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Bock E-Paper KW15

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2 NACHRICHTEN 7. April

2 NACHRICHTEN 7. April 2020 Schaffhauser Bock Wettbewerb von Foto Hunziker und «Bock» Das «Daheim» im Bild festhalten FOTOWETTBEWERB – Foto Hunziker und der «Bock» suchen die tollsten Fotos vom «Daheim» während der Corona-Krise. Schaffhausen. Unser Bewegungsradius ist massiv geschrumpft. Seit Beginn der Corona-Krise mussten viele ihre Frühlingsferien absagen oder den Besuch bei den Eltern, Grosseltern und Freunden aufs Internet verlegen. Dass das Home- Office den privaten Rückzugsraum erobert hat, gehört zu den unschönen Begleiterscheinungen der aktuellen Situation. Aber wie so oft birgt das Problem auch Chancen: Wir laden dich ein, an unserem Fotowettbewerb zum Thema «Daheim» teilzunehmen. Ob wir dich/euch beim Spielen, Kochen oder bei der Gymnastik sehen, überlassen wir ganz dir. Wir sind jedenfalls total gespannt, welche Perspektiven und Einblicke wir von deinem «Daheim» kennen lernen dürfen. Nur Mut! Bis zum Ende des Shutdowns Der Einsendeschluss deckt sich mit dem Ende der verordneten Ladenschliessungen (aktuell der 19. April 2020). Die wichtigsten Teilnahmebedingungen sind: • Je teilnemende Person ist lediglich ein Bild zulässig (bitte keine Auswahl senden). • Du hast das Urheberrecht am eingeschickten Bild und verletzt keine Persönlichkeitsrechte. Du bist einverstanden, dass das Bild auf unserer Website sowie auf Facebook und Instagram publiziert wird. Gesucht werden die besten Fotos zum Thema «Daheim». • Die vollständigen Teilnahmebedingungen findest du unter www.fotohunziker.ch. Tolle Preise zu gewinnen Am Ende des Wettbewerbs vergeben wir folgende Hauptpreise: • 1. Preis: Eine Fuji Instax Sofortbild-Kamera • 2. Preis: Ein Gorillapad-Stativ • 3. bis 10. Preis: Je ein Gutschein für 10 Direktprintfotos bei Foto Hunziker in Schaffhausen Bild: Peter Hunziker Zusätzlicher Publikumspreis Nach dem Einsendeschluss präsentieren wir zudem alle eingesendeten Fotografien als Facebook- Posts und vergeben jenem Bild, das am meisten Likes einheimst, den Publikumspreis – einen 100-Franken-Einkaufsgutschein von Foto Hunziker. (sb.) Drei Fragen an: Mario Spengler, Radsportler und Velokurier in Schaffhausen «Hauptsächlich fahre ich mit nur einem Gang» «Bock»: Mario Spengler, wie kamen Sie auf die Idee, bei Velokurier Schaffhausen zu arbeiten? Mario Spengler: In unserer Familie war Radsport immer ein grosses Thema und so bin ich sehr vertraut mit dem Velo aufgewachsen. Früh in meiner Kindheit habe ich angefangen Rennen zu bestreiten. Es wurde mein grosser Traum, eines Tages Radprofi zu werden. Nachdem ich im Sommer 2017 meine Ausbildung als Konstrukteur abgeschlossen hatte, wollte ich mich komplett auf den Radsport konzentrieren. Nach zwei nicht besonders erfolgreichen Jahren wurde der Gedanke, einen Nebenverdienst zu suchen und einiges anders zu machen, immer konkreter. Bald war mir klar, dass ich im Jahr 2020 ein Arbeitspensum von 40 bis 50 Prozent anstreben will. Da es nicht so einfach ist auf meinem erlernten Mario Spengler. Bild: zVg. Beruf eine Anstellung mit reduziertem Pensum zu finden, kam ich bald auf den Schaffhauser Velokurier. Ich war schon länger auf diesen aufmerksam geworden, konnte mir noch nicht so richtig vorstellen, wie dieser Job in meine Trainings und Wettkampfplanung passen könnte. Nach den esten Schnuppertagen hatte ich bereits ein gutes Bild von der vielseitigen Tätigkeit und wollte mein Bestes geben, um eine Anstellung zu bekommen. Was gefällt Ihnen an Ihrem Beruf als Velokurier in Schaffhausen? Spengler: Nebstdem, dass ich viel zum Radfahren komme, gefällt mir, dass ich immer vorausdenken muss, welche Anfahrten als nächstes anstehen und wann die nächste Deadline ist. Dabei die Routenwahl so zu setzen, dass Sicherheit und zur Verfügung stehende Zeit möglichst nicht aus dem Gleichgewicht fallen, ist eine stete Herausforderung. Den Kontakt mit den Kunden über den ganzen Tag verteilt gefällt mir ebenso, da ich als Spitzensportler meine Trainings oft alleine abspulen muss und meist mit den gleichen Leuten unterwegs bin. Welche Velos nutzen Sie? Spengler: Ich fahre hauptsächlich mit einem Fixie, auch Starrlauf genannt. Dies ist ein alter Stahlrahmen mit nur einem Gang, der starr auf die Nabe geschraubt ist. So bin ich gezwungen, immer zu treten. Ein solches Rad macht es mir im hügeligen Schaffhauserland nicht immer einfach und ein normales Rennrad würde mir den Arbeitsalltag vereinfachen. Der Vorteil besteht aber darin, dass ein Fixie nur kleine Wartungsarbeiten erfordert und sich der Materialverschleiss auf ein Minimum beschränkt. An Tagen, an welchen ich Energie sparen und trotzdem schnell sein möchte, fahre ich ein altes Trek Madone (Karbon- Rennrad), welches das erste Rennrad von meinem Bruder war. (sb.) Der Velokurier Schaffhausen funktioniert während der Corona-Krise normal weiter. Mehr auf: www.velokurier.com Anzeige IHR TOYOTA & LEXUS SPEZIALIST Rheinweg 6 | Schaffhausen | Tel. 052 630 10 10 | www.garage-rhypark.ch

Schaffhauser Bock 7. April 2020 NACHRICHTEN 3 Bock-Splitter Kari, hämisch: Das Wissen darum, dass Quallen 500 Millionen Jahre überlebt haben, obwohl sie kein Hirn haben, macht vielen Menschen Hoffnung. (Die Hoffnung, dass niemand merkt, dass dieser Spruch schon vor 5 Jahren mal in den «Bock»-Splittern stand, ist nicht unberechtigt. Oder?) Kritik am Bundesrat oder an Herrn Koch (dem «Schweizer des Jahres in spe») kommt heute nicht gut an. Einer, der sich doch traute, ist der Epidemiologe Marcel Salathé. Na, ja, vielleicht war er zu früh. Andererseits: Solidarität darf Kritik nicht unterdrücken – wie auch umgekehrt. Immerhin war erschütternd, Frau H. (Präsidentin der GDK) im «Club» sagen zu hören, man wisse noch nicht, ob es wirklich einen Unterschied gemacht hätte, wenn man ein paar Tage früher gehandelt hätte. Ganz im Sinne von «schauen wir mal». Und dies zu einem Zeitpunkt, als die Vernünftigen unter uns bereits 10 Tage Social (Physical) Distancing übten. Keine Frage: wir ahnten noch anfangs Februar alle nicht, was kommen würde. Aber schön wäre schon, wenn Gesundheitspolitiker in der Lage wären, eine simple Kurve zu verstehen und danach zu handeln. Österreichs Kanzler Kurz machte sich kurzzeitig unbeliebt: er «preschte vor» mit dem Lockdown. Die zwei gewonnenen Tage werden jetzt in den Morbiditäts- und Mortalitätskurven Österreichs sichtbar. Hätten Berset, Koch und Co. doch besser bei Kurz spicken sollen? Keine Ahnung, wer in der Schweiz diesen völlig irrationalen Widerstand gegen das Tragen von Masken überwinden könnte. Wenn nicht Herr Koch, dann vielleicht Roger Federer. Das würde mehr nützen als ein Millionenspende. In der Politik herrscht Freude allenthalben! Die SVP feiert die geschlossenen Grenzen. Die SP freut sich, dass man endlich Geld à gogo verteilen darf. Die Grünen ergötzen sich an tausenden gegroundeten Flugzeugen. Die CVP jubelt über die tagtäglich in der Stube vereinten Familien. Die FDP frohlockt, dass nichts geht ohne Banken. Viele haben grad nichts zu tun und haben dafür viel Zeit, um nachzudenken. Das kann problematisch werden, wenn die Falschen nicht auf harmlosere Tätigkeiten ausweichen. Der dumme Spruch am Ende: Hätte, hätte oder Schmerztablette. (Richard Altorfer) Neues zu Namen Die Kadetten Schaffhausen haben vergangene Woche die Vertragsverlängerung mit Levin Wanner für zwei weitere Jahre bekanntgegeben. Er wird aber in dieser Phase an den Ligakonkurrenten HC Kriens-Luzern ausgeliehen. Dies mit der Option, dass der 19-jährige rechte Flügelspieler aus Beggingen nach einem Jahr von den Munotstädtern in das Team zurückgeholt werden könnte. (mt.) Vergangene Woche feierten Stefanie Huonker sowie Sylvia Blach beide ihr Arbeitsjubiläum bei der Clientis BS Bank Schaffhausen. Der Werdegang von Stefanie Huonker bei der Bank begann vor 15 Jahren. Seit Januar 2011 ist sie in der Institution Prokuristin. Sylvia Blach trat vor zehn Jahren in die Dienste der Bank. Sie hat unter anderem einen Abschluss als staatlich geprüfte Wirtschaftsassistentin und hat diverse Weiterbildungen besucht. Anzeige Der Schaffhauser Rapper Mello erhielt vergangene Woche internationale Anerkennung. Für sein Lied «She Say» lobte ihn in der jamaikanische Dancehall-Künstler Sean Paul, der mit seiner Musik weltweit grosse Erfolge feierte. In einer Videobotschaft sagte Sean Paul zum Schaffhauser Künstler: «Es ist für uns alle eine schwierige Zeit. Mach weiter, mit dem was du machst.» Die Schweizer Berufs-Nationalmannschaft, das Swissskills- Team, hat die intensiven Vorbereitungen für die Euroskills 2020, die vom 16. bis 20. September in Graz stattfinden, gestartet. Mit 14 Wettkämpferinnen und Wettkämpfern – davon kommen sechs aus der Ostschweiz – ist die Schweizer Delegation so gross wie noch nie. Mit dabei sind unter anderem die Fleischfachfrau Leandra Schweizer aus Rafz und der Steinmetz Nemo Weber aus Beringen. (nh.) RATGEBER: MEIN WILLE GESCHEHE Die Zeit, die noch bleibt Patrizia Kraft Heresta GmbH, Erbschaftsberatung und Nachlassregelung In unserem Beratungsalltag machen wir oft die Erfahrung, dass Leute alles, was mit dem Tod zu tun hat, gerne von sich wegschieben. Unzählige Male haben wir den Satz gehört, dass man ja schon lange wisse, dass man etwas regeln sollte, aber es halt immer rausgeschoben hat. Hören wir die- sen Satz im Rahmen eines Beratungsgesprächs, ist es nicht weiter schlimm, denn schliesslich haben sich die Betroffenen ja dann doch zusammengerauft und gehen das ungeliebte Thema nun an. Ungleich tragischer ist es, wenn dieser Satz im Rahmen einer Konsultation zu Fragen bezüglich Erbansprüche und Erbteilung fällt. Dann ist es nämlich zu spät und eine der Personen, die etwas hätten regeln sollen, ist nicht mehr am Leben. Das Schöne und zugleich Belastende an der menschlichen Existenz ist die Ungewissheit. Viele Dinge, die uns Zeit unseres Lebens widerfahren werden, können wir nicht erahnen, nicht planen, nicht beeinflussen. Uns passieren schöne Dinge, uns ereilen Schicksalsschläge, wir treffen wundervolle Menschen und wir verlieren sie wieder. Die Tatsache, dass wir nicht alles im Leben steuern können, darf uns mit Gelassenheit erfüllen. Sie entbindet uns jedoch nicht davon, Verantwortung zu übernehmen. Für uns, für unsere Angehörigen, für unsere Mitmenschen. Gerade in diesen schwierigen Zeiten, wo die Unsicherheit in der Bevölkerung besonders gross ist, lohnt es sich, sich auf das zu besinnen, was man selbst beeinflussen kann. Und sich dort Unterstützung zu holen, wo man Hilfe benötigt. Solidarität ist ein wertvolles Gut in einer Gesellschaft als Ganzes wie auch innerhalb der Familie, in einer Paarbeziehung oder zwischen Freunden. Es ist schön zu sehen, wie diese Solidarität derzeit aktiv gepflegt wird. Und es ist zu hoffen, dass sie auch nach dem Überwinden dieser akuten Krise längerfristig Wirkung zeigen wird. Patrizia Kraft 052 632 10 02 / p.kraft@heresta.ch / www.heresta.ch

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