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Gesund und Vital KW44

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GESUND & WOHL - PR /

GESUND & WOHL - PR / EXPERTENWISSEN Auszeit mit Suchtpotenzial Eine traumhafte Aussicht auf die Alpen, pure Natur, Ruhe und frische Luft für Ihre Lungen – und das alles währenddem Sie im Alpenbad entspannen. Dabei werden Sie kulinarisch nach allen Regeln der Kunst mit regionalen Spezialitäten verwöhnt. Text: alpenbad.ch / Marcel Tresch Bilder: alpenbad.ch Bei uns erleben Sie mit Garantie eine aussergewöhnliche Genusszeit. Erleben Sie den Moment, und kehren Sie dem Alltag in Ihrem persönlichen Kurzurlaub für ein paar Stunden den Rücken zu! Im Winter herrlich warm – im Sommer erfrischend. Zu Gast bei Freunden: Das Gefühl stellt sich schon bei der Begrüssung ein. Der Familienbetrieb lässt keine Gelegenheit aus, den Gästen den besten Service zukommen zu lassen, ein herzliches Lächeln zu schenken oder auf einen belebenden Schwatz einzuladen. ALLEIN ODER IN DER GRUPPE Das Alpenbad am Bachtel – die Auszeit vom Alltag mit Suchtpotenzial. Wohlig warmes Wasser, eine traumhafte Aussicht und Kulinarik mit regionalen Spezialitäten – das ist unser Verspre- chen an unsere Gäste. Ein Outdoor- Erlebnis der besonderen Art für Jung und Alt. Einmal im Bad, und es ist Zeit, es sich gut gehen zu lassen. Egal ob als Paar in einem Romantikbad oder als Gruppe: Der Holzbottich kann für sich genossen werden. Ganz urchig wird mit der bereitgestellten Kuhglocke geklingelt, und die Gastgeber machen sich daran, die regionale Fondue-Deli- katesse oder den Tischgrill für viele Leckereien zuzubereiten. Ein romantischer Abend zu zweit, ein Genussabend mit Freunden, eine Party mit Bekannten, ein Junggesellenabschied oder ein Firmenanlass. Das Alpenbad bietet für alle individuell den passenden Rahmen mit dem passenden Package mit der grossartigen Aussicht auf Entspannung. AUSSICHT AUF ENTSPANNUNG Eine frühzeitige Buchung lohnt sich, denn viele Tage sind meist weit im Voraus ausgebucht. Alternativ können die Liebsten mit einem der Gutscheinangebote wie dem Romantikbad, dem Freundinnen- oder dem Männerbad, dem Zigarren-Whisky-Bad, dem klassischen Alpenbadplausch oder dem Prickelbad beschenkt werden. Das Alpenbad in Hinwil hält, was es mit seinem Motto verspricht: Aussicht auf Entspannung – und dies in einer einzigartigen Qualität. Mehr Informationen: alpenbad.ch 076 335 57 00 8 GESUND & VITAL / HERBST - WINTER 2020

HÜHNERSUPPE FÜR DIE SEELE Märchen vom Buchenblatt Die Hühnersuppe gilt als nährende Kraftbrühe, mit der Grossmütter einst Erkältungen heilten und die Schwachen wieder auf die Beine brachten. Die Mahlzeit erwärmte nicht nur den Körper, sondern sie tat auch der Seele gut. Oft erzählten die Grossmütter dabei Geschichten mit tiefem Wahrheitsgehalt: das Seelenfutter. Das Märchen vom Buchenblatt ist eine der Geschichten. Viel Spass beim Lesen. Leiser Regen fiel auf den alten Wald und wusch den Sommer von den Bäumen. Wie Aquarellfarben unter dem Wasser erglühen, so strahlte jetzt das Laub in allen erdenklichen Farben. Der sanfte Wind sang dem Land das Lied der letzten Stunde. Ein Seidenschimmer spiegelte sich in einer trüben Regenpfütze. Es wurde Herbst. Mitten in der Farbenpracht des Waldes überkam ein kleines Blatt, das sich offenbar nicht verfärben wollte, eine grosse Schwermut: «Einen Sonnenkreis habe ich jetzt gelebt und nun muss ich also sterben.» Es erinnerte sich an die erste Begegnung mit dem Licht und musste an sein unbekümmertes, grüngoldenes Schimmern im Duft des Sommers denken. Jetzt, unter Regentränen, sah alles ganz anders aus. «Was für einen Sinn hat mein Leben gehabt, wenn jetzt alles aus sein soll?», schluchzte das kleine Blatt und klammerte sich verzweifelt an seine fahle grüne Farbe. Es wusste wohl: Mit dem Verfärben begann das Sterben. Das Schluchzen hörte ein Buchenblatt vom Nachbarbaum: «Warum weinst Du, kleines Blatt?» – «Ach, mir ist so elend. Einen Sonnenkreis habe ich gelebt, und nun muss ich also sterben. Alles soll mit einem Mal aus sein. Ich habe solche Angst vor dem fürchterlichen Tod.» – «Hab keine Angst! Spürst Du den sanften Wind? Der Tod ist immer schon da in unserem Leben. Er umspielt uns so sanft wie der Wind. Wenn unsere Zeit erfüllt ist, nimmt er uns zu sich. Es ist so, als ob er eine reiche Frucht pflückte. Nein, vor dem Tod brauchst Du keine Angst zu haben.» Das konnte das kleine Blatt kaum verstehen. Die Vorstellung von einem zärtlichen, ja liebenden Tod, der obendrein das Leben sein sollte, war ihm gänzlich fremd. Der Tod war immer etwas Grosses, Starkes und Fürchterliches für das kleine Ding gewesen. Überhaupt: Wie konnte dieses Buchenblatt so reden? Wo es selber noch lebte, konnte es doch unmöglich Erfahrungen mit dem Sterben haben. Das kleine Blatt befragte das Buchenblatt zu all dem. Gelassen und so sicher, als hole es die Gedanken von weit her, antwortete das Buchenblatt: «Für den, der nur zuschaut, ist der Tod gross, stark und manchmal auch fürchterlich, nicht aber für den, zu dem er kommt. Sieh, unser ganzes Leben ist ein einziges Einüben ins Sterben. Sterben heisst, sich loslassen. Jeder ist allein das, was er von sich hergibt. Wir sind im Frühjahr und Sommer nur deshalb grüne Blätter, weil wir allein das grüne Licht der Sonne an die Welt weiterschenken. Die vielen anderen Farben behalten wir für uns, als ob wir sie besitzen könnten.» Nachdem das Buchenblatt eine Zeit geschwiegen hatte, fuhr es fort: «Oh Weisheit des Alters! Erst im Herbst unseres Lebens haben wir es gelernt, alle Farben des Lichtes an die Welt weiterzugeben. Nur deshalb sind wir im Herbst so farbenprächtig, weil wir begriffen haben: Alles ist ein grossartiges Geschenk, das wir weiterschenken sollen. Wer loslassen kann, was er geschenkt bekam, der kann einmal auch sich selbst loslassen. Hab also keine Angst vor dem Sterben; es muss sehr schön sein, sehr befreiend.» Das kleine Blatt war über die Gedanken des Buchenblattes ganz still geworden. Lange Tage schwiegen die beiden miteinander, und es war ein gutes Zusammensein. Die Stille ist der Ort der Reifung. In dem kleinen Blatt reifte in diesen Tagen ein grosser Glaube heran. Äusserlich war das daran zu erkennen, dass es sich nun mehr und mehr verfärbte. Am siebten Tag schliesslich leuchtete es in den schönsten Farben. Nie hatte es geahnt, dass es all diese Farben in sich trug. So lernte es im Geben den Reichtum seines Lebens kennen. Zum Buchenblatt sagte es: «Danke, ich habe viel von Dir gelernt. Solange ich hier am Baum lebe, nehme ich das Licht der Sonne auf und gebe es wieder ab. Je mehr ich davon abgebe, desto schöner werde ich. Ich glaube, der Tod hat gar nichts mit dem Sterben zu tun, wie die Welt es versteht. Er ist mehr eine Art von Wachstum. Das Wesentliche an mir ist meine Gestalt. Nicht, wie ich aussehe, sondern das Leben, das in mir wohnt. Mein Leben ist das Licht. Mit jedem Tag wächst es in mir und reift, bis meine Gestalt schliesslich zu klein ist. Mein kleines Blatt-Ich steht der ganzen Fülle im Wege. Deshalb wird es überwunden, und ich werde endlich, was ich sein soll: Licht. Warum bin ich darauf nicht früher gekommen? Aber ich bin dankbar, dass es mir geschenkt wurde. Es ist so einfach: Du brauchst nur wesentlich zu werden.» Als einige Tage später der sanfte Tod kam, sagte es noch diesen letzten Satz: «Trauere nicht um mich, Welt. Wenn Du wüsstest, wohin ich jetzt gehe, würdest Du nicht weinen. Was Du Tod nennst, ist nicht das Ende, sondern allein die Vollendung.» (Verfasser unbekannt) GESUND & VITAL / HERBST - WINTER 2020 9

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