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Bock E-Paper KW52

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4 Marktinfo Beiträge

4 Marktinfo Beiträge für diese Seite erscheinen im Auftrag der Firmen. Bei Fragen zum Inhalt sind diese direkt zu kontaktieren. Bock | Dienstag, 22. Dezember 2020 Ego Kiefer Einbruchschutz: mit Sicherheit besser pluspunkte für rebbau und naturschutz Der Südhang hinter dem Städtchen Eglisau mit seinen idealen Reblagen befindet sich in einem Veränderungsprozess. Durch Anpassungen der Produktionsbedingungen und die Erschliessung bis 2024 wird die Bewirtschaftung verbessert. Wer sich zu Hause wohlfühlen will, braucht Sicherheit. Jedes Ego-Kiefer-Fenster bietet bereits standardmässig eine erhöhte Basissicherheit. Bild: Ego Kiefer / zVg. PR SCHAFFHAUSEN In der Schweiz wurde vergangenes Jahr rund 30 000 Mal eingebrochen, mehrheitlich durch Fenster, Balkon- oder Schiebetüren. Gerade alte Fenster und Türen stellen kaum ein Hindernis dar, denn geübte Hände öffnen diese in wenigen Minuten. Gleichzeitig zeigt sich, dass viele Delinquenten nicht sehr risikofreudig sind und einen Einbruch unbemerkt und so schnell wie möglich durchführen wollen. Genau hier setzen die Ego-Kiefer-Einbruchschutz-Fenster an. Mit den Sicherheitsklassen RC 1 N, RC 2 N und RC 2 kommt Ego Kiefer dem Sicherheitsbedürfnis für wie wird wein hergestellt? Seit 30 Jahren bietet die GVS Weinkellerei Rebseminare an. Unter fachkundiger Leitung pflegen die Teilnehmenden eigene Reben, erfahren wie ein edler Tropfen hergestellt wird und nehmen am Schluss der acht Kurstage den eigenen Wein mit eigener Etikette nach Hause. PR SCHAFFHAUSEN UND THAYNGEN GVS Weinkellerei Dass Wein aus Trauben besteht, das ist klar. Besonders Hobbywinzerinnen und Weinfreunde kennen sich in dieser Thematik aus. Aber wie wird eine Rebe geschnitten? Worauf wird bei der Traubenlese geachtet und wie wird am besten gekeltert? Diese Fragen verlangen nach einer fachkundigen Antwort, denn so ganz einfach ist die Kunst der Weinproduktion nicht. Die GVS Weinkellerei organisiert deshalb ein spezielles Weinseminar für Weinfreundinnen und Hobbywinzer. Dieses findet in den Reben und im Weinkeller statt, also mit ganz viel Praxis. den Wohnbereich optimal nach. Erhöhten Schutz vor Einbruch bieten bereits Fenster der Sicherheitsklasse RC 1 N – durch eine Vier-Punkt-Verriegelung sowie einen abschliessbaren Griff. Empfohlen sind aber Fenster der nächsthöheren Klasse RC 2 N: Die doppelte Ecksicherung durch Pilzkopfzapfen hält selbst geübte Einbrecher für lange Zeit davon ab, ein Fenster aufzubrechen. Ergänzt wird die RC 2 N durch die Widerstandsklasse RC 2. Sie ist ideal bei einem hohen Sicherheitsbedürfnis. Die Brütsch AG in Schaffhausen ist Ihre Spezialistin für Fenster, Türen und Verglasungen in der Region. (shb.) bruetsch.ag Das war die erste Weinetikette. Bilder: GVS Ruedi Landolt vom gleichnamigen Ingenieur- und Vermessungsbüro erklärt die Arbeiten, die vorgenommen werden. Die Treppen sind bereits fertig. PR EGLISAU Marcel Tresch Schon in den Jahren 1954 bis 1958 fand in Eglisau eine Gesamtmelioration statt. Damals ging es um das Zusammenlegen von zerstückelten Rebparzellen sowie die Erschliessung durch Rebbergstrassen. Mit der Anpflanzung von resistenten Rebstöcken konnte gegen die Reblaus als Schädling erfolgreich vorgegangen werden. Die heutigen Reben im Vorder Stadtberg sind 25-jährig. Ein Ersatz durch neue Rebsetzlinge kann durch die Bodenverbesserung (Melioration) vorgenommen werden. Die mühsame Bewirtschaftung der einzelnen Parzellen im Terrassenquerbau mit vielen Wendeplatten gehört somit bald der Vergangenheit an. Pro Gewann erfolgt ab dem Frühling 2021, wenn rund 8500 Setzlinge gepflanzt sein werden, die Rebenpflege in durchgehenden Terrassen. Zur Terrassenerschliessung werden schmale und begrünte Bewirtschaftungswege diagonal in die Gewanne gelegt. Das Rebhandwerk kann dank dieser neuen Struktur rationell mit Maschinen ausgeführt werden. Das Gebiet Vorder Stadtberg am Südhang oberhalb von Eglisau umfasst rund 35 000 Quadratmeter. Die Initiative zur Weiterentwicklung dieses Rebbergs ergriffen die Rebbewirtschafter selbst. Nach der Ausarbeitung des Vorprojekts beschlossen die Grundeigentümer im Juni 2018 die Rebbergmelioration. Der planerische Teil des Verfahrens konnte durch das ortsansässige Ingenieur- und Vermessungsbüro Lan dolt AG vor rund einem Jahr abgeschlossen werden. Die Kosten werden hauptsächlich durch den Bund, den Kanton Zürich und die Gemeinde Eglisau getragen. Die Restkosten werden auf auf die Grundeigentümer verteilt. Die nationale und kantonale Gesetzgebung verpflichtet die Meliorationsgenossenschaft zu einer gezielten Förderung der Artenvielfalt im 3,5 Hektar umfassenden Rebberg. Das bedeutet, dass 10,5 Prozent des Rebberges extensiv zu bewirtschaften sind. Die ökologischen Massnahmen beinhalten die neu zu schaffende extensive Fläche Dachselen, die als hochwertige Magerwiese zu gestalten ist, und eine durchgehende Wildblumenböschung in der oberen Lage des Rebbergs, die als magere Mähwiese auszubilden und nach ökologischen Grundsätzen zu pflegen ist. Im Weiteren sind entlang der Gemeindetreppen (Breiti- und Schuelstäge), die bereits im vergangenen Sommer erstellt wurden, vier Meter breite extensive Streifen anzulegen. Mit den Naturschutzmassnahmen soll eine weiträumige Vernetzung der artenreichen Magerwiesen im Rebberg erreicht werden. «Durch die naturnahe Pflege der Reben mitsamt den Terrassenböschungen entsteht eine wertvolle Kulturlandschaft», erklärt Ruedi Landolt. Die Melioration, die in zwei Etappen ausgeführt und etwa Mitte 2024 abgeschlossen sein wird, vereinfacht die Bewirtschaftung des Rebberglandes. Mit der Neuterrassierung, die derzeit durchgeführt wird, wurden die alten Reben herausgerissen. Im kommenden Frühling wird ein neuer, attraktiver Rebsortenspiegel gesetzt, wobei auch auf die Resistenz gegen Schädlingsbefall geachtet wird. Somit kann die Behandlung der Trauben mit Pestiziden tief gehalten oder sogar vermieden werden. Mit der Melioration und der damit einhergehenden Aufwertung der Kulturlandschaft wird eine rationelle und ressourcenschonende Bewirtschaftung ermöglicht, die es weiterhin erlaubt, Spitzenweine aus Eglisau zu erzeugen. eglisau.ch Bis am Vorder Stadtberg wieder richtig geerntet werden kann, vergehen ein paar Jahre. Teilnehmende pflegen ihre Rebreihe Das Seminar findet jeweils am Samstagmorgen statt und startet am 13. März 2021. Die weiteren Daten sind der 15. Mai, der 5. und 26. Juni sowie der 7. August und Anfang Oktober folgt dann die Trauben ernte. Anfang Dezember wird der Kelterungsund Degustationskurs in der Weinkellerei durchgeführt. Alle Teilnehmenden pflegen unter fachkundiger Leitung ihre eigene Reb reihe. Somit kann der nötige Abstand eingehalten werden, und zudem sind die Leute an der frischen Luft. Im darauf- folgenden Frühling können alle den persönlichen Wein mit einer eigenen Etikette entgegennehmen. «Der Kurs eignet sich deshalb auch als Geschenk», ist Kursleiter Bernhard Müller überzeugt. Bereits seit drei Jahrzehnten Nicht nur der Weinbau hat in Thayngen Tradition, sondern mittlerweile auch die Weinseminare. Bereits seit 30 Jahren nutzen jährlich an die 20 Hobbywinzerinnen und Weinfreunde das Angebot. Für Seminarleiter Bernhard Müller ist klar, wo das Erfolgsgeheimnis liegt: «Die Weinkultur begeistert Jung und Alt sowie Mann und Frau gleichermassen.» Im Kurs können sie während acht Tagen ihre Leidenschaft teilen und sich untereinander austauschen. Wer dabei sein will, kann sich bis zum 20. Februar 2021 anmelden. Mehr Infos können unter der nachstehenden Adresse abgerufen werden. Anmeldungen sind bei Sonja Gurtner unter 052 631 18 09 oder s.gurtner@gvs-weine.ch möglich. Das erste Weinseminar fand 1991/92 statt. gvs-weine.ch Mit dem Beginn der Arbeiten der Rebbergmelioration am Vorder Stadtberg wurde ein Generationenprojekt gestartet. Bilder: Marcel Tresch

Bock | Dienstag, 22. Dezember 2020 Gesellschaft 5 hoffnung ist wichtiger denn je Leere Kirchenbänke, vereinsamte Menschen und Krankenbesuche in Vollmontur. Auch für den katholischen Pfarrer Urs Elsener sind es kräftezehrende Wochen vor Weihnachten. Er hält sich an die Hoffnung und Zuversicht, dass diese schwierige Zeit bald vorbeigeht. WEIHNACHTEN SCHAFFHAUSEN Yves Keller «Kirche ist Gemeinschaft, und eine Gemeinschaft muss sich treffen können», sagt Urs Elsener nachdenklich. Dass viele Gläubige wegen Corona dieses Jahr auch an Weihnachten nicht in die Gottesdienste dürfen, macht ihm zu schaffen: «Wenn wir Leute vor der Kirchentüre nach Hause schicken müssen, ist das himmeltraurig. Das Tragische ist ja, dass wir seit Jahren versuchen, die Menschen zu motivieren, in die Kirche zu kommen. Dann kommt so ein blödes Virus, und auf einmal müssen wir den Leuten sagen: ‹Kommt nicht in die Kirche.› Das hat schon etwas Absurdes.» Trotz seiner Enttäuschung hat der katholische Pfarrer und Schaffhauser Domherr Verständnis für die Massnahmen: «Wir dürfen das Virus nicht verharmlosen. Die Regierung stellt diese Regeln ja auch nicht zum Spass auf. Da müssen wir jetzt zusammen durch.» NEUES ZU NAMEN Der Verwaltungsrat der Elektrizitätswerke des Kantons Schaffhausen AG hat anlässlich seiner Sitzung vom 10. Dezember Robert Sala als neuen Präsidenten des Verwaltungsrats gewählt. Der Schaffhauser wird Nachfolger von Regierungsrat Martin Kessler, der per 31. Dezember das Präsidium abgibt, dem Gremium aber als Mitglied des Verwaltungsrats erhalten bleibt. Vergangene Woche ging der grosse Schlussabend des Ostschweizer Kurzfilmwettbewerbes 2020 als Livestream über die Bühne. Anzeige Salbung für Coronakranke Das Virus habe das Leben der Kirche massiv verändert, sagt Urs Elsener. Neben den Gottesdiensten, die aktuell nur mit maximal 50 Personen durchgeführt werden dürfen, seien auch Elternabende abgesagt und Besuche bei Kranken zumindest erschwert. «Dort wo es gewünscht wird und möglich ist, mache ich Krankenbesuche. Im Spital geht das aktuell nicht mehr, bei den Altersheimen ist es unterschiedlich.» Auch schwer an Corona erkrankte Menschen besucht Urs Elsener wenn möglich. Im Schutzanzug erteilt er ihnen die Krankensalbung. Oft einige wenige Tage vor ihrem Tod. Das geht auch an ihm selbst nicht spurlos vorbei, und er gibt unumwunden zu, dass er für seine Arbeit auch himmlische Unterstützung brauche: «Ganz wichtig für mich ist das Gebet, das ist mein Fundament. Die Kraft muss mir von oben gegeben werden, die kann ich ja nicht einfach aus mir rausnehmen. Zudem bin ich zu 80 Prozent angestellt, damit ich zwischendurch auch einfach Zeit für mich habe. Pfarrer bist du eben nicht einfach acht, neun Stunden am Tag, sondern immer.» Die Hoffnung aufrechterhalten Was ihm auch zu schaffen mache, sei die starke Zunahme von depressiven Verstimmungen in der Bevölkerung. «Im Lockdown im Frühling konnten viele noch den Garten oder den Balkon geniessen. Jetzt ist es kalt und dunkel, das macht die Situation viel schwieriger und drückt den Menschen aufs Gemüt.» Deshalb sei es jetzt umso wichtiger, sich an die Hoffnung zu klammern und den Sinn von Weihnachten zu feiern: «Ich versuche, den Leuten diese Hoffnung mitzugeben. Natürlich, die Situation ist sehr schwierig im Moment, aber gerade an Weihnachten gibt es auch Grund zur Freude. In den vergangenen Tagen haben wir in unserem Pastoralraum viele Karten verschickt mit einem Zitat von Karl Rahner: ‹Zündet die Kerzen an. Sie haben mehr Recht als alle Finsternis.› Das scheint mir in dieser Zeit wichtig zu sein.» Zudem sollte nicht vergessen werden, dass 31 nominierte Filme wurden ausgestrahlt und im Anschluss prämiert. In der Kategorie Musik-Clips schaffte es «The Banana Project» von Andrea Wenger, Blake Simpson und Morris Schmid aus Schaffhausen auf den vierten Platz. Der Hochschulrat der Pädagogischen Hochschule Schaffhausen (PHSH) hat an seiner Sitzung vom 16. Dezember Gerda Buhl zur neuen Rektorin der PHSH gewählt. Sie tritt per 1. August 2021 die Nachfolge von Thomas Meinen an, der in Pension geht. Der Regierungsrat hat Tim Bucher, Schaffhausen, GLP, als Mitglied des Kantonsrates für die Amtsperiode 2021 bis 2024 ab 1. Januar 2021 als gewählt erklärt. Tim Bucher ersetzt Maria Härvelid, Thayngen, welche ihren Verzicht auf ihr Kantonsratsmandat in der neuen Amtsperiode erklärt hat. (shb.) Will trotz schwierigen Zeiten hoffnungsvoll in die Zukunft blicken: der katholische Pfarrer und Schaffhauser Domherr Urs Elsener. Bild: Yves Keller Menschen an anderen Orten dieser Welt deutlich stärker unter der Pandemie leiden als wir. Insbesondere Menschen, die vor der Krise schon wenig hatten. «Wir verkauften auf dem Fronwagplatz Krippenfiguren aus Bethlehem zugunsten des dortigen Kinderspitals. Meine Kontaktperson aus Palästina, die mir diese Figuren schickte, sagte mir, dass sie angefangen hätten, im Garten Gemüse anzupflanzen, da sie kein Geld mehr hätten, um es einzukaufen. Am Abend gingen sie frühzeitig schlafen, um Strom zu sparen. Da geht es uns in der Schweiz doch noch immer sehr gut!» Die Krux mit dem Singverbot Weihnachten 2020 wird aber auch bei uns anders, zum Beispiel in der Kirche Santa Maria, in der Urs Elsener die Mitternachts- Berührbar werden WIRTSCHAFTSKOLUMNE SCHAFFHAUSEN Armin Ziesemer Während manche in der Vorweihnachtszeit heuer den Lärm vergebens suchen, wird die Eine oder der Andere andächtig. Eine Tradition, die sich hält, sind Märchenfilme. Wie jedes Jahr steht auch «A Christmas Carol» auf dem Programm, ein Film nach einer Geschichte Charles Dickens’. Darin wird von Scrooge erzählt, dem widerwärtigen Geizhals, der Besuch von drei Geistern erhält: den der vergangenen Weihnacht, den der gegenwärtigen und den der zukünftigen. Diese Begegnungen wandeln Scrooge so, dass er Menschen sein Herz öffnet, lachen und freigiebig spenden lernt. Glaubt man Legenden und Geschichten, ist der Mensch während der Weihnachtszeit für gefühlvolle Schwingungen besonders empfänglich. Rückzug: still sein Diese Weihnachtszeit ist eine besondere. Familientraditionen, Weihnachtsessen und soziale Bräuche vieler Kulturen finden nicht statt oder müssen neu interpretiert werden. Vielleicht verbringe ich auch mehr Zeit mit mir selbst als sonst. Es wird still. Um mich. In mir. Die Stille bietet demjenigen Vieles, der auf sie hören mag. Das Loslassen vieler Gedanken, bewegender Gefühle und körperlicher Empfindungen hin zu einem Handeln im Hier und Jetzt ist für Meditierende eine stete Übung. Dabei ist empfohlen, seine Meditationspraxis auf den praktischen Alltag zu richten, in dem weltliche Beziehungen wesentlich sind. Biografien von Eremiten beschreiben die Entbehrungen, die mit einem gewählten Rückzug von der Welt messe feiern wird. Maximal 50 Personen dürfen in die Kirche gelassen werden. Die anderen können, wie schon in den vergangenen Wochen, den Gottesdienst per Livestream mitfeiern. Urs Elsener betont in diesem Zusammenhang nochmals, dass es wichtig sei, dass die Regeln der Regierung von allen eingehalten würden. Nur mit einer Regel habe er seine grosse Mühe: «Ich habe absolut kein Verständnis dafür, dass wir nicht gemeinsam singen dürfen. Unser Kirchenmusiker beobachtet das seit dem Lockdown im Frühling, und ihm ist keine Studie bekannt, die belegen würde, dass Singen bei gleicher Lautstärke gefährlicher wäre als Sprechen.» Trotzdem werde er auf gemeinsame Gesänge verzichten. Die «Stille Nacht» wird dieses Jahr tatsächlich sehr still. einhergehen. So erzählt die Geschichte der Familie von Flüe im 15. Jahrhundert davon. «Bruder Klaus», der Schweizer Nationalheilige, entschied sich, in die Einsiedelei zu gehen. Dieser Entschluss führte zu einem Konflikt mit seiner Frau Dorothea, der diese zutiefst erschüttert haben soll. Beziehung Raum geben Der Religionsphilosoph Martin Buber ist nicht nur durch sein Zitat «Alles wirkliche Leben ist Begegnung» bekannt. Er prägt ein ewiges Beziehungsverständnis mit der Auffassung, dassder Mensch am «Du» zum «Ich» wird. In der Begegnung erfahre ich meinen Mitmenschen und auch mich in ihm. In der Weihnachtszeit neigt man eher dazu, in Streitigkeiten zu geraten und alten, grundlos gewordenen Konflikten mehr Raum zu geben. Ein Freund sagte mir kürzlich, dass die Welt eben vielleicht doch anders sei. Ernster, gewalttätiger und feindlicher, so hörte ich seinen Unterton. Dieser hallte nach. Vielleicht ist es so, und die Welt wirkt düsterer. Ich halte an der Hoffnung fest, dass es sich lohnt, weiter an die Geburt des Neuen, an den Zauber des Neubeginns zu glauben. Denn im Wesen der Religion wie der Mythologie werden Kindsgestalten wie das Jesuskind oft als Kulturbringer verstanden. Ich wünsche Ihnen im Namen von «Wir sind stark – gemeinsam» eine Weihnachts zeit voller gelingender Beziehungserfahrungen und «möge die Stille mit Ihnen sein». «Wir sind stark – gemeinsam», wir-sind-stark.ch Bock-SPLITTER Anzeige Richard Altorfer Kari, C₂H₅OH-selig: Es gibt Weine, die werden mit den Jahren besser. Und es gibt Jahre, die werden nur mit Wein besser. Den roten, noch nicht von grauen Zuwanderern bedrängten Nussäffchen ist Corona egal. Sie tummeln sich im Garten, immer so um die Mittagszeit, klettern kopfüber runter vom Baum auf die vom Quittenbaum gelbgrün und vom Nussbaum braun belaubte Wiese, wo Rabe Ralf leicht arrogant schreitend nach Nüssen Ausschau hält und sich der Grünspecht an einer Nuss versucht. Buscheschwanz zum Fragezeichen hoch, noch ein Hopser und stopp. Nüsschen hier? Klar, schnapp und weg. Andere Leute mögen sie Eichhörnchen nennen, für uns sind sie unsere lustigen, behänd von Baum zu Baum hüpfenden, den richtigen salemschen oder gibraltarischen Berberäffchen punkto Entertainment mindestens ebenbürtigen Nussäffchen. Fürs coronagetrübte Gemüt fast so heilsam wie ein Antidepressivum (oder zwei Glas Wein … s. o.). Zum Wort des Jahres 2020 müsste man eigentlich das Adverb «nur» wählen. Weil es das am häufigsten unausgesprochene und ungeschriebene, aber trotzdem omnipräsente Wort ist, hin und wieder schlaumeierisch ersetzt durch ein abwiegelndes «vor allem». Beispiel gefällig? Voilà: «Es trifft ja ‹vor allem› die Alten.» Seit Corona unser Leben weitgehend bestimmt, erweiterte sich unser Wortschatz um rund 1000 Wörter. Neologismen (also Neuschöpfungen), aber auch altbekannte Wörter mit neuer Bedeutung hören und lesen wir täglich. Von der Alltagsmaske über die Coronalüge, den Ellbogengruss, das Geisterturnier, den R-Wert, das Schlafschaf, den Spuckschutz oder den Wellenbrecher-Shutdown bis zur Zwei-Haushalte-Regel. Hätten Sie genauso nebenbei 1000 Wörter Suaheli (Kiswahili) gelernt, wüssten Sie jetzt, was «Kaa na afya!» heisst und könnten antworten «Asante! Wao pia.» Onkel Hugo, grundsätzlich pharmakritisch: Ich vertraue vorläufig nur dem Pfizer- Impfstoff. Pfizer hat Viagra entwickelt. Und wer «Tote» zum Leben erwecken kann, kann wohl auch Lebende schützen. Für Menschen mit Flugangst gibt es eine Lösung: Sie lassen sich von ihrem Haustier begleiten. Das vermittelt Ruhe und Sicherheit. Aber natürlich nur, wenn’s in der Kabine mitreisen darf. Die US-Fluggesellschaften gestatteten deshalb immer mehr Passagieren, ihr ärztlich als «emotional support animal» klassifiziertes Lieblingstier mit in die Kabine zu nehmen. Das führte allerdings zu grotesken Situationen, denn nicht immer waren Mieze oder Fifi die rettenden Kompagnons. Gelegentlich war’s … ein Truthahn, die Hausratte oder eine kleine Würgeschlange. Es soll sogar vorgekommen sein, dass das Pony als «emotional support» mit in die Kabine gelassen wurde. Seit kurzem hat nun das amerikanische Transportministerium solch tierischem Treiben Einhalt geboten. Der dumme Spruch am Ende: Leb dein Syndrom! IHR TOYOTA & LEXUS SPEZIALIST Beringen-Enge • 052 630 10 10 • engebrunnen.ch

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