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Bock E-Paper KW48

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8 Gesellschaft

8 Gesellschaft Bock | Dienstag, 24. November 2020 Ein Leben auflösen RATGEBERKOLUMNE MEIN WILLE GESCHEHE Patrizia Kraft, Heresta GmbH, Schaffhausen Wenn ein Leben endet, bleibt vieles zurück. Zum einen die Angehörigen, die nun ohne die verstorbene Person weiterleben müssen. Zum andern aber auch viele Dinge, die die verstorbene Person besessen hat. Es ist immer wieder interessant, zu sehen, was Personen im Laufe ihres Lebens ansammeln. Was ihnen wertvoll genug erscheint, aufzubewahren. Natürlich hängt die Grösse des hinterlassenen Fundus entscheidend von der Wohnsituation am Lebensende ab. Mehr Platz bedeutet häufig auch mehr Zeugs. Und es gibt auch grosse Unterschiede in der Persönlichkeit der Menschen. Einige haben eine ausgeprägte Sammelleidenschaft und verfügen über erstaunliche Mengen an Sammelobjekten. Besonders beliebt sind hierbei übrigens noch immer Briefmarken und Gedenkmünzen. Andere Menschen sind auf Vorratshaltung ausgelegt und lagern fabrikneue Bettwäsche, Kleider, Geschirr in x-facher Ausführung. Man weiss ja nie, wann man froh drum ist. Wieder andere machen zu Lebzeiten einen Prozess der materialistischen Läuterung durch und trennen sich – manchmal freiwillig, manchmal bedingt durch die Redimensionierung der Wohnsituation – von einem Grossteil ihrer Sachen. Dieser Prozess ist heute vor allem bei der Generation der frisch Pensionierten zu beobachten. Auf die Zeit des Nest- Bauens folgt die Zeit des Nest-Leerens. Für die nestleerenden Personen kann dieser Prozess ein Stück weit befreiend sein, viele vollziehen ihn aber auch in der Absicht, den Erben dereinst kein Chaos zu überlassen, das diese dann sortieren und entsorgen müssen. Dieser letzte Punkt hat aber auch einen Nachteil. Die Erben kommen so nicht mehr in die Situation, mit der Wohnung des Verstorbenen ein zurückgelassenes Leben anzutreffen, in das sie eintauchen und erstaunt feststellen können, was die verstorbene Person alles an wunderlichen Dingen besessen hat. Die Auseinandersetzung mit dem verstorbenen Familienmitglied wird durch das vorweggenommene Aufräumen und Aussortieren ein Stück weit sterilisiert. Dies passt in paradoxer Weise zu unserer Zeit, in der wir in der digitalen Welt immer mehr die Kon trolle über unsere persönlichen Daten verlieren. Als Gegenreaktion sind wir geneigt, wenigstens in der analogen Welt ein wohlkuratiertes Bild von uns zu hinterlassen, das unserer Selbstwahrnehmung entspricht. 052 632 10 00, www.heresta.ch BOCK-HEIMAT: martin harzenmoser PORTRÄT DER WOCHE FLURLINGEN Martin Harzenmoser ist in Neuhausen geboren und aufgewachsen. Seit 1998 geht er mit seinem Bruder Thomas Harzenmoser als Nachtwächter in den Gassen der Schaffhauser Altstadt umher. Er ist Mitinitiant der Dichterpfad-Trophy und hat kürzlich die Erzählungen der Schaffhauser Schriftstellerin Erna Heller wiederentdeckt. «Bock»: Was bedeutet Ihnen Heimat? Martin Harzenmoser: Heimat ist für mich dort, wo ich geboren und aufgewachsen bin, ein Ort, mit dessen Geschichte ich mich verbunden fühle. Heimat ist für mich aber auch da, wo man verstanden wird, wo man sich gegenseitig bestärkt, sich unterstützt, sich hilft, sich lobt, sich gemeinsam freut und gemeinsam lacht. Kurzum, Heimat ist da, wo ich mich gerne aufhalte und entfalten kann. Was sind Ihre liebsten Freizeitbeschäftigungen? Harzenmoser: Ich beschäftige mich oft mit Geschichtsthemen, lese aber auch gerne Gedichte und Erzählungen wie momentan jene von Erna Heller. Als Ausgleich bin ich sehr gerne auch in der Natur, beispielsweise auf den Wegen des Schaffhauser Dichterpfads, unterwegs. Dort kann ich unsere schöne Region im Laufe der Jahreszeiten immer wieder anders erleben. Üben Sie als Nachtwächter Ihren Traumberuf aus? Seit 1998 ist Martin Harzenmoser als Nachtwächter in den Gassen der Schaffhauser Altstadt unterwegs. Geschichte interessiert ihn auch in der Freizeit. Bild: zVg. Harzenmoser: Bestimmt! Interessierten Menschen etwas von der spannenden und mitunter «schröcklichen» Geschichte unserer Stadt Schaffhausen zu erzählen, macht auch nach über 20 Jahren immer noch grossen Spass. Eintönig wird das nie. Gemeinsam mit meinem Bruder forsche ich weiterhin nach neuen Histörchen und Anekdoten – momentan nach solchen aus der Barockzeit. Geschichte vor Ort zu erzählen, zu sehen, wie Leute mitgehen, sich freuen und nicht selten auch lachen, ist für mich nach wie vor etwas Wundervolles. Ein wenig davon versuche ich auch in die Schulstube hinüberzuretten. Ich freue mich, wenn es mir gelingt, Schülerinnen und Schüler für meine Fächer (momentan sind das Geschichte und Geographie) zu begeistern. (lg.) Schweizersbildstr. 7 8207 Schaffhausen Durchgehend geöffnet: 10-18 Uhr Dienstag Mittwoch 24. 25. Donnerstag Freitag 26. 27. Letzte Chance, Ihre Pelze zum Höchstpreis zu verkaufen!

9 Sport Bock RAUS AUS DER STADT: FORD 4×4 UPGRADE GRATIS AutomaxX AG Mühlenstrasse 96, 8200 Schaffhausen Transit Center Enge Beringen Schlatt Paradies www.automaxx.ch Lagerliederbüchlein Daniel Stamm will, dass im Schulalltag wieder mehr gesungen wird. Seite 11 verein(t) hundesport: nur ein ausgelasteter hund ist auch ein glücklicher hund Der Verein Beringer Hundesport (BHS) bietet seit 1982 in verschiedenen Kursen die Möglichkeit, Alltagstauglichkeit, Handling und Tricks, die den Hunden sowie Frauchen und Herrchen einfach Spass bereiten, hinter dem Fussballplatz zu trainieren. HUNDESPORT BERINGEN Simone Siliprandi, BHS Beringer Hundesport Die Umstände in diesem Jahr sind für alle etwas aussergewöhnlich. Auch wir hatten durch das Coronavirus einen Stillstand aller Aktivitäten. Viele geplante Anlässe mussten abgesagt werden. Es war für jede Hundehalterin und jeden Hundehalter eine Herausforderung, den Hund sinnvoll zu beschäftigen, mussten doch Spaziergänge mit Freundinnen und Freunden sowie Hundetreffen vermieden werden. Umso mehr sind jetzt diejenigen im Vorteil, die vorher schon gelernt haben, den Hund sinnvoll geistig und körperlich zu fordern, denn nur ein ausgelasteter Hund ist auch ein glücklicher Hund. DIE LEUTE IM BHS Vorstand: Walter Frei, Präsident, Simone Siliprandi, Vizepräsidentin, Gudrun Mathys, Finanzen, und Barbara Ochsner, Aktuarin. Übungsleiterinnen und -leiter: Walter Frei, Simone Siliprandi, Maja Gähweiler, Madeleine Waldvogel, Irene Erb, Beatrice Weber, Daniela Baumgartner, Käthy Landolt und Gudrun Mathys. Eine gute Arbeit mit dem Freund des Menschen ist altersunabhängig. Vier Mal die Woche auf dem Platz Wir sind froh darüber, nun wieder mehr Möglichkeiten zu haben. Unsere Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter sind motivierte und kreative Fachleute, die in verschiedenen Trainingsbereichen jede Woche ihr Wissen weitergeben und interessante Übungen, Tricks oder Grundgehorsam vermitteln. Auf dem gut erreichbaren Fussballplatz Grafenstein in Beringen dürfen wir vom gepflegten Rasen und der Beleuchtung profitieren. So stehen wir jeweils von Montag bis Donnerstag mit unseren Kursteilnehmerinnen, Kursteilnehmern sowie aktiven Mitgliedern in verschiedenen Gruppen (Spass-Sport-Plauschgruppe, Alltagshunde, Begleithundesport, Nationales Hundehalterbrevet und Polydog-Gruppe) im Training. BHS-Präsident Walter Frei unterrichtet beim Ferienpass 2018 auf dem Fussballplatz. Bilder: Marcel Tresch fen alle, Prüfungen und Anlässe mindestens im nächsten Jahr wieder planmässig durchführen zu können. Da ist dann für alle etwas dabei. Im Moment halten wir uns selbstverständlich an die Abstandsregeln – auch draussen beim Training – und richten uns nach den Hygienebestimmungen des Bundesamtes für Gesundheit. Alle Informationen und Kontaktadressen zu unserem Verein sind unter der nachstehenden Adresse zu finden. Ausserdem gibt es dort viele Berichte zu unseren Aktivitäten nachzulesen. Viel Spass dabei! beringerhundesport.ch Das Arbeiten mit Hunden soll den Tieren und den Menschen viel Spass bereiten. Auch das Spitzenspiel gegen Kriens-Luzern fällt in dieser Woche aus. Hoffen auf das kommende Jahr Im Moment dürfen wir unsere gemütliche Vereinshütte nur mit genügend Abstand nach den Trainings nutzen, wo wir jeweils interessante Themen diskutieren. Wir hofnach beeindruckender serie in der quarantäne Die Kadetten ritten bis zum European-Handball-League-Spiel auswärts in Nordmazedonien auf der Erfolgswelle. Aktuell werden sie durch Corona ausgebremst. HANDBALL SCHAFFHAUSEN Marcel Tresch Die Kadetten Schaffhausen kamen in ihrem zweiten Gruppenspiel der European Handball League (EHL) auswärts gegen Eurofarm Pelister nach einem 10:16-Pausenrückstand noch zu einem Punktgewinn. Nach der Pause kehrten die Orangen wie verwandelt auf das Feld zurück und starteten eine beeindruckende Aufholjagd. Das Spiel endete 25:25. Mit drei Punkten aus zwei Spielen realisierten die Orangen ihren bisher erfolgreichsten Start in einen europäischen Handballwettbewerb. In der NLA-Meisterschaft und im Schweizer Cup sind die Kadetten seit zwei Monaten ungeschlagen. Die letzte Niederlage datiert vom 26. September auswärts gegen Anzeige Hermann Augustin CEO KARL AUGUSTIN AG, Thayngen Bild: Marcel Tresch Kriens-Luzern. Seither sind die Munotstädter in einer beeindruckenden Topform. Ein Blick auf die Rangliste zeigt, dass sie nach wie vor Spitzenreiter sind. Dies, obwohl einzelne Teams eine Partie mehr austrugen. Punktemässig können sie auch nicht von denjenigen Mannschaften eingeholt werden, die bisher ein Spiel weniger ausgetragen haben. Die Gegner konnten die Kadetten bisher auf ihrem Erfolgswellenritt nicht bremsen. Allerdings könnten sie nun durch das Coronavirus gebremst werden, nachdem im Umfeld eine Person positiv getestet wurde und sich nun das ganze Team inklusive Trainer und Betreuer in Quarantäne befindet. Darum fallen auch die Partien gegen Tatabanya (EHL) und gegen den HC Kriens-Luzern aus. Trainieren darf das Team erst wieder ab 1. Dezember. sport in kürze Die Welt des Schwingsports stand in diesem Jahr komplett still. Bild: Marcel Tresch Schwingen. Die Schwingerwelt stand still. Keine Schwingfeste. Erneutes Trainingsverbot. Das hindert die Schwinger an der Saisonvorbereitung 2021. Die Schaffhauser Schwingerfamilie trifft sich stets Mitte November zur Generalversammlung. Diesmal allerdings ohne Schwingkurs für die Aktiven, sonst das Morgenritual am GV-Sonntag. Im Eventlokal der Mühle Wunderklingen in Hallau begrüsste Markus Hallauer die Anwesenden. Der Jahresbericht des Präsidenten, technischen Leiters der Aktiven und des Nachwuchses waren noch nie so kurz wie in diesem Jahr. Alle sind aber zuversichtlich, dass 2021 wieder geschwungen werden kann. Die Jahresrechnung schloss mit Gewinn ab. Der Schaffhauser Kantonale Schwingerverband gab sich neue Statuten, die nun ein Finanz- und Entschädigungsreglement beinhalten. Die Nachwuchsschwinger Levi Schudel (Beggingen), Dominik Graf (Oberhallau) und Gian Kübler (Schaffhausen) gehören neu zu den Aktiven. Adi Bührer aus Thayngen wurde von der Kampfrichter-Kommission in die höchste Stufe 4 des Eidgenössischen Schwingerverbandes befördert. (mt.) Handball. Die Swiss Handball League und der Schweizerische Handballverband freuen sich über einen neuen TV-Vertrag für die höchste Spielklasse im Schweizer Männerhandball. «Sport1» überträgt, beginnend mit der laufenden Saison, in den kommenden vier Jahren pro Spielzeit bis zu 36 Spiele direkt. Zudem wird die finale Phase der Meisterschaft wieder live im Schweizer Fernsehen zu sehen sein. (mt.) Handball. Aufgrund der aktuellen Lage betreffend der Corona-Pandemie hat sich das Organisationskomitee dazu entschlossen, die Austragung des traditionellen und sehr beliebten Yellow Cups auf den Jahreswechsel 2021/22 zu verschieben. Alternativen wie die Durchführung ohne Publikum und eine TV-Direktübertragung oder eine Verschiebung auf den April 2021 kamen für die Organisatoren nicht in Frage. (mt.) «Idee gut, Umsetzung mangelhaft.» NEIN zur Unternehmens-Verantwortungs- Initiative und damit JA zum Gegenvorschlag!

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