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Bock E-Paper KW52

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10 Unterhaltung

10 Unterhaltung Bock | Dienstag, 22. Dezember 2020 Ein herz für tiere WETTBEWERB Unter allen richtigen und rechtzeitig zugestellten Einsendungen werden 2 Taxigutscheine von Ring-Taxi im Wert von je CHF 10.– verlost. Ring-Taxi.ch 052 643 33 33 Wir bewegen die Region Steinemann Personentransporte & Kurierdienste seit 1963 052 635 35 35 steinemann-sh.ch Seit dem 8. Dezember kümmern sich die Mitarbeitenden des Tierheims Buchbrunnen ürsorglich um einen Kater. Das Findel-Büsi wurde an der Herblingerstrasse in Schahausen geunden und dem Tierheim übergeben. Der weisse Kater hat einzelne schwarze Flecken. Auällig ist, dass sein linkes Auge stark gerötet ist. Wer den Kater vermisst oder weiss, wem er gehört, wird gebeten, sich mit dem Tierheim Buchbrunnen unter der Tele- onnummer 052 643 59 11 in Verbindung zu setzen. (shb.) Im Notfall überall. Dieser Kater wurde an der Herblingerstrasse in Schaffhausen gefunden. Bild: zVg Jetzt Gönner werden: www.rega.ch Lösung: 1 2 3 4 5 6 7 8 Lösung einsenden an wettbewerb@bockonline.ch oder an Verlag Bock AG, Wiesengasse 20, 8222 Beringen. Einsendeschluss: Dienstag, 29. Dezember 2020 Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Lösung Ausgabe Nr. 50/2020: «TANNENBAUM». Die Gewinnerinnen und Gewinner werden persönlich benachrichtigt. Abhol- und Lieferservice. Alle Speisen erhältlich. 10% Rabatt bei Onlinebestellung über www.alpenblick-sh.ch Pasta und Pizza mit einem alkoholfreien 5dl Getränk, bei der Abholung, für CHF 15.–. Angepasste Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 11.30 bis 13.30 Uhr und von 17.30 bis 22 Uhr Familie Habchi und Team freuen sich auf Ihren Besuch. 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Dr. Giorgio Behr Leitung Nathalie Homberger, Chefredaktorin Andreas Wittausch, Verlagsleiter Auflage 49674 (WEMF 2019/20) Vertrieb Schazo AG, 8201 Schaffhausen 052 624 11 10 Druck CH Media, 5001 Aarau Abonnemente Schweiz: CHF 80.- / Jahr Ausland: CHF 130.- / Jahr Partner

Bock | Dienstag, 22. Dezember 2020 11 kuLtur «Der Zuspruch meiner Fans motiviert mich» Seine lustigen Fotos und Videos in den sozialen Medien haben ihn schweizweit bekannt gemacht. Alleine auf Instagram hat er auf seinen Seiten weit über eine Million Fans, die ihm folgen. Im Interview mit dem «Bock» verrät Zeki Bulgurcu, wie er zu diesem Erfolg gekommen ist, welches seine weiteren Ziele sind und was er als Basler an Schaffhausen mag. SOZIALE MEDIEN BASEL UND SCHAFFHAUSEN Yves Keller Die Bilderbuchkarriere von Zeki Bulgurcu begann nachts um vier, nachdem er schon stundenlang durchs Internet geschweift war und sich ein Meme (Foto mit einem lustigen Text) nach dem anderen angeschaut hatte. Irgendwann merkte er, dass es sowas auf Schweizerdeutsch praktisch nicht gab, und er entschloss sich, das Kreieren von Schweizer Memes fortan als seine Aufgabe zu sehen. Das war 2013. Knapp zwei Jahre später kündigte er seine Stelle im Detailhandel und konzentrierte sich nur noch auf seine Passion. Ein Schritt, der Mut gebraucht habe und am Anfang äusserst schwierig gewesen sei, sagt Zeki Bulgurcu heute: «Ich war danach ein Jahr lang arbeitslos und lebte bei meinen Eltern. Aus Stolz wollte ich aber kein Arbeitslosengeld beziehen.» Nach diesem harten Jahr bekam er eine Stelle beim damals starken Social-Media-Publisher «LikeMag», später führte ihn sein Weg zum TV-Sender «3+». In armen Verhältnissen aufgewachsen Geboren ist Zeki Bulgurcu vor 30 Jahren in der Türkei. Als er drei Jahre alt war, wanderten seine Eltern mit ihm und seinen beiden Schwestern in die Schweiz aus, wo er fortan im Basler Quartier Kleinhüningen in einfachsten Verhältnissen aufwuchs. Geschlafen, erinnert er sich, habe er auf einer Matratze am Boden. «Wenn du in solchen Verhältnissen aufwächst, kommst du nie auf die Idee, dass du mal ein richtig grosser Star des Landes wirst. Ganz ehrlich, ich hätte niemals gedacht, dass sowas möglich sein würde. Als Jugendlicher wollte ich Polizist, Koch oder Elektromonteur werden.» Als er dann als 24-Jähriger alles auf die Karte soziale Medien gesetzt habe, sei er oft belächelt worden, erinnert sich Zeki Bulgurcu. «Natürlich, niemand glaubte daran, dass einer mit lustigen Fotos und Videos wirtschaftlich erfolgreich werden «Die Altstadt finde ich extrem schön.» Zeki Bulgurcu über Schaffhausen kann. Heute bin ich in TV-Spots, ich bin Botschafter von grossen Firmen, mache eigene Kinofilme und schreibe an meinem Comedy-Programm. Ich bin heute an einem Punkt angelangt, an dem ich mich frage, was als Nächstes kommt.» Kritiker ignorieren Mit dem Erfolg kamen neben den vielen ermutigenden Nachrichtenauch immer wieder hasserfüllte Botschaften. Das gehöre einfach dazu, meint Zeki Bulgurcu. Es würde ihn aber nicht sehr beeinflussen. «Ich bin ein Typ Mensch, der nicht gross darauf achtet, was die Leute da draussen über ihn sagen. Um ein Projekt durchzuziehen, brauchst du in diesem Bereich eine gewisse Charakterstärke, und du darfst dich nicht ablenken oder einschüchtern lassen. Viele haben bei der kleinsten Kritik schon Selbstzweifel. Das ist hinderlich auf dem Weg nach oben.» Umso wichtiger seien für ihn die Zeki Bulgurcu will nächstes Jahr mit seinem ersten Comedy-Bühnenprogramm durchstarten und damit auch in Schaffhausen auftreten. Bild: zVg. Meinungen seiner Eltern und seiner engsten Freunde sowie das richtige Gefühl am Ende eines Tages: «Wenn du mit einem guten Gewissen und dem Gefühl ins Bett gehen kannst, dass du heute das erreicht hast, was du wolltest, dann war es ein guter Tag.» Zu Besuch in Schaffhausen In den sozialen Netzwerken hat Zeki Bulgurcu unterdessen so ziemlich alles erreicht, die Projekte gehen ihm aber nicht aus. «Ich bin immer noch hungrig und denke gross. Was die Reichweite anbelangt, bin ich auf Social Media in der Deutschschweiz auf dem Zenit angelangt. Um weiterzukommen, konzentriere ich mich nun auch auf Kinofilme, Schauspielerei und Stand-up-Comedy.» Wenn alles gut geht, könnte es sein, dass Zeki Bulgurcu mit seinem ersten Stand -up-Bühnenprogramm nächstes Jahr auf Tournee geht und dann auch nach Schaffhausen kommt. Eine Stadt, die er übrigens sehr mag: «Ich war schon ein paar Mal in Schaffhausen. Insbesondere die Altbauten in der Stadt finde ich extrem schön, das Städtchen hat wirklich viel Charme. Nur am Rheinfall war ich noch nie.» Nähen und nebenbei einen Kaffee geniessen In Schaffhausen eröffnete vor knapp vier Jahren das Nähcafé Zickzackstich. Neben Hilfestellungen beim Nähen bietet es Zubehör und jederzeit einen Kaffee an. GESELLSCHAFT SCHAFFHAUSEN Märta Strömstedt «Das Konzept eines Nähcafés gab es bereits vor meinem Nähcafé, jedoch nicht in der Schweiz», erklärt Mirella Mancuso, Besitzerin des Nähcafés Zickzackstich in Schaffhausen. Vorläufer in Amerika und in nördlichen Ländern wie Schweden, Norwegen und Deutschland inspirierten sie. Aus den Grundideen der schon bestehenden Nähcafés hat sie ein abgeändertes Konzept erstellt und führt das Nähcafé Zickzackstich Mirella Mancuso (l.), Besitzerin des Nähcafés Zickzackstich, zusammen mit Katrin Schreiber, Verantwortliche für die Mercerie, die seit 1. November offiziell im Café integriert ist. Bild: ms. nun seit 2017. «Ich habe das Konzept an die Bedürfnisse der Schweiz und die Region Schaffhausen angepasst und mich an Leuten orientiert, die nähen», so Mirella Mancuso. Kernidee des Nähcafés «Ob es ums Nähen oder Kurse geht, die durchgeführt werden – das strikte Kursthema ist immer da. Ich wollte wegkommen von Kursen mit Anmeldung, die ausschliesslich über ganze Semester oder Blöcke gebucht werden können und bei denen unbesuchte Stunden verrechnet werden – und dafür individuell gestalten», so die Flurlingerin. Die Kernidee liege darin, den Kunden die Option zu bieten, frei entscheiden zu können. «Die Kunden können punktuell kommen, wenn es ihnen passt, und müssen nur die Stunden bezahlen, die auch besucht wurden.» Mit einem Nähkurs, der jeweils dienstagabends stattfindet, hat Mirella Mancuso versucht, Regelmässigkeit hineinzubringen, um auch die Leute anzusprechen, die 100 Prozent arbeiten. «Dies ist jedoch wieder in den Hintergrund gerückt, weil das freie Nähen einfach besser ankommt», erklärt die Besitzerin des Ateliers. Nebenbei bietet das Nähcafé Zickzackstich Workshops an, die speziell auf ein bestimmtes Thema eingehen, und spezielle Veranstaltungen wie beispielsweise die Nähnacht. Café und Nähen kombiniert Ein Termin wird im Voraus ausgemacht. In diesem reservierten Zeitraum sind alle Maschinen im Nähcafé frei zur Benutzung. Was genäht wird, ist jedem selbst überlassen. Das Nähen wird begleitet und betreut von Mirella Mancuso und ist das Hauptprodukt, wofür die Kunden zahlen. «Durch die Betreuung soll den Kundinnen die Sicherheit geboten werden, sich bei ihren Projekten unterstützt zu fühlen und die richtige Vorgehensweise für ein Projekt zu finden», erzählt die Nähexpertin. «In den ersten zwei Jahren hatte ich vorne im Geschäft ein bestehendes Café mit zwei Tischen», so Mirella Mancuso. Aufgrund der zunehmenden Menge an Produkten, die zusätzlich verkauft werden, wurde das Café immer mehr verdrängt. Die Café-Ecke wurde danach komplett aufgelöst, aber das Nähcafé ist heute noch offiziell ein Café mit Wirtepatent. Somit werden neben dem Nähen Kaffee, Tee und ab und zu auch Gebäck angeboten. In der damaligen Café-Ecke steht seit dem 1. November eine Mercerie-Abteilung, die von Katrin Schreiber geführt wird. Seit dem Frühling ist Katrin Schreiber als Partnerin im Nähcafé dabei. Falls den Näherinnen beim Nähen etwas fehlt, kann es gleich vor Ort im Laden gekauft werden. «Zuvor kam es zu Situationen, bei denen fehlendes Näh zubehör ausserhalb des Ladens gekauft werden musste», so Mirella Mancuso. Heute bietet das Zickzackstich mit der neuen Mercerie eine erweiterte Dienstleistung an. Dabei wird versucht, die Nachfrage möglichst zu decken, damit die Ware immer vor Ort erhältlich ist. «Andere gehen joggen, ich nähe» «Meine Mutter ist Näherin und gelernte Schneiderin. Sie hatte ein kleines Atelier zu Hause. Ich durfte sie als Kind ins Atelier begleiten und bin somit mit dem Nähen aufgewachsen», erzählt Mirella Mancuso. Im Alter zwischen 20 und 30 Jahren nahm sie sich eine Auszeit vom Nähen. Sie legte ihren Fokus mehr auf den Sport und arbeitete in einem Büro. 20 Jahre später hat sie das Nähen wieder aufgenommen und in den letzten Jahren auch beruflich umgesetzt. «Ich habe mich erst vor sechs Jahren wirklich ausbilden lassen. Auch wenn ich schon seit 20 Jahren nähe, habe ich mir selbst eingeredet, dass es Zeit sei für eine Ausbildung», so die Flurlingerin. In Zürich hat sie das begleitete Nähen mit Diplom abgeschlossen und dazu ein Jahr Schnittmuster-Zeichnen angehängt. «Nähen ist für mich persönlich etwas essenziell Wichtiges und eine Beschäftigung, für die ich mich zurückziehe, wenn ich wieder auf den Boden kommen muss. Jemand anderes geht joggen, für mich ist es das Nähen», sagt die 49-Jährige. Es ist ihr heute in den Grundbedürfnissen, etwas physisch zu schaffen. «Ich denke, vielen Leuten fehlt das Gefühl, etwas Greifbares zu erschaffen. Heute, denke ich, brauchen wir das sogar mehr denn je», so Mirella Mancuso. Enormes Umdenken gebraucht «Uns wurde das ganze Jahr sozusagen immer wieder der Stecker gezogen. Trotz allem konnten wir uns gut über Wasser halten», erzählt Mirella Mancuso. Nachdem wegen Corona alles in den Lockdown ging, begannen die Expertinnen, Masken zu nähen und versuchten, ihre Kundinnen per Video zu begleiten. «Es war alles eine Hilfe, aber kein Ersatz», so die Ladenbesitzerin. Momentan ist nur die Mercerie offen, alle anderen Dienste wurden aufgrund von Corona gestoppt. «Unsere Kundinnen nähen zurzeit zu Hause weiter. Wir betreuen sie, so gut es geht, über Whatsapp oder am Telefon. So kommen sie mit ihren Nähprojekten nicht zum Stillstand», so die Nähexpertin. Für ein weiteres Standbein wird momentan gesorgt. Schon im kommenden Januar soll ein Onlineshop unter zickzackstich.ch bereitstehen, in dem die Kundinnen Mercerieware, Stoffe und auch fertig genähte Artikel über das Internet kaufen können. «Auf den Shop freuen wir uns sehr und sehen darin auch eine gewisse Corona-Unabhängigkeit.»

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