlich.

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