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Bock E-Paper KW41_21

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10 Kadetten Schaffhausen

10 Kadetten Schaffhausen Bock | Dienstag, 12. Oktober 2021 Auch Suhr Aarau bleibt chancenlos Siebtes Meisterschaftsspiel, siebter Sieg. Am Sonntag ging es für die Kadetten in der BBC-Arena in Schaffhausen gegen den HSC Suhr Aarau. Die Kadetten distanzierten ihre Gegner bis zur Pause bereits auf 19:10. Am Ende gewannen die Orangen mit 28:23. Die Kadetten spielen am Donnerstag gegen St. Otmar St. Gallen. Archivbild: Marcel Tresch HANDBALL SCHAFFHAUSEN Kadetten Medienstelle Die Kadetten benötigten auch gegen die Aargauer keine Anlaufzeit. Mit 4:0 gingen die Hausherren vor 422 heimischen Zuschauerinnen und Zuschauern in Führung. Aarau-Trainer Misha Kaufmann sah sich nach dem Kaltstart zu einem Timeout gezwungen, welches jedoch auch nicht so recht Abhilfe verschaffte. Dank einem Treffer des insgesamt fünffachen Torschützen Donat Bartok, der später auch die Auszeichnung des Best-Players entgegennehmen durfte, konnten die Schaffhauser kurz vor der Pause auf 19:10 stellen. Zum Seitenwechsel schien die Partie bereits gegessen. Im zweiten Umgang dauerte es dann sieben Minuten, ehe die Orangen in persona von Lukas Herburger den ersten Treffer erzielen konnten. Die Aargauer Gäste wurden besser, die Kadetten ihrerseits nahmen etwas Tempo raus. So kam Suhr Aarau bis zum Schluss noch zu einem valablen 23:28-Schlussresultat. Den Sieg hatten sie aber bereits in der ersten Hälfte verspielt. Dank dem siebten Sieg im siebten Spiel bleiben die Kadetten weiterhin unangefochten an der Tabellenspitze der QHL. Am Donnerstag geht es gegen St. Otmar im vierten Heimspiel in Serie weiter. NLA, 7. Runde. Kadetten Schaffhausen – HSC Suhr Aarau 28:23 (19:10). – BBC-Arena Schaffhausen, 422 Zuschauer. – SR: Capoccia/Jucker. – Kadetten: Pilipovic (bis 45./14 Paraden), Biosca (ab 45./5P); Zehnder (3/2), Matzken, Canellas (4/3), Schmidt (2), Schopper (1), Bartok (5), Jerry, Kusio (1), Lier (3), Markovic, Maros (3), Schelker (2), Tominec (3), Herburger (1). Kadetten ohne Küttel, Gerbl, Novak (alle nicht im Aufgebot). – Strafen: Drei Zweiminutenstrafen gegen Kadetten und sechs Zweiminutenstrafen gegen Suhr Aarau inkl. direkte Rote Karte gegen Laube (48.). QUICKLINE HANDBALL LEAUGE: rangliste/punkte nach 7 runden 1. Kadetten Schaffhausen 12 2. Wacker Thun 9 3. TSV St. Otmar St. Gallen 9 4. GC Amicitia Zürich 8 5. BSV Bern 8 6. HSC Suhr Aarau 8 7. Pfadi Winterthur 7 8. HC Kriens-Luzern 5 9. RTV 1879 Basel 2 10. CS Chênois Genève Handball 0 Kristian Pilipovic, 10. Dezember 1994, Österreich: Spielernummer 1, Torhüter. Samuel Zehnder, 29. Februar 2000, Schweiz: Spielernummer 4, Flügel links. Bilder: zVg. Dimitrij Küttel, 18. Februar 1994, Schweiz: Spielernummer 6, Rückraum rechts. Erik Schmidt, 28. Dezember 1992, Deutschland: Spielernummer 8, Kreisläufer. Jonas Schopper, 5. Februar 1999, Deutschland: Spielernummer 9, Kreisläufer. 5 Franken Heimvorteil bei den Kadetten Einfach Karte zeigen und beim Eintritt sparen www.shkb.ch/heimvorteil Der «Bock» Wünscht viel erfolg in Der Saison 2021/22 schaffhausen24.ch Eure Unterstützung spornt uns An! Verfolge das Spiel live auf Kadetten – TSV St. Otmar St. Gallen Matchprogramm auf www.kadettensh.ch JONAS SCHOPPER Kreisläufer Donnerstag, 14. Oktober, 19.15 Uhr, BBC-Arena Kadetten Schaffhausen. Rückgrat der Nationalmannschaft: 10 Spieler.

Bock | Dienstag, 12. Oktober 2021 Kunst als grosse Passion 11 kuLtur Bock-Vorschau Der Künstler Hansueli Holzer ist einer von wenigen Holzschneidern in der Schweiz. Die Kunst begleitet ihn schon sein ganzes Leben lang, an die Pensionierung denkt der 74-Jährige noch lange nicht. Nicht zuletzt treibt ihn eine grosse Reiselust an. Für seine Dokumentarfilme gewann er bereits angesehene Preise. PORTRÄT STEIN AM RHEIN Lara Gansser Jeden Morgen freut sich Hansueli Holzer aufzustehen. Nachdem er die Vögel im Garten gefüttert hat, gibt es einen gemütlichen Zmorgen im Wintergarten, gemeinsam mit seiner Lebenspartnerin Indra Graf. Dann widmet er sich einer seiner Leidenschaften: Dem Kunstmalen, dem Dokumentarfilmen oder dem Garten. In der Schweiz gibt es über 10 000 Malerinnen und Maler, doch nur ganz wenige beherrschen das Holzschneiden. Und einer davon ist eben Hansueli Holzer in Stein am Rhein. «Die Technik ist ein bisschen wie in der Steinzeit», so der 74-Jährige. Für ein dreiteiliges Bild des Seeufers bei Eschenz benötigte er insgesamt zwölf Holzbretter, denn für jede Farbe müssen separate Bretter mit den entsprechenden Schnitten verwendet werden. «Es ist eine sehr aufwendige Kunstform», so Hansueli Holzer, der am genannten Bild etwa drei Monate lang arbeitete. Zwischen Schule und Atelier 43 Jahre lang lebte Hansueli Holzer in Ramsen. Nach dem Tod seiner ersten Frau im Jahr 2005 führte ihn das Schicksal mit der Gemeindekrankenschwester Indra Graf zusammen. Seit drei Jahren leben die beiden in Stein am Rhein. Aufgewachsen ist der Künstler im Kanton Luzern, mit 16 Jahren startete er eine Grafiklehre in Winterthur. Nach Abschluss der 4-jährigen Lehre besuchte er die Kunstgewerbeschule in Zürich (heute Hochschule für Gestaltung und Kunst). «Eigentlich wollte ich dort nur ein Jahr bleiben. Und dann in die Welt hinausgehen, reisen und Bücher schreiben», erzählt Hansueli Holzer. Doch es kam anders: Nach vier Jahren an der Kunstgewerbeschule, an der er ohne Prüfung aufgenommen würde, schloss er die Ausbildung erfolgreich ab. Dann arbeitete er mehrere Jahre Hansueli Holzer als Kantilehrer in Glarus sowie an einer privaten Mittelschule in Zürich – nebenher zeichnete und malte er viel. «Ich wollte nämlich eigentlich gar nie Lehrer werden», so Hansueli Holzer, der schlussendlich bis zu seinem 60. Lebensjahr mit Unterbrüchen im Lehramt tätig blieb. Talent ist ihm gegeben «Malen ist wie Treppenbauen. Die erste Stufe ist das Beherrschen der Farben», so der Künstler, der in seinen Anfängen sehr lange Zeit nur Stillleben malte. «Die Technik ist ein bisschen wie in der Steinzeit» Dass Hansueli Holzer talentiert ist, bekam er immer wieder zu hören und zu spüren. Er erinnert sich an ein Erlebnis in der Rotapfel-Galerie, damals eine der renommiertesten Galerien in Zürich. «Ich wollte meine Unterlagen abgeben, doch es hiess nur, ich solle zuerst in drei oder vier anderen Galerien ausstellen», so Hansueli Holzer. Denn im Kunstbereich zählen vielfach die Anzahl Ausstellungen. Doch der damals junge Künstler bestand darauf, dass die Verantwortlichen sein Bewerbungsdossier behalten. Kurze Zeit später erhielt er das Telefonat: Sie wollten unbedingt, dass Hansueli Holzer seine Holzschnitte hier ausstellte. Bis zu seinem Umzug nach Stein am Rhein präsentierte Hansueli Holzer seine Werke regelmässig an Ausstellungen. Bereits über 1000 Holzschnitte hat er kreiert – unter anderem gestaltete er 1986 das Plakat für das Freilichtspiel «No e Wili». Aber auch für seine Zeichnungen und Ölbilder ist Hansueli Holzer angesehen. «Das Licht ist für mich das allerwichtigste», so der Künstler. Werke von ihm befinden sich in verschiedenen Sammlungen und Museen, darunter im Museum zu Allerheiligen in Schaffhausen. Grosse Reiselust und Filmpreise «Es ist jeden Tag aufs Neue interessant, mit ihm zusammen zu leben», so Indra Graf über ihren Partner. Nicht nur die Liebe zum Garten verbindet das Paar – sondern auch das Reisen ist eine grosse Leidenschaft der beiden. «Wir sind sehr gerne und viel unterwegs», sagt Hansueli Holzer. Während er sich dem Filmen und Fotografieren widmet, führt Indra Graf heute meist die Reisetagebücher. Daraus entstehen als gemeinsames Projekt unter anderem liebevoll gestaltete Fotoalben. Auf ihren Reisen erkunden sie die verschiedensten Gegenden auf der Welt – ob Griechenland, Bali, Ägypten, Kenia, Australien oder Vietnam. Mit dabei hat Hansueli Holzer oft Leinwand und Farben, immer aber Kamera und Filmmaterial – für Dokumentarfilme. «Zuletzt veröffentlicht habe ich eine Dokumentation über die Edelsteinsuche in Sri Lanka, dem Heimatland von Indra», berichtet Hansueli Holzer. Einen der grössten Erfolge brachte der Film «Ein Tag in Afrika», in dem zu sehen ist, wie ein Wasserbüffel von einem Löwenrudel getötet und gefressen wird. Ein anderer Dokumentarfilm «Die zarte Versuchung», über den Anbau und die Verarbeitung von Chicorée, schaffte es Nicht nur als Holzschneider ist er bekannt: Bereits mehrere Preise hat Hansueli Holzer mit seinen Dokumentarfilmen gewonnen. Bild: Lara Gansser bis zum UNICA Filmfestival in St. Petersburg. Auch an Filmfestivals in Hamburg, Berlin und Solothurn waren Hansueli Holzers Filme dabei und wurden mit ersten Preisen ausgezeichnet. Seine Dokumentarfilme sind von Lehrpersonen im deutschsprachigen Raum sehr gefragt, darunter der über die Entstehung eines Holzschnitts oder derjenige zum Thema «6000 Jahre Perspektive», ein Video zur Einführung des Themas Perspektive im Zeichenunterricht. Regelmässig empfing er zu diesem Thema auch Schulklassen in seinem Atelier. Lehrer geblieben Da Hansueli Holzer eigentlich nie Lehrer werden wollte, fokussierte er sich nach dem Umzug von Glarus nach Schaffhausen auf die Kunst. «Meine erste Frau, die die gleiche Ausbildung wie ich hatte, war 33 Jahre Zeichnungs- und Werklehrerin am Kindergärtnerinnenseminar Schaffhausen – mich zog es nach draussen, um die Landschaften des Kantons zu malen», erinnert sich der zweifache Vater. «Und trotzdem nahm ich einen befristeten Lehrauftrag am Lehrerseminar Schaffhausen an. Und mein berühmtester Schüler war der spätere Regierungsrat Christian Amsler» fügt er schmunzelnd hinzu. Als seine erste Frau im Jahr 1981 das erste Mal schwanger war, übernahm Hansueli Holzer die Mutterschaftsvertretung – die sich bis über die zweite Schwangerschaft im Jahr 1983 hinauszog. Und auch danach kam er nicht mehr vom Unterrichten weg und arbeitete zwei Tage pro Woche an der Sekundarschule Rosenberg in Neuhausen. Oberen Kantonsteil beleben Eine weitere Aufgabe treibt Hansueli Holzer an: «Seit 30 oder mehr Jahren bin ich Aktuar bei der Heimatvereinigung Buch- Hemishofen-Ramsen.» Damit die Menschen diese drei geschichtsträchtigen Dörfer besser kennenlernen, läuft aktuell ein Projekt, bei dem Infotafeln an den historisch bedeutsamen Gebäuden angebracht werden. Diesen September wurden die Stationen in Hemishofen eingeweiht, in den kommenden zwölf Monaten widmet sich Hansueli Holzer dem Örtchen Buch. «Es wäre einfach schade, wenn die Geschichten dieser Dörfer verloren gehen», so der 74-Jährige. Zur Ruhe kommen wird Hansueli Holzer wohl noch länger nicht. «Er hat den ganzen Tag zu tun, das gehört zu ihm», so Indra Graf. Und wenn er sich nicht gerade dem Malen, Filmen, Fotografieren oder Schreiben widmet, geniesst er mit seiner Partnerin die Schönheit und Artenvielfalt im eigenen Garten oder wie er sagt «den Goldenen Herbst des Lebens». Und hier sieht er bereits das nächste Projekt: «Der Sitzplatz unter dem Apfelbaum wird umgestaltet, die neuen Steine für den Boden liegen bereits parat.» Das klingt noch kaum nach Pensionierung! Die Festrede findet beim Dorfbrunnen in Thayngen statt. Bild: zVg. 100 Jahre Turnveteranen Am Sonntag, 17. Oktober, feiern die Turnerveteranen in Thayngen das 100-Jahre-Jubiläum. Wie bei der Gründung vor 100 Jahren wird die Kantonale Turnveteranenvereinigung die Landsgemeinde auf dem Thaynger Kirchplatz abhalten. Zuvor marschieren die Turnveteranen und Gäste in Form eines Umzuges um 9 Uhr vom Bahnhof her auf zum Dorfbrunnen – angeführt vom Musikverein Thayngen und zahlreichen Fahnendelegationen der Schaffhauser Turnvereine. (shb.) Fernanda Figueiredo ist die neue Chretzeturm-Stipendiatin. Bild: zVg. neue Chretzeturm Stipendiatin Helga Sandl, Kulturleiterin der Jakob und Emma Windler-Stiftung, stellt am Dienstag, 12. Oktober, um 19.30 Uhr die neue Chretzeturm-Stipendiatin Fernanda Figueiredo vor. Im Anschluss wird die Künstlerin selbst über ihre Arbeiten und ihren Aufenthalt in Stein am Rhein sprechen. Der Anlass findet im Jakob und Emma Windler- Saal in Stein am Rhein statt. Eine Anmeldung wird unter info@kulturwindler-stiftung.ch erbeten. (shb.) Das Ensemble Prospero Consort tritt am Sonntag in Schaffhausen auf. Bild: zVg. Hansueli Holzer und Indra Graf geniessen es, Zeit im eigenen Garten zu verbringen. Bild: lg. Doch auch die Reiselust verbindet das Paar. Hier in der Weissen Wüste in Ägypten. Bild: zVg. Barocke Musik aus der tiefe Zahllose Kunstwerke und Musikstücke sind nach Ereignissen entstanden, die Menschen dazu gebracht haben, sich mit ihrer Existenz auseinanderzusetzen. Am Sonntag, 17. Oktober, tritt das Ensemble Prospero Consort in der St.-Anna-Kapelle in Schaffhausen auf. Konzertbeginn ist um 17 Uhr. Im Zentrum des Konzerts stehen drei barocke Vertonungen des Psalms «Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir» von Bach, Bruhns und Förtsch. (shb.)

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